10. Oktober 2021 / 19:45 Uhr

Das Knie! Sorge um Wolter trübt die Freude der Wolfsburger Fußballerinnen

Das Knie! Sorge um Wolter trübt die Freude der Wolfsburger Fußballerinnen

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Gemischte Gefühle: Wolfsburgs Fußballerinnen freuen sich über ein 3:0, allerdings musste Pia-Sophie Wolter verletzt ausgewechselt werden.
Gemischte Gefühle: Wolfsburgs Fußballerinnen freuen sich über ein 3:0, allerdings musste Pia-Sophie Wolter verletzt ausgewechselt werden. © Boris Baschin
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Sorgen um Pia-Sophie Wolter. Die Fußballerin des VfL Wolfsburg hat sich beim 3:0-Sieg gegen den 1. FC Köln möglicherweise schwer am Knie verletzt. Trainer Tommy Stroot ist skeptisch: "Es sieht nicht danach aus, als würde sie so schnell wieder auf dem Platz stehen."

Bei den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg trübt die Sorge um Pia-Sophie Wolter die Freude über den 3:0-Sieg in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln. Kurz vor Spielende musste die Flügelstürmerin gestützt den Platz verlassen - womöglich mit einer Knieverletzung, im schlimmsten Fall könnte eine Schädigung des Bänderapparats für mehrere Wochen oder gar Monate Pause sorgen.

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Für die 23-Jährige, die sich noch auf dem Platz dem obligatorischen Schubladen-Test unterzog, ging es nach dem Abpfiff direkt ins Krankenhaus. "Ich kann noch nichts Genaues sagen, aber jeder hat gesehen, dass es ums Knie geht", so VfL-Trainer Tommy Stroot. Nach dem Chelsea-Spiel wurde Wolter bewusst geschont und erst in der 61. Minute eingewechselt. "Das ist sehr bitter, da wir wussten, wie wir sie in den nächsten Tagen einsetzen wollten", so Stroot. "Es sieht nicht danach aus, als würde sie so schnell wieder auf dem Platz stehen. Wir müssen jetzt abwarten, was die Untersuchungen ergeben."

Mit Alexandra Popp (Knorpelabriss im Knie), Ewa Pajor (Knie-OP), Lynn Wilms (Rückenprobleme), Sara Doorsoun (muskuläre Probleme) und Torfrau Katarzyna Kiedrzynek (Finger-OP) ist die Liste der Verletzten bereits lang.

Das 3:0 zuvor ordnete Stroot als "Pflichtsieg" ein, mit dessen Analyse man sich jetzt nicht groß aufhalten könne. Denn schon am Mittwoch (18.45 Uhr) steht der Heimspiel-Auftakt in der Champions-League-Gruppenphase an, dann ist Servette Genf zu Gast im AOK-Stadion. "Jetzt haben wir 3:0 gewonnen und dementsprechend ist der Haken dahinter gesetzt. Jetzt gilt es, die Akkus schnell wieder aufzuladen und dann wollen wir als nächstes die drei Punkte gegen Genf", so Stroot am Sonntag.

Die Nachbereitung sei nun weniger wichtig, da die Vorbereitung gegen Genf direkt in den Vordergrund rückt. Dennoch, so der 32-Jährige, "nehmen wir hier relativ viele Dinge, wie beispielsweise die Passqualität, wieder mit. Wir hatten vorne ein bisschen durchgewechselt, da mussten wir den Mädels etwas Zeit geben." An einem Erfolg zweifelte der Trainer nicht. Stroot: "Wir wissen, wenn wir so Fußball spielen, bekommen wir in der zweiten Halbzeit mehr Räume als in der ersten. Das war heute auch der Fall - das hätten wir in einigen Phasen durchaus mehr abstrafen können."

Torschützin Jill Roord hat nie am Sieg gezweifelt. "Es war kein leichtes Spiel und es hat ein bisschen gedauert, bis die Tore gefallen sind", weiß die Holländerin, aber: "Ich hatte immer das Gefühl, dass wir das heute gewinnen." Zu Beginn startete Roord als einzige Sturmspitze, rückte später aber zurück auf die Sechs. Da, so Roord, "gab es dann viel mehr Raum für mich. Es ist immer vom Spiel abhängig, aber heute war es besser für mich. Das hat dann richtig Spaß gemacht, da wir auch viel Ballbesitz hatten."