22. November 2020 / 19:19 Uhr

Das sagt Spielausschuss-Chef Steffen Misdziol zum Fußball-Aus für 2020

Das sagt Spielausschuss-Chef Steffen Misdziol zum Fußball-Aus für 2020

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Steffen Misdziol, Spielausschuss-Chef im Fußballkreis Oberhavel/Barnim.
Steffen Misdziol, Spielausschuss-Chef im Fußballkreis Oberhavel/Barnim. © Christoph Brandhorst
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Der Herr über den Spielbetrieb im Fußballkreis Oberhavel/Barnim hatte den Schritt schon befürchtet. Ein reguläres Saisonende sei nur mit Unterstützung der Vereine möglich.

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Was am späten Freitagabend Gewissheit wurde, hatte Steffen Misdziol schon lange geahnt. „Ich habe befürchtet, dass in diesem Jahr kein Ball mehr rollt“, sagt der Spielausschuss-Vorsitzende des Fußballkreises Oberhavel/Barnim. Diese Tendenz sei lange vorher deutlich geworden. „Bis zum 30. November war der Spielbetrieb ja sowieso schon ausgesetzt, dann hatte der Landesverband den Vereinen eine Vorlaufzeit von mindestens zehn Tagen eingeräumt“, rechnet er vor, dass es ohnehin nur noch wenig Spielraum für Spiele im Dezember gegeben hätte.

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Den Funktionär überrascht allerdings ein plötzlicher Kurswechsel des FLB: „Bis dato war es ja die Politik des Landesverbandes, recht kurzfristig über weitere Schritt zu entscheiden“, sagt Misdziol. So seien etwa die Partien zunächst nur bis zum 15. November offiziell abgesetzt worden, obwohl eigentlich klar gewesen sei, dass bis Monatsende nichts mehr geht. „Dass man sich nun, noch bevor auf politischer Ebene neue Beschlüsse gefasst wurden, ohne Not zu diesem sehr konsequenten Schritt entschlossen hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen“, sagt der Hennigsdorfer. Auf der anderen Seite herrsche nun Planungssicherheit für die Vereine.

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Auf deren Kompromissbereitschaft wird es auch ankommen, wenn die Saison noch zu einem regulären Ende gebracht werden soll. „Der Dezember bringt uns nicht um, da haben wir mit unseren überwiegend 12er- oder 14er-Staffeln noch Spielraum.“ In der Frühjahrsrunde könne man vorne und hinten noch etwas dranhängen, in den Sommermonaten etwa auch unter der Woche spielen, dazu an Feiertagen wie Ostern und Pfingsten. Das erfordere Flexibilität. „Aber ich gehe davon aus, dass die Masse unserer Vereine auch Fußball spielen will“, sagt Misdziol. Über alternative Szenarien mache er sich derzeit noch keine Gedanken. „Wir sind bislang gut damit gefahren, uns dem FLB anzupassen.“ chb