12. August 2019 / 16:58 Uhr

Das „schlummernde Talent“ von Timo Ruppert

Das „schlummernde Talent“ von Timo Ruppert

Nico Schwieger
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Einmal Feldspieler, einmal Torwart: Timo Ruppert kann beides. Mit den A-Junioren der JSG Rosenthal/Schwicheldt spielte er vergangene Saison in der Bezirksliga, nun läuft er für Herren-Kreisligist Herta Equord auf.
Einmal Feldspieler, einmal Torwart: Timo Ruppert kann beides. Mit den A-Junioren der JSG Rosenthal/Schwicheldt spielte er vergangene Saison in der Bezirksliga, nun läuft er für Herren-Kreisligist Herta Equord auf. © Fotos: Isabell Massel/privat
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Eigentlich ist Timo Ruppert vom SV Herta Equord auf dem Feld zu Hause. Seit dem Vorbereitungsbeginn muss er allerdings zwischen die Pfosten. Im ersten Pflichtspiel spielte er zu null. Im zweiten gegen den TSV Schwicheldt musste er zwar viermal hinter sich greifen, parierte aber einen Elfmeter und hielt auch sonst glänzend.

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Eigentlich ist Timo Ruppert vom SV Herta Equord auf dem Feld zu Hause. Seit Beginn der Vorbereitung muss er allerdings zwischen die Pfosten – und dort machte er seine Sache gut. Im ersten Pflichtspiel der Fußball-Kreisliga blieb Ruppert sogar ohne Gegentreffer. Im zweiten gegen Topfavorit RW Schwicheldt hielt er ebenfalls glänzend, wofür er zu Peines Helden der Woche gewählt wurde. Der 18-Jährige parierte in der Partie auch einen Strafstoß, viermal hinter sich greifen musste er dennoch. Im Interview verrät er, wie seine Pläne für die nächsten Spiele und die Saison aussehen.

Timo, gegen Schwicheldt hatte Ihre Mannschaft beim 0:4 keine Chance. Wie hoch hätten Sie verloren, wenn Sie nicht im Tor gestanden hätten?

Da gab es unterschiedliche Meinungen. Die Schwicheldter meinten, dass es zweistellig geworden wäre. Ich denke, dass ich an einem schlechteren Tag vielleicht sechs Gegentore bekommen hätte. Aber unser richtiger Torwart Matthias Hartig hätte bestimmt auch einige Dinger rausgeholt.

Was hat Ihr Trainer nach dem Spiel zu Ihnen gesagt?

Mein Trainer René Görke hat mich gefragt, seit wann ich dieses schlummernde Talent habe (lacht). Mit sechs Jahren habe ich schon einmal im Tor gestanden, aber das kann man nicht vergleichen. Auch die Mannschaft war glücklich über meine Leistung.

Warum stehen Sie seit Saisonbeginn im Tor?

Ich habe meine Torwarthandschuhe immer in der Tasche, falls der Torwart mal ausfällt. Das mache ich seit der B-Jugend so. Im ersten Spiel des Gemeindepokals kam mein Trainer auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich ins Tor gehen kann, da Matthias verletzt ist. Bei dem Spiel habe ich überzeugt und durfte deshalb auch zwischen den Pfosten bleiben.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Schwicheldts Elfmeterschütze René Rieger zum Ball lief?

Nicht wirklich viel. Ich bin einfach stehen geblieben, weil ich in die Ecken sowieso nicht komme (lacht). René hat in die Mitte geschossen – und ich habe den Ball einfach gefangen. Ich kenne ihn schon länger, und er war beim TSV auch für kurze Zeit mein Trainer. Ich habe acht Jahre bei Schwicheldt in der Jugend gespielt und bin immer noch mit Zweitspielrecht in der A-Jugend aktiv.

Auf welcher Position fühlen Sie sich sonst am wohlsten?

Seit der C-Jugend habe ich in der Innenverteidigung gespielt. Am wohlsten fühle ich mich aber im zentralen Mittelfeld. Denn dort kann man das Spiel gestalten, viele Pässe spielen, aber auch mal der Abräumer vor der Abwehr sein. Die Sechs ist die beste Position, weil man am kreativsten sein muss.

Sie spielen jetzt Ihre erste Herrensaison. Wie wurden Sie von der Mannschaft aufgenommen?

Sehr herzlich. Das ist wirklich eine geile und junge Truppe. Wir haben uns für diese Saison einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel gesetzt – und mit dieser Mannschaft können wir das auch locker schaffen. Es ist einfach klasse, in diesem Team zu spielen.

Was haben Sie sich persönlich für die Saison vorgenommen?

Eigentlich wollte ich mich in der ersten Herren ein bisschen zurückhalten, weil ich in der A-Jugend noch aktiv sein will. Das hat am Anfang aber ja nicht wirklich geklappt (lacht). Trotzdem möchte ich jedoch alles für die Mannschaft geben, damit wir unser Ziel erreichen. Und vielleicht das eine oder andere Tor schießen oder vorlegen, wenn ich wieder draußen spiele.

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