27. Juni 2021 / 21:36 Uhr

"Das hat den Unterschied gemacht": Tschechien-Star Patrik Schick erklärt Sensation gegen Holland

"Das hat den Unterschied gemacht": Tschechien-Star Patrik Schick erklärt Sensation gegen Holland

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Patrik Schick erzielte beim Überraschungs-Coup gegen die Niederlande seinen vierten Treffer bei der laufenden EM.
Patrik Schick erzielte beim Überraschungs-Coup gegen die Niederlande seinen vierten Treffer bei der laufenden EM. © IMAGO/ANP (Montage)
Anzeige

Die tschechische Nationalmannschaft hat die bisher größte Sensation dieser Europameisterschaft vollbracht: Im EM-Achtelfinale setzten sich Patrik Schick und Co. gegen die hochfavorisierten Niederländer durch - und zeigten sich danach überglücklich.

Der Jubel in Budapest bei den mitgereisten tschechischen Fans und den Nationalspielern war nach Abpfiff in der Puskás Aréna am Sonntagabend grenzenlos - denn das Team um die Bundesliga-Profis Patrik Schick und Pavel Kaderabek hatte bei der Europameisterschaft gerade einen Mitfavoriten ausgeschaltet. Mit einem verdienten 2:0 (0:0)-Sieg warfen die Tschechen die Niederlande im Achtelfinale sensationell aus dem Turnier. Weshalb konnte der große Underdog gewinnen? Leverkusen-Stürmer Schick, der mit seinem vierten Turniertor zum 2:0-Endstand alles klar machte, hat nach der Partie einen Erklärungsversuch abgegeben: "Wir sind vielleicht nicht die großen Stars wie die Niederländer. Aber wir hatten heute, das war wahrscheinlich der Schlüssel des Erfolgs, einen großen Teamspirit", sagte der emotional aufgeladene 25-Jährige.

Anzeige

Wie der Rest seines Team war dem Torjäger nur noch zum Feiern zumute: "Mir fehlen die Worte. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wir sind verdient im Viertelfinale“, sagte Hoffenheims Kaderabek. Und Tomas Holes, der Torschütze zum 1:0, meinte: "Das Gefühl ist unwirklich. Die Niederlande 2:0 vor vollem Haus und eigenen Fans zu schlagen, ist klasse. Wir waren unangenehm, haben ihnen keinen Platz gelassen."

Schick: "Wir haben gekämpft. Und das hat den Unterschied gemacht"

Holes und eben Schick schossen den leidenschaftlich kämpfenden Außenseiter zum ersten Mal seit 2012 wieder ins Viertelfinale, wo am Samstag in Baku Dänemark wartet. Profitiert hatte der Außenseiter von einer Roten Karte in der 55. Minute gegen den niederländischen Abwehrchef Matthijs de Ligt, der nach Videobeweis wegen eines Handspiels den Platz verlassen musste. Eine Schlüsselszene für Schick: "Ausschlaggebend war die Rote Karte für de Ligt – und dann war es natürlich einfach für uns", so der Stürmer.

Vor der Partie schien noch alles gegen die Tschechen zu laufen: Die Elf von Trainer Jaroslav Silhavy, die wegen einer technischen Panne an ihrem Flugzeug erst verspätet in Budapest angereist war, musste ohne ihren Stammkapitän Vladimir Darida von Hertha BSC auskommen. Und dennoch: "Wir haben bis ans Ende an uns und den Sieg geglaubt", verriet Schick nach dem Viertelfinal-Einzug. "Das hätte, glaube ich, niemand gedacht, dass wir das schaffen würden und so weit kommen in diesem Turnier. Wir sind sehr glücklich." Und vor allem eine starke Einheit: "Wir haben gekämpft. Und das hat den Unterschied gemacht "