25. August 2021 / 23:35 Uhr

Das sind die 21 möglichen Champions-League-Gegner für den VfL Wolfsburg

Das sind die 21 möglichen Champions-League-Gegner für den VfL Wolfsburg

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Von Barca bis Benfica, von Mailand bis Manchester: Auf Wolfsburg warten in der Champions League Top-Teams.
Von Barca bis Benfica, von Mailand bis Manchester: Auf Wolfsburg warten in der Champions League Top-Teams. © vfl
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Seit Mittwochabend ist die Qualifikation beendet, alle Teilnehmer der Champions-League-Gruppenphase stehen fest. Damit ist auch klar, welche 21 Teams als Gegner für den VfL Wolfsburg möglich sind. Ausgelost wird am Donnerstagabend in Istanbul.

Drei aus 21 – oder genauer: dreimal eins aus sieben. Das ist die Formel, nach der heute die Champions-League-Gegner des VfL Wolfsburg ermittelt werden. Bei der Auslosung um 18 Uhr in Istanbul liegt der Bundesliga-Vierte der Vorsaison in Lostopf 4, aus den andern drei Töpfen wird jeweils ein Team den Niedersachsen zugelost. Mit dem Abpfiff des letzten Qualifikationsspiels am späten Mittwochabend stehen nun alle Töpfe fest. Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen zur Auslosung.

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Wo kann man gucken?

Unter anderem beim Streaming-Dienst DAZN, außerdem gibt es auf zdf.de und auf UEFA.com einen Livestream. Moderiert wird die Auslosung von der deutschen TV-Reporterin Laura Wontorra, im Rahmen der Veranstaltung werden zudem auch die UEFA-Awards – unter anderem Spielerin und Spieler des Jahres – verliehen. Der SPORTBUZZER bietet einen Liveticker zur Auslosung der Gruppenphase an. Ab 18 Uhr könnt ihr hier die Ziehung der Champions League verfolgen.

Wer wird VfL-Gegner?

In jedem Lostopf sind acht Teams, Wolfsburg selbst ist in Topf 4, die Gegner kommen aus den anderen Töpfen, in denen jeweils ein weiteres deutsches Team liegt – Bayern in Topf 1, Dortmund in Topf 2, Leipzig in Topf 3. Da Duelle von Mannschaften aus einem Land ausgeschlossen sind, bleiben aus diesen drei Töpfen jeweils sieben potenzielle VfL-Gegner übrig. Spanien ist als einziges Land mit fünf Klubs im Rennen – die Wahrscheinlichkeit, dass es für Wolfsburg gegen einen Vertreter der Primera Division geht, ist also vergleichsweise hoch.

Die möglichen VfL-Gegner aus Top 1: FC Chelsea, FC Villarreal, Manchester City, Atletico Madrid, Inter Mailand, LOSC Lille, Sporting Lissabon

Die möglichen VfL-Gegner als Topf 2: Real Madrid, FC Barcelona, Juventus Turin, Paris Saint-Germain, Manchester United, FC Liverpool, FC Sevilla

Die möglichen VfL-Gegner aus Topf 3: FC Porto, Ajax Amsterdam, Atalanta Bergamo, Zenit St. Petersburg, Benfica Lissabon, RB Salzburg, Schachtjar Donezk


Warum sind die Top-Teams nicht in Topf 1?

Nur die Töpfe 2, 3 und 4 werden streng nach der UEFA-Klubrangliste (Fünfjahreswertung) bestückt. In Topf 1 dagegen befinden sich die Meister der sechs besten Länder sowie die amtierenden Sieger der Champions League (Chelsea) und der Europa League (Villarreal) - unabhängig von deren Ranglistenplatz. Lille und Atletico Madrid sind darum beispielsweise in Topf 1, PSG und Real (in der Vorsaison jeweils nur Vizemeister) in Topf 2.

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Gibt es noch mehr Einschränkungen bei der Auslosung?

Ja. Die wichtigste aus VfL-Sicht: Die vier deutschen Vertreter werden so gelost, dass jeweils zwei von ihnen am Dienstag und zwei am Mittwoch spielen – die TV-Partner wollen das so. Konkret heißt das: Zwei Bundesliga-Klubs werden in den Gruppen A,B,C oder D spielen; die beiden anderen in den Gruppen E, F, G oder H.

Kann der VfL auf alte Bekannte treffen?

Aber ja – denn die sind reichlich vertreten. Manchester United etwa war 2009 und 2015 Gruppengegner der Wolfsburger, Real Madrid war es 2016 im Viertelfinale. Gegen Inter Mailand setzte sich der VfL 2015 in der Europa League durch, 2009 scheiterte er im UEFA-Cup an Paris Saint-Germain, das damals noch ein normaler Klub war. Unter anderem auch gegen Lille (EL-Gruppenphase 2014), Sporting Lissabon (EL-Zwischenrunde 2015) und Villarreal (EL-Zwischenrunde 2010) musste der VfL schon ran – und war jeweils erfolgreich. In seiner ersten Europacup-Saison war der VfL 1999 an Atletico Madrid gescheitert. 2020 war in der Europa League gegen Donezk Endstation.

Gibt es Wolfsburger Wunschgegner?

Auf die Frage „Wer soll‘s denn sein?" gibt es verschiedene Antworten. Wout Weghorst würde gern mal in Barcelona spielen, Maxence Lacroix wünscht sich „eine Gruppe, in der wir weiterkommen können", Kapitän Koen Casteels würde sich über „einen Top-Gegner freuen – und zwei weitere Gegner, gegen die wir um den zweiten Platz spielen können“. Maximilian Philipp sagt: „Ich würde gern mal bei Manchester United spielen. Die Stimmung und das ganze Drumherum – schon geil.“ Dass der VfL diesen Gegner schon zweimal hatte, war ihm neu. „Echt?“, fragte er in dieser Woche grinsend zurück. Und fügte hinzu: „Aller guten Dinge sind drei…"

Wie sind die Wolfsburger Aussichten?

Reden wir nicht drumherum: schlecht. Denn schon lange ist klar, dass da drei richtige Hochkaräter auf den VfL zukommen können – beispielsweise Manchester City, Real Madrid und der FC Porto. Oder Chelsea, Paris und Ajax Amsterdam. Oder drei ähnlich dicke Brocken. "Wenn du in Topf 4 bist, dann ist schon vor der Auslosung klar, dass du in keinem Spiel Favorit sein wirst“, weiß auch Manager Jörg Schmadtke. Der Anspruch des VfL sei allerdings schon, mindestens Dritter in der Gruppe zu werden, um zumindest in die K.o.-Phase der Europa League zu kommen. An dieser Zielsetzung, so Schmadtke, "wird auch die Auslosung wahrscheinlich nichts ändern".