30. März 2017 / 08:27 Uhr

Das Supercup-Finale steigt in Leipzig ...

Das Supercup-Finale steigt in Leipzig ...

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Bayern-Star Arturo Vidal stemmt den Supercup in die Höhe. Findet das Spektakel zum Saisonstart 2017 in der Red-Bull-Arena statt?
Bayern-Star Arturo Vidal stemmt den Supercup in die Höhe. Findet das Spektakel zum Saisonstart 2017 in der Red-Bull-Arena statt? © dpa
Anzeige

... wenn die Bayern den Pokal holen und RB Zweiter bleibt. 

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Frohe und nahezu geheime Botschaft aus dem Hauptquartier der DFL in Frankfurt/Main. Das diesjährige Finale um den Supercup findet am 5. August in Leipzig statt! Wenn, ja wenn zwei klitzekleine Bedingungen mit Leben gefüllt werden.

Erstens: Meister Bayern schlägt im Pokal-Halbfinale Dortmund und holt gegen Gladbach/Frankfurt den Cup.

Zweitens: RB Leipzig ist auch nach dem 34. Spieltag Zweiter in der Bundesliga.

Dann heißt das Supercup-Endspiel, das eine Woche vorm Punktspielstart steigt: RB Leipzig gegen Bayern München. Nette Vorstellung. Ralph Hasenhüttl erkundigt sich bei Carlo Ancelotti, ob Kaugummi den Blutdruck senkt. Ralf Rangnick erklärt Uli Hoeneß, warum 50+1 nicht 51 ergibt. Und Oliver Mintzlaff schenkt seinem Vorstandskollegen Kalle Rummenigge eine verzollte Uhr aus dem Hause Wempe. Übrigens: Die Bayern und Borussia Dortmund haben den Supercup je fünfmal gewonnen.

Doch kann RB Platz zwei ins Ziel retten und den Supercup nach Leipzig holen? Der Blick auf die kommenden fünf Bundesligaspiele von RB, BVB und Hoffenheim zeigt: Es könnten gute Wochen für die Rasenballer werden. RB hat 49 Punkte und spielt gegen Darmstadt, in Mainz, gegen Leverkusen & Freiburg und auf Schalke.

Der BVB hat 46 Punkte und spielt auf Schalke, gegen Hamburg, bei den Bayern, gegen Frankfurt und in Gladbach. Hoffenheim hat 45 Punkte und spielt in Berlin, gegen den FC Bayern, beim HSV, gegen Gladbach und in Köln.

Gegen die kommenden fünf Gegner haben Leipzig, Dortmund, Hoffenheim in der Hinrunde so gepunktet:

RB: 15 Punkte.

BVB: 10 Punkte.

Hoffenheim: 9 Punkte.

Alles klar?

Die Nationalspieler sind zurück im Schoß von Ralph Hasenhüttl, bis auf Timo Werners rückwärtige Oberschenkel-Muskulatur sind alle Weichteile heil geblieben. Wenn das Sonnabend-Spiel gegen Darmstadt (15.30 Uhr) alles entscheidend für die Champions-League-Quali, eine RB-Ehrenmitgliedschaft von Aki Watzke und die erste positive Erwähnung bei den 11Freunden wäre, würde Werner, 21, auflaufen. Mit Tape, Trauma-Salbe und einer Ei-großen Voltaren-Tablette. Weil es einstweilen nur um drei Bundesligapunkte geht, bleibt das Rennpferd mindestens bis zur Partie bei den Mainzern (5. April) im Stall.

Werner spielt gegen die sperrigen Darmstädter Standard-Könige nicht, dafür kehrt ein anderes Ass zurück. Yussuf Poulsen ist nach Kurzurlaub in seiner Kopenhagener Heimat und harten Einheiten am Cottaweg zu allem bereit. Tendenz: Der 22-Jährige kommt nicht von der Bank, sondern erlebt den Anpfiff auf dem Rasen. Macht nach überwundener Muskelverletzung mehr Sinn, als kurz vor knapp in eine hitzige Partie geworfen zu werden und von 0 auf 100 durchzustarten.

Abgang: Patrick Bick, Chefphysiotherapeut im RB-Nachwuchs, verlässt die Rasenballer am Saisonende. Der 40-jährige Illinger spielte von 2009 bis 2011 bei RB, übernahm 2013 die physiotherapeutische Abteilung von Eintracht Braunschweig und kehrte 2016 zurück zu den Roten Bullen. Nach nur einer Saison im dortigen Nachwuchs endet am 30. Juni Bicks zweites Engagement bei RB. Neues Spiel, neues Glück: Der frühere Mittelfeldspieler macht sich in Leipzig selbstständig.

Comeback: RB-Gründungsmitglied Anja Strobel, 32, ist nach ihrem Aus bei den Bundesliga-Profis und zwischenzeitlicher Verstimmung zurück. Als Reha-Trainerin im RB-Nachwuchs.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt