18. Oktober 2020 / 19:23 Uhr

"Das gehört dazu": Glasner baut Wolfsburgs Unglücksraben Lacroix auf

"Das gehört dazu": Glasner baut Wolfsburgs Unglücksraben Lacroix auf

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Maxence Lacroix (h.) patzte vorm Elfer, von Trainer Glasner gab es Trost.
Maxence Lacroix (h.) patzte vorm Elfer, von Trainer Glasner gab es Trost. © imago images/Team 2
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Mit einem verunglückten Rückpass auf Koen Casteels hatte VfL-Innenverteidiger Maxence Lacroix Riesenanteil am Gegentor in Mönchengladbach. Übel nahm dem 20-Jährigen den Fauxpas nach dem 1:1 niemand, von Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner gab's direkt aufbauende Worte.

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"Maxence war in der Kabine noch niedergeschlagen", sagte VfL-Trainer Oliver Glasner nach dem 1:1 bei Borussia Mönchengladbach über Maxence Lacroix. Der Innenverteidiger des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten hatte den Elfmeter mit einem missratenen Rückpass auf Torhüter Koen Casteels mit verursacht. Statt Kritik aber gab's vom Coach sowie von Manager Jörg Schmadtke aufbauende Worte für den 20-Jährige.

Lacroix hatte sich binnen kürzester Zeit prima eingefügt, lieferte nach seinem Wechsel vom FC Sochaux aus der zweiten französischen Liga im deutschen Oberhaus direkt starke Vorstellungen ab. Das war über weite Strecken auch in Gladbach so, doch für einen kleinen Moment war der gerade einmal 20-Jährige in einer Szene unkonzentriert gewesen. In der 74. Minute wollte der Abwehr-Mann einen langen Ball von Florian Neuhaus auf VfL-Torhüter Koen Casteels zurückspielen - doch der Pass geriet zu kurz. Marcus Thuram erlief den Ball vorm Wolfsburger Schlussmann, der statt des Balls nur den Gegenspieler traf. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jonas Hofmann unten links.

<b>Koen Casteels</b>:  Der Belgier hatte in der ersten Halbzeit recht wenig zu tun, hatte aber einmal großes Pfosten-Glück. Und dann verschuldete der Keeper in der 74. Minute den Elfmeter, an dem er aber noch dran war. - Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels:  Der Belgier hatte in der ersten Halbzeit recht wenig zu tun, hatte aber einmal großes Pfosten-Glück. Und dann verschuldete der Keeper in der 74. Minute den Elfmeter, an dem er aber noch dran war. - Note: 3 ©

Glasner nahm seinen Schützling aber direkt in Schutz. "Keine Vorwürfe an ihn, er hat ein gutes Spiel gemacht - bis auf den Fehler. Das ist Teil der Entwicklung, das gehört dazu. Er wird lernen, in so einer Situation nicht den rechten Außenrist zu nehmen, sondern die linke Innenseite, das ist koordinativ ein bisschen einfacher...", so der Österreicher. "Er ist ein guter Junge und hat unsere vollste Unterstützung." Da schloss sich Schmadtke am Sonntag im Sport1-"Doppelpass" an: "Die Szene ist total ärgerlich, nichtsdestotrotz hat er ein wirklich gutes Spiel gemacht."

Viel wichtiger sei für beide aber die Reaktion auf den Rückstand gewesen. Die Wolfsburger steckten nicht auf und kamen kurz vor Schluss noch durch Wout Weghorst zum verdienten Ausgleich. "Es freut mich, wir die Mannschaft das Missgeschick ausgebügelt hat", lobte Glasner.