20. November 2021 / 11:11 Uhr

Das große Rechnen: Dreikampf um die Aufstiegsrunde in der Oberliga

Das große Rechnen: Dreikampf um die Aufstiegsrunde in der Oberliga

Stephan Hartung und Dirk Drews
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nur Siege helfen wirklich: Das gilt für Präsident Frank Willig (im Bild) und den SV Arminia im Saisonendspurt.
Nur Siege helfen wirklich: Das gilt für Präsident Frank Willig (im Bild) und den SV Arminia im Saisonendspurt. © Debbie Jayne Kinsey
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Die erste Saisonhälfte in der Oberliga neigt sich dem Ende zu - und es wird nochmal richtig spannend: Arminia Hannover und der SV Ramlingen/Ehlershausen sind mittendrin im Kampf um die Aufstiegsrunde. Drei Spieltage vor Schluss hat der RSE zwar die bessere Ausgangslage als die Arminen, doch noch ist alles offen.

So langsam wird es Zeit für den Rechenschieber: Der Dreikampf zwischen Arminia Hannover, dem MTV Wolfenbüttel und FT Braunschweig geht in die entscheidende Phase.

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Direktes Duell am Samstag

Das Trio kämpft in der Oberliga um zwei freie Plätze in der Aufstiegsrunde. Derzeit hat der SVA die besten Karten. Am Samstag (14 Uhr) kommt es zum direkten Duell bei der Freien Turnerschaft, die selbst wiederum in der Woche danach auf Wolfenbüttel trifft.

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Probleme auf fremdem Platz

Am vergangenen Sonntag konnten sich die Arminen durch einen 5:2-Sieg gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen auf Rang vier katapultieren – das geschah nach einem Heimspiel. Und das ist ein wenig das Problem der Mannschaft von Trainer Skerdi Bejzade: Sie hat in dieser Saison noch keinen einzigen Auswärtssieg eingefahren.

„Der Zeitpunkt wäre jetzt dafür ideal“, sagte Bejzade, dessen Team bislang auf des Gegners Platz aber nicht unbedingt schlechte Leistungen gezeigt hat. „Wir hatten oft auch einfach kein Glück und haben späte Gegentore kassiert.“

Ein wenig Aberglaube

Damit es diesmal klappt, lässt der Coach nichts unversucht – und ist auch ein wenig abergläubisch. In der vergangenen Woche war Robin Ramme der Mannschaftsführer und vertrat Abdullah Jankir. Prompt gab es einen Sieg, die Binde des Kapitäns will ihm Bejzade nicht wegnehmen. „Vielleicht bringt das Glück“, sagt der Coach.

Als Jankir verletzt war, lief David Lucic als Spielführer aufs Feld – mit mäßiger Punkteausbeute aus zwei Partien. „Die Jungs sind alle Kapitäne, jeder kann Verantwortung übernehmen“, sagt Arminias Trainer, der nur auf Raphael Hotes und Chatalet Bengone verzichten muss.


Bilder vom Spiel der Oberliga zwischen dem SV Arminia Hannover und SV Ramlingen/Ehlershausen

Ramlingens Louis Engelbrecht liegt mit Schmerzen am Boden. Zur Galerie
Ramlingens Louis Engelbrecht liegt mit Schmerzen am Boden. ©

Ramlingen auf der Zielgeraden

Auf der Zielgeraden Richtung Aufstiegsrunde ist hingegen Ramlingen/Ehlershausen ins Straucheln gekommen: Anstatt mit einem Sieg im Derby bei Arminia das Ticket für die Meisterrunde zu lösen, leistete sich der Tabellendritte nach dem 0:1 gegen SVG Göttingen mit 2:5 die nächste Pleite.

„Für mich war das der bisherige Tiefpunkt“, sagt Trainer Philipp Gasde, der die enttäuschende Vorstellung in dieser Woche analysierte. „Ich habe nach dem Training intensive Einzelgespräche geführt, die Jungs wissen, um was es geht“, betont der Coach, dessen Mannschaft sich am Samstag um 14 Uhr rehabilitieren kann: In der Wahrendorff-Arena in Ramlingen geht gegen den MTV Wolfenbüttel das nächste Aufeinandertreffen mit einem Kandidaten für die Aufstiegsrunde über die Bühne.

Den Matchball nutzen

Auch der vom früheren RSE-Co-Trainer Stephan Gehrke gecoachte Tabellenfünfte setzte sein vorheriges Spiel mit 1:2 gegen Germania Egestorf/Langreder in den Sand. „Wir haben die Niederlage bei Arminia abgehakt, jetzt wollen wir den nächsten Matchball nutzen und uns zugleich für die 1:3-Hinspielniederlage in Wolfenbüttel revanchieren“, sagt Gasde.

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Bartels zurück im Kader

Bei seinem Unterfangen, „sieben Punkte aus den noch anstehenden drei Partien“ zu holen, muss der Coach jedoch auf seine schnellen Außenstürmer Bangin Bakir (Hüft-Operation) und Georgios Firiaridis (Verdacht auf Bänderiss) verzichten. Rechtsaußen Hauke Bartels, der zu Saisonbeginn vom Regionalligisten HSC zum RSE gewechselt ist, wird nach seiner Verletzungspause wieder in den Kader rücken