24. April 2022 / 20:41 Uhr

"Das sind wir nicht": Stuttgart-Boss Mislintat erschrocken über Leistung bei Hertha-Pleite

"Das sind wir nicht": Stuttgart-Boss Mislintat erschrocken über Leistung bei Hertha-Pleite

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat wirkte nachdem Spiel gegen Hertha BSC sichtlich mitgenommen. 
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat wirkte nachdem Spiel gegen Hertha BSC sichtlich mitgenommen.  © IMAGO/Matthias Koch
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Der VfB Stuttgart muss wieder deutlich mehr um den Abstieg bangen. Beim direkten Konkurrenten Hertha BSC setzte es am Sonntagabend eine 0:2 Pleite. Der erste Nichtabstiegsplatz ist nun vier Punkte entfernt. Sportdirektor Sven Mislintat findet nach der Partie deutliche Worte.

Die mitgereisten Stuttgarter Fans waren aufgebracht. Nach der 0:2 (0:1)-Auswärtspleite gegen Hertha BSC mussten sich die Schwaben ihren bedienten Fans stellen und konnten sich für die schwache Leistung nur entschuldigen: "Das tut uns auch leid. Die nehmen einen weiten Weg auf sich. Wir belohnen sie nicht dafür mit so einer schlechten ersten Halbzeit", sagte Stuttgart-Profi Waldemar Anton nach dem Spiel bei DAZN. "Wir haben die erste Halbzeit ganz klar verschlafen. Wir müssen von Anfang an da sein. Dann passiert so etwas nicht.“ Was passiert ist? Nach dem Gegentreffer durch Davie Selke (4. Minute) wirkte der VfB kraft- und antriebslos und erzielte trotz besserer zweiter Hälfte kein Tor. Die Konsequenz: Mit nun vier Punkten Rückstand Rang 15 (Hertha) und nur zwei Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz (Bielefeld) bleibt Stuttgart auf dem Relegationsplatz stecken.

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Eine Ausgangslage, die Sportdirektor Sven Mislintat sichtlich weh tut. "Wir haben 30 Minuten gespielt: Die sind wir nicht. Das hat mir nicht gefallen", fand der Stuttgart-Boss klare Worte. Ausreden wolle er für eine solch schwache Leistung im Abstiegskampf beim direkten Konkurrenten nicht akzeptieren. "Man kann klassische Erklärungen anführen wie Druck, wie hartes Spiel, wie Atmo, wie frühes Gegentor – nein, das ist es nicht. Das sind wir nicht. Das haben wir nicht gut gemacht", stellte Mislintat fest. "In der zweiten Halbzeit haben wir es so gespielt, wie man es annehmen muss. Aber die erste Halbzeit war nicht in Ordnung."

Hoffnung macht den Stuttgartern einzig der viel mutigere Auftritt der VfB-Elf im zweiten Durchgang. Die Berliner überstanden schwierige Phasen und stemmten sich auch fortan erfolgreich gegen den Ausgleich. Der eingewechselte Ishak Belfodil machte in der Nachspielzeit (90.+3) alles klar. Stuttgart droht am kommenden Wochenende nun den direkten Klassenerhalt rechnerisch nicht mehr erreichen zu können. Ein Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg muss dringend her: "Wir setzen den ganzen Fokus darauf und versuchen drei Punkte zu holen und das ist jetzt erstmal das Entscheidende und Wichtige", schwor Anton seine Teamkollegen an. Mislintat ergänzte: "Wir müssen am Ende nach vorne gucken. Das müssen wir auch tun, weil: Aufgeben gibt’s nicht. Es sind neun Punkte zu vergeben." Punkte, die der VfB so dringend wie nie benötigt.

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