25. August 2021 / 14:25 Uhr

"Das letzte Spiel lief ganz gut...": Wolfsburgs Philipp denkt gern an Leipzig

"Das letzte Spiel lief ganz gut...": Wolfsburgs Philipp denkt gern an Leipzig

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Denkt gern ans letzte Duell mit RB Leipzig: Maximilian Philipp vom VfL Wolfsburg.
Denkt gern ans letzte Duell mit RB Leipzig: Maximilian Philipp vom VfL Wolfsburg. © Roland Hermstein
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Zwei Spiele, zwei Siege, Erster - der VfL Wolfsburg ist gut in die neue Fußball-Bundesliga-Saison gestartet. Am Sonntag kommt RB Leipzig. Maximilian Philipp denkt da gern ans letzte Duell der beiden Klubs...

Der VfL am Sonntag (17.30 Uhr) gegen RB Leipzig – da denken die Wolfsburger Fans gern an das letzte Duell beider Klubs. Der Grund: Mit dem 2:2 am 16. Mai bei RB machte der VfL die Champions-League-Quali perfekt. Überragend dabei: Maximilian Philipp, der damals einen Doppelpack schnürte, seinen ersten für den VfL. „Das letzte Spiel lief ganz gut, auch für mich persönlich“, sagt der 27-Jährige grinsend.

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Sein 1:0 damals: sehenswert. Zuspiel Maximilian Arnold zu Mili, wie Philipp nur gerufen wird, Annahme mit links, halbe Drehung und dann mit rechts oben rechts hinein ins Glück. Ein Traumtor. „Das war ein schönes Spiel für uns, auch für mich persönlich war das ein Highlight“, sagt der Offensivmann. „Aber das jetzt wird ein ganz anderes Spiel.“ Daher dürfe man, auch wenn es schön gewesen sei, nicht zu viel an das tolle letzte Duell denken. „Leipzig ist wieder sehr stark im Pressing. Gegen Stuttgart waren sie brutal gut. Das wird eine Riesen-Herausforderung für uns“, so Philipp.

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Wichtig sei es, den Ball selbst gut laufen zu lassen, selbst schnell zu spielen. „Man wird nicht viel Zeit haben, weil sie dir dann mit ein, zwei Mann auf den Füßen stehen.“ Deswegen müsse man schnell denken und handeln. „Das liegt mir“, sagt Philipp, der natürlich nichts dagegen hätte, wenn es wieder so läuft wie Mitte Mai, der VfL aber diesmal den Dreier schafft.

Er selbst will dabei mithelfen, dass die Wolfsburger in dieser Saison mehr Tore erzielen. Philipp, beim VfL der zentrale Mann in der offensiven Dreierreihe hinter Sturm-Star Wout Weghorst, will die Kugel öfter auch mal aus der Distanz aufs Tor knallen. Im Trainingslager in Bad Waltersdorf hatten Coach Mark van Bommel und sein Trainerteam in den Trainingsspielen Philipp immer wieder aufgefordert, mehr aufs Tor zu schießen, wofür er vollstes Verständnis hat. „Ich finde, ich habe einen sehr guten Schuss – einen der besten bei uns in der Mannschaft. Aber ich zeige das zu selten, weil ich jemand bin, der in diesen Momenten gern mal abspielt, die bessere Option sucht, die vielleicht gar nicht vorhanden ist." Er müsse in diesen Szenen egoistischer werden. "Das muss ich mir ankreiden“, sagt Philipp selbstkritisch.

Sechs Tore und zwei Vorlagen waren Philipp in 26 Pflichtspielen im vergangenen Jahr gelungen. Wie lautet das Ziel für diese Spielzeit? „Ich habe mir kein Ziel gesetzt, aber ich hätte gern, dass es in Sachen Tore zweistellig wird und bei den Assists möchte ich ein paar mehr haben als im vergangenen Jahr“, so Wolfsburgs Nummer 17.

Der VfL hatte den im vergangenen Jahr von Dinamo Moskau zunächst ausgeliehenen Philipp im Sommer fest verpflichtet, in den ersten beiden Liga-Spielen stand Philipp in der Startelf. Aber: Mit Luca Waldschmidt haben die Wolfsburger einen weiteren flexibel einsetzbaren Offensivmann verpflichtet. Macht sich Philipp jetzt Sorgen um seinen Platz? „Nein, so ist der Fußball. In dem Geschäft herrscht viel Konkurrenz, man kann sich nie sicher sein“, sagt der VfL-Profi ganz unaufgeregt. „Wir wissen aber auch, wir haben viele Spiele, daher werden beide zum Einsatz kommen. Jedes Spiel zu machen, ist schwer. Mal schauen, wie und was sich der Trainer da überlegt.“ Philipp lobte den Neuzugang gar: „Wir ticken, glaube ich, ähnlich, so wie ich ihn jetzt kennengelernt habe. Er war ja auch in Freiburg, da kennt man die Charaktere. Er ist ein bodenständiger Junge und ein sehr guter Spieler. Ich freue mich auf ihn.“