14. Februar 2020 / 20:14 Uhr

"Das sind wir den Fans schuldig“: 96 mit Herz und Konzentration gegen den HSV 

"Das sind wir den Fans schuldig“: 96 mit Herz und Konzentration gegen den HSV 

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kenan Kocak will mit Hannover 96 mittelfristig dorthin, wo der Hamburger SV gerade steht: nach oben. 
Kenan Kocak will mit Hannover 96 mittelfristig dorthin, wo der Hamburger SV gerade steht: nach oben.  © imago images/Future Image
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Hannover 96 will sich mittelfristig in den Bereichen bewegen, in denen der Hamburger SV aktuell weilt. Zuvor gilt es für Trainer Kenan Kocak und seine Mannen jedoch, aus der brenzligen Situation herauszukommen. Tabellarisch kann 96 nicht mithalten, aber dennoch für einen Spieltag der große HSV sein.

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Wie schnell das geht. Der Winterblues legte sich nach dem 2:2 gegen Wiesbaden über Hannover. Die Fans rätselten, wie oder gegen wen 96 überhaupt noch gewinnen könne. Diese seltsam unharmonisch komponierte Mannschaft rockte nur eine Woche später das Stadion in Fürth. 3:1, in Unterzahl, mit tollen Treffern und viel Teamgeist.

Jetzt kommt der Star der 2. Liga nach Hannover. Die HDI-Arena ist ausverkauft gegen den HSV. 49. 000 Zuschauer, 15 .000 davon aus Hamburg. So eine Bühne hat Kenan Kocak in seiner Karriere noch nicht betreten.

Die Kulisse ist erstligareif für die Show „Wer ist hier der große HSV?“. Kocak fremdelt im Vorfeld noch ein wenig mit dem großen Aufgebot. „Ich habe momentan andere Fragezeichen. Wir haben uns keine Gedanken darüber gemacht, wie das Feeling sein könnte.“

Diese Spieler spielten für Hannover 96 und den Hamburger SV

Beim VfL Bochum gelang <b>Vahid Hashemian</b> der große Durchbruch. Vorher hatte er allerdings von 1999 bis 2001 zwei Spielzeiten beim Hamburger SV verbracht. Über den FC Bayern München, wo sich der Iraner nicht durchsetzen konnte, wechselte er zu Hannover 96, wo weine Bilanz mit 11 Treffern in 85 Spielen verhalten ausfiel. Zur Galerie
Beim VfL Bochum gelang Vahid Hashemian der große Durchbruch. Vorher hatte er allerdings von 1999 bis 2001 zwei Spielzeiten beim Hamburger SV verbracht. Über den FC Bayern München, wo sich der Iraner nicht durchsetzen konnte, wechselte er zu Hannover 96, wo weine Bilanz mit 11 Treffern in 85 Spielen verhalten ausfiel. ©
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„Mir hat gefallen, wie sie als Mannschaft gearbeitet haben."

Der Hamburger Trainer Dieter Hecking hat sich das neue 96-Gemeinschaftsfeeling beim 3:1 in Fürth genau angesehen. „Man hat gemerkt, dass sich Hannover viel vorgenommen hatte“, sagte Hecking. „Mir hat gefallen, wie sie als Mannschaft gearbeitet haben. Dazu hatte Ron-Robert Zieler einen Sahnetag, das braucht man dann auch mal, um einen Negativlauf zu beenden.“

Die Sahne auf dem Nordgipfel, die braucht 96 am Samstag gegen den Topsturm der Liga (45 Tore) auch – eigentlich sogar immer. Zielers Leistung wie in Fürth „muss normal sein“, sagt beispielsweise 96-Stürmerlegende Dieter Schatzschneider.

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„Trampolinschuhe“ und „Federfußball“

Fast schon unnormal sind die vielen Ausfälle in der 96-Abwehr. Felipe fällt aus, Josip Elez ist gesperrt. Rein körperlich betrachtet haben die Hamburger den größeren HSV. Kocak hat noch Hoffnung, dass Marcel Franke mit seinen 1,93 Metern nach erneuten Knieprobleme fit genug wird, um beispielsweise Torjäger Lukas Hinterseer (1,92) an Kopfballtoren zu hindern.

Kocak dachte schon scherzhaft über „Trampolinschuhe“ und „Federfußball“ nach. Weil auch der 96-Trainer nicht die Fähigkeit habe, seine Profis in die Länge zu ziehen, „müssen wir es anders versuchen, mit Herz und Konzentration“.

Die restlichen Spiele von Hannover 96 in der Saison 2019/20 in der 2. Bundesliga

Die Heim- und Auswärtsspiele von Hannover 96 in der Saison 2019/20 im Überblick. Zur Galerie
Die Heim- und Auswärtsspiele von Hannover 96 in der Saison 2019/20 im Überblick. ©

"Das sind wir den Fans schuldig.“

Herz wird das Mindeste sein, was die 96-Fans erwarten. „Es lohnt sich, sich für alle, sich für die Fans zu zerreißen“, sagt Kocak, „ob es 50. 000 oder ob es 5.000 sind. Das sind wir den Fans schuldig.“

Tabellarisch betrachtet kann 96 mit den Hamburgern nicht mithalten. „Wir wollen uns mittelfristig auch in den Bereichen bewegen“, erklärt der 96-Trainer. „Aber wir wollen erst mal aus der brenzligen Situation rauskommen. Wir überlegen, wie wir diese Mission erfüllen.“ Für einen Spieltag der große HSV zu sein, das wär doch schon was.

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