12. Oktober 2021 / 17:00 Uhr

"Das ist top": Wolfsburg-Coach van Bommel schwärmt vom neuen Trainingsgelände

"Das ist top": Wolfsburg-Coach van Bommel schwärmt vom neuen Trainingsgelände

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Lobt das neue Trainingsgelände des VfL Wolfsburg: Coach Mark van Bommel.
Lobt das neue Trainingsgelände des VfL Wolfsburg: Coach Mark van Bommel.
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Es ist zwar noch nicht ganz fertig, aber am Dienstag trainierten die Profis des VfL Wolfsburg erstmals wieder auf dem Trainingsgelände vor dem VfL-Center. Trainer Mark van Bommel verglich die neuen Trainingsmöglichkeiten mit denen des FC Bayern München.

Da, wo die VfL-Profis sonst schwitzen, tobten sich lange große Baufahrzeuge aus und bewegten auf dem Trainingsgelände hinter der VW-Arena Tonnen an Erdreich. Vergangenheit. Am Dienstag weihten die Spieler des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten das umgebaute Gelände ein. Hinterher verglich Trainer Mark van Bommel die neuen Trainingsmöglichkeiten mit denen von Rekordmeister Bayern München. "Das ist top. Solche Plätze – das sieht man nicht oft“, lobte der VfL-Trainer, der von Sommer 2006 bis zum Januar 2011 für die Bayern gespielt hatte.

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Und zum FCB schauen fast alle auf, wenn es etwa um Erfolge, Stadion und Infrastruktur geht. Jetzt darf auch nach Wolfsburg geschaut werden. „Es sind ja nicht nur ein oder zwei tolle Plätze, die wir hier haben. Es sind fünf Stück“, sagte der Trainer und dachte an den Platz in der VW-Arena, den im AOK-Stadion, an das Grün neben diesem kleinen Stadion, auf dem immer das Geheimtraining stattfindet, an den vor der VW-Arena und eben an die beiden neuen Plätze auf dem Gelände vor dem VfL-Center. „Das sind Bedingungen, wie man es sich wünscht“, meinte van Bommel und lobte vor allem das neue Grün. Ob der Rasen aus Holland ist, wusste er nicht ganz genau, das war ihm aber auch nicht so wichtig – wichtiger ist ihm die Qualität des Grüns. „Die Menschen hier sind Tag und Nacht damit beschäftigt – das ist Liebe und Energie. Deswegen ist der Rasen bei uns so gut“, lobte van Bommel VfL-Chef-Greenkeeper Peter Sauer und dessen Team.

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Auf dem umgestalteten Gelände wurde ein Platz (alle Felder haben jetzt Hybrid-Rasen und Rasenheizung) im Vergleich zu vorher gedreht, damit wurde neuer Raum geschaffen, um weitere Projekte realisieren zu können. Vor dem Hügel der Leiden, auf dem die Profis unter VfL-Meistertrainer Felix Magath geschwitzt hatten, entstanden ein Speedcourt (ein eingezäunter Mini-Platz) und ein Basketballplatz. Zudem wird noch ein gesonderter Bereich für die Torhüter und ein neues Gebäude inklusive Kraftraum gebaut. Wann die letzten Bauarbeiten fertig sind, ist noch offen.

Aber schon jetzt sind die Bedingungen top. „Für den Weg, den wir gehen, brauchen wir eine der besten Infrastrukturen der Liga“, sagt Sportdirektor Marcel Schäfer und denkt dabei an das Verpflichten von Top-Talenten, die dann in Wolfsburg zu Top-Spielern reifen sollen. Im Sommer 2020 hatten die Wolfsburger das mit den Transfers von Maxence Lacroix, Bartosz Bialek oder Ridle Baku untermauert, in diesem Sommer waren junge, hungrige Spieler wie Micky van de Ven, Aster Vranckx, Lukas und Felix Nmecha gekommen.

„Man kann viel erzählen, wenn der Tag lang ist: Aber wenn man unsere Infrastruktur hier sieht, dann ist klar, dass das bei uns keine leeren Phrasen sind, sondern wir wollen das Ganze auch mit Leben füllen“, sagt Schäfer über das neu gestaltete Gelände. „Wir wollen von der Infrastruktur immer zu den Top-Standorten gehören, weil das auch einer unserer Trümpfe ist.“ Ein Trumpf, wenn es darum geht, weitere Top-Talente nach Wolfsburg zu lotsen.

Übrigens: Bei der ersten Einheit auf dem neuen Grün ließ van Bommel Elf gegen Elf spielen. Während des Spiels gab es einen lustigen Fauxpas: Linksverteidiger Paulo Otavio wollte einen Einwurf machen. Aber: Dem Brasilianer rutschte die Kugel etwas aus den Händen – und so landete der Ball nicht bei Daniel Ginczek, sondern am Kopf von Co-Trainer Michael Frontzeck, der für einen kurzen Moment etwas grimmig schaute, dann aber Otavio in den Arm nahm. Die Spieler lachten laut, van Bommel ebenfalls. Und Frontzeck nahm es mit Humor: „Um mich muss man sich keine Sorgen machen.“