26. März 2020 / 21:13 Uhr

Das Kicker-Tagebuch: Friseure haben zu - da muss schon mal die Freundin ran...

Das Kicker-Tagebuch: Friseure haben zu - da muss schon mal die Freundin ran...

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Tagebuch
Ließ sich von seiner Freundin die Haare mit der Küchenschere schneiden: MTVer Kim Kemitz. © Privat
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Die Corona-Krise hat große Auswirkungen auf die Gesellschaft, auch an Fußball ist nicht zu denken. Training fällt aus, Spieltage wurden abgesagt. Daher begleiten wir in dieser Woche drei Akteure aus den Kreisen Gifhorn und Wolfsburg in ihrem "neuen" Alltag.

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Kein Sport, kaum soziale Kontakte und arbeiten im Home Office: Das Leben vieler Menschen ist derzeit eingeschränkt. Auch der Alltag der Fußballer aus der Region hat sich massiv verändert. Sowohl bei Kim Kemnitz von Oberligist MTV Gifhorn als auch bei Andrea Rizzo von Lupo/Martini Wolfsburg (Oberliga) und Nicolas Müller (FSV Vorhop/Schönewörde) hat sich das Leben verändert - auch die Friseure haben zu, da muss dann auch schon mal die Freundin zur Schere greifen...

Kim Kemnitz MTV Gifhorn (1)

Kim Kemnitz (MTV Gifhorn)

Ich habe wie gewohnt zunächst gearbeitet bis 16.30 Uhr und habe dann auf unserem Balkon weiter gearbeitet - da muss auch noch ein Sichtschutz angebracht werden. Und dann war ich mutig: Meine Haare waren schon so lang, aber meinen Friseur-Termin konnte ich wegen Corona leider nicht mehr wahrnehmen. Also hat meine Freundin mir zum ersten Mal die Haare geschnitten. Ich muss sagen, ich bin da schon sehr eigen und gehe seit 15 Jahren zur selben Friseurin. Aber ich habe meiner Freundin vertraut - und es hat es sich ausgezahlt. Sie hat die Haare bewusst nicht vor dem Spiegel geschnitten, sondern im Wohnzimmer. So konnte ich zwar nichts sehen, aber das war vielleicht auch besser so. Letztlich ist sie ja auch diejenige, die die meiste Zeit mit mir verbringen muss (lacht). Aber in dieser Situation gibt es wahrlich Schlimmeres.

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Andrea Rizzo (Lupo/Martini Wolfsburg)

Nach dem Frühstück habe ich erst mal trainiert, dann gab's zum Mittag Pilzrisotto. Abends haben wir dann noch eine Runde Karten gespielt, meine Freundin wollte eine Revanche von Mittwochabend. Ansonsten schränkt Corona uns schon ein, es ist doof, dass die Friseure alle geschlossen sind, wobei meine Haare noch kurz genug sind. Dass meine Freundin mir die Haare schneidet, das traue ich ihr nicht zu (lacht). Wenn das die nächsten Wochen so bleibt, wird es echt problematisch. Aber das Gute ist, dass man sowieso kaum in der Öffentlichkeit steht und es daher fast egal ist, wie man rumläuft. Dass wir so viel zusammen zu Hause sind, genießen meine Freundin und ich. Sonst arbeiten wir beide immer viel, am Wochenende stehen Fußballspiele an.

Nicolas Müller FSV Vorhop Schönewörde

Nicolas Müller (FSV Vorhop/Schönewörde)

(Er half unter der Woche viel in der Landwirtschaft von Vater und Bruder mit, jetzt winkt ein wenig Erholung). Da ich ab Freitag Urlaub habe, hatte ich diesmal einiges zu tun. Ich lasse ungern Sachen über das Wochenende liegen. Was meine Haare angeht, bin nicht so hinterher. Ich habe kein Problem damit, die Haare wochenlang wachsen zu lassen, wenn die Friseure jetzt alle geschlossen sind. Und grundsätzlich lasse ich das sowieso eher von einer Bekannten machen. Also wenn die Kontaktsperre aufgehoben ist, wird erst wieder geschnitten. Meine Freundin schneiden zu lassen, das kommt für mich definitiv nicht infrage (lacht). Ich habe ein paar Freunde, die eine Haarschneidemaschine zu Hause haben, da würde ich eher hingehen.

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