17. Februar 2020 / 10:19 Uhr

Das Thema Abstieg steht bei Kreisligist Wermsdorf im Raum

Das Thema Abstieg steht bei Kreisligist Wermsdorf im Raum

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Tim Körner behauptet sich im Zweikampf mit einem Dommitzscher Spieler. © André Kamm
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Fußball-Kreisliga: Die SpG Wermsdorf II/Luppa ist nach der Hinrunde nur Vorletzter.

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Wermsdorf. In ihrer zweiten Saison in der Fußball-Kreisliga peilte die Spielgemeinschaft Wermsdorf II/Luppa eine ähnliche Platzierung wie im Jahr zuvor an. Damals wurde das Team als Aufsteiger mit 25 Punkten immerhin Zehnter. Diesmal liegt die Mannschaft der Verantwortlichen Robert Natzke und Jörg Büchner mit nur sechs Zählern und Platz 13 nach der Hinrunde hinter den Erwartungen zurück.

Dabei war der Saisonstart gut. In der ersten Pokalrunde gab es einen 3:1-Sieg über Wacker Dahlen, eine Woche später beim Liga-Auftakt sogar einen 5:0-Erfolg bei der LSG Löbnitz. Allerdings konnte dabei auf Spieler der ersten Wermsdorfer Mannschaft zurückgegriffen werde. Ein Vorteil, der im Saisonverlauf nur noch selten zum Tragen kam.

Eine Niederlage nach der Nächsten

Das zweite Ligaspiel gegen die Gäste aus Beilrode ging zwar 0:2 verloren, gegen den Absteiger aus der Nordsachsenliga bot das Team dennoch eine ansprechende Leistung. Es folgte ein 1:3 bei der deutlich verstärken Reserve des ESV Delitzsch. In der zweiten Pokalrunde setzte es dann eine 0:10-Schlappe gegen Hartenfels Torgau.

Anschließend wurden auch die Punktspiel-Niederlagen höher: 1:4 zu Hause gegen Dommitzsch, 0:7 beim FSV Oschatz. Zwar war die Moral intakt und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft vorhanden, doch Erfolge blieben weiterhin aus: 2:4 zu Hause gegen Pressel und 1:4 ebenfalls daheim gegen Spröda. Beim Tabellennachbarn in Glesien hoffte die Mannschaft auf eine Wende, doch auch diese Partie ging 0:3 verloren. Den nächsten Tiefpunkt bildete das 1:7 bei den starken Rackwitzern.

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Carsten Rademacher visiert ebenfalls im Spiel gegen Dommitzsch einen hohen Ball an. © André Kamm
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Im Auswärtsspiel beim SV Wölkau gab das Team dann endlich wieder ein Lebenszeichen von sich und feierte mit dem 2:1 den zweiten und bisher letzten Saisonsieg. Denn diese Leistung konnte nicht bestätigt werden. Trotz einer 1:0-Führung und Überzahl ab Mitte der ersten Halbzeit gab es zu Hause beim 1:3 gegen Mörtitz die nächste Pleite. Und auch beim 0:5 in Merkwitz war die Mannschaft chancenlos. Das abschließende – und sehr wichtige – Hinrunden-Heimspiel gegen den Tabellenletzten Schenkenberg II musste dann verschoben werden, was angesichts der Negativserie der Hinrunde gar nicht so schlecht war.

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Für das schwache Abschneiden der Spielgemeinschaft gibt es viele Gründe. Dass einige Leistungsträger gefehlt haben und Akteure der ersten Mannschaft nicht so oft zum Einsatz kamen wie in der Vorsaison, stimmt zwar, ist aber nur die halbe Wahrheit. Es liegt auch an erheblichen Trainingsrückständen, dass es spielerisch nicht läuft und das Team in der Schlussphase der Begegnungen immer wieder einbricht und späte Tore kassiert, statt selbst Duck auf den Gegner auszuüben. Die Trainingsbeteiligung wurde trotz mehrmaliger Appelle im Laufe der Hinrunde sogar noch schlechter.

Angreifen und Klassenerhalt sichern

Und auch wenn das Leistungsniveau in der Kreisliga gestiegen ist, so darf dies nicht als Ausrede für eigene Unzulänglichkeiten und Versäumnisse dienen. Das Thema Abstieg steht im Raum, so ehrlich muss man sein, und es gilt, sich damit auseinanderzusetzen. Die Winterpause kam jedenfalls ganz gelegen für Trainer und Spieler. Sie konnten abschalten, die Köpfe frei bekommen – und wollen nun im März wieder angreifen und den Klassenerhalt sichern.

Insgesamt 35 Spieler wurden in der Hinrunde eingesetzt. Dauerbrenner war Kapitän Robyn Staude, der alle zwölf Partien bestritt, gefolgt von Tim Körner mit elf Einsätzen. Dominic Arendt traf dreimal, Dominic Lewick und Justus Keller netzten je zweimal ein. Der beste Vorlagengeber war Tim Körner (3), vor Nick Wolf und Pascal Weidner mit zwei Assists. Im Durchschnitt verfolgten 38 Zuschauer die Spiele an der Sachsendorfer Straße. Den größten Zuspruch gab es gegen Dommitzsch mit 50 Fans.

Robert Natzke