03. November 2016 / 21:04 Uhr

„Das ist das Spiel des Jahres“

„Das ist das Spiel des Jahres“

Sönke Rathje
SPORTBUZZER-Nutzer
Malte Schmidt (grün) will mit Aufsteiger Germania Blumenhagen den TSV Edemissen II ärgern. Beide Teams fiebern dem Nordkreis-Derby entgegen. USER-BEITRAG
Malte Schmidt (grün) will mit Aufsteiger Germania Blumenhagen den TSV Edemissen II ärgern. Beide Teams fiebern dem Nordkreis-Derby entgegen. © Sönke Rathje
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Nachbarschaftsduell in der 1. Fußball-Kreisklasse: Am Sonntag erwartet Aufsteiger Germania Blumenhagen den TSV Edemissen II.

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„Das ist das Spiel des Jahres“, sagt Edemissens Trainer Lukas Schulze. Bereits einen Tag zuvor empfängt der BSC Bülten die Falken aus Rosenthal.

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Germania Blumenhagen - Eintracht Edemissen II (Sonntag, 14 Uhr). Das Derby kommt für die Blumenhagener zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn die letzte Partie liegt mehr als drei Wochen zurück. „Leider ließ die Trainingsbeteiligung während der Pause zu wünschen übrig, so dass wir nicht vernünftig weiterarbeiten konnten“, moniert Germanias Spielertrainer Patrick Tschapke.

Am Sonntag kann er allerdings fast auf den gesamten Kader zurückgreifen. „Viele meiner Spieler haben eine Edemissener Vergangenheit, da muss wohl keiner extra motiviert werden“, macht Tschapke den Stellenwert des Derbys deutlich. „Edemissen ist Favorit, aber wir werden alles tun, um zu gewinnen“, sagt Tschapke. Schließlich möchte er bis zu Winterpause den Abstand auf die Konkurrenz im Abstiegskampf nicht kleiner werden lassen.



Auch die Gäste fiebern der Partie entgegen. „Das ist für uns das Spiel des Jahres! Viele Zuschauer werden sicher unser Spiel dem der Ersten vorziehen“, sagt TSV-Trainer Lukas Schulze. „Es sind genau diese Spiele, auf die wir uns freuen - und alle haben zugesagt, so dass ich einen 20-Mann-Kader habe“, erklärt Schulze. Besonders froh ist er über die Zusage von Philipp Stolte: „Er war zwei Wochen im Urlaub und ist jetzt zurück. Er ist eine absolute Stütze und hat auch schon große Derby-Erfahrung“, lobt Schulze.

Der TSV gehört zwar zu den auswärtsschwächsten Teams der Liga, aber nach dem Rosenthal-Spiel sieht der Coach die Barriere in den Köpfen als durchbrochen an - deshalb wird seine Mannschaft auch zu hundert Prozent auf Sieg spielen.

Dabei mithelfen nach langer Verletzung kann vielleicht auch Henning Kemmer: „Er ist wieder ins Training eingestiegen, ob es für Sonntag schon reicht, müssen wir abwarten. Aber Tim Seidel war auch sehr stark in den letzten Spielen, da mache ich mir keine Sorgen.“

BSC Bülten - Falke Rosenthal (Samstag, 15 Uhr). Der letzte Sieg der Bültener liegt fast zwei Monate zurück (2:1 gegen Bettmar). „Wir haben ein junges Team mit viel Potential, aber die Erfahrung fehlt. Wir spielen gut und haben auch Chancen, aber die nutzen wir nicht. Gerade bei engen Spielen wie zuletzt ist das ärgerlich“, begründet Bültens Spielertrainer René Hauer die Ergebniskrise.

Auch gegen Rosenthal erwartet Hauer, selbst ehemaliger Falke, eine enges Partie. Sorgen bereiten ihm jedoch einige Ausfälle. Außer Torjäger Patrick Frühling fehlen Kai Ulbrich (beide rotgesperrt), Marius Kitroschak und Patrick Dreißigacker (beide verletzt). „Aber wir haben einen großen Kader, und auch die Jungs aus der Zweiten sind heiß, uns zu unterstützen, deshalb wollen wir auch zu Hause endlich wieder gewinnen!“

Punkten wollen aber auch die Gäste. Denn nachdem die Falken aus sieben Spielen 19 Punkte eingefahren hatten, gab es zuletzt gegen Münstedt den ersten Dämpfer. „Das war ein gutes Spiel. Beim 2:1 für Münstedt hatten wir Pech, da hätte man auch auf Foul entscheiden können“, sagt Rosenthals Trainer Steffen Arnecke, der aber insgesamt zufrieden ist. „Wir haben Punkte geholt, die ich vorher nicht unbedingt eingeplant hatte - diesen positiven Lauf wollen wir lange aufrechterhalten.“

Möglichst viele Punkte holen, bevor die Witterung das Weiterspielen unmöglich macht, ist das Ziel der Falken - am besten bereits am Sonntag. „Spielerisch kann ich die Bültener nicht einschätzen, es ist aber eine junge, kampfstarke Truppe, die auch läuferisch gut dabei ist.“ Positiv stimmt den Falken-Coach, dass sich die Verletzungssituation entspannt hat.