17. November 2020 / 21:40 Uhr

Das war nix! Grizzlys Wolfsburg unterliegen mit 1:3 in Krefeld

Das war nix! Grizzlys Wolfsburg unterliegen mit 1:3 in Krefeld

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Drin: Lucas Lessio und Nikita Shatsky von den Krefeld Pinguinen feiern das Tor zum 1:0 gegen die Grizzlys Wolfsburg.
Drin: Lucas Lessio und Nikita Shatsky von den Krefeld Pinguinen feiern das Tor zum 1:0 gegen die Grizzlys Wolfsburg. © City-Press Gmbh/Grizzlys Wolfsburg
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Das war nicht überzeugend: Die Grizzlys Wolfsburg unterlagen am Dienstag im Magentasport-Cup bei den Krefeld Pinguinen mit 1:3 (0:2, 1:1). Für die Eishockey-Profis aus der Volkswagen-Stadt traf Jordan Boucher.

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Das war nicht so toll. Vor dem Hintergrund, dass die Krefeld Pinguine weitaus kürzer im Training sind, war Wolfsburgs Vorstellung im Magentasport-Cup enttäuschend, es gab ein verdientes 1:3 bei den Krefeld Pinguinen.

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Personal: Bei den Grizzlys fehlten gleich zwei Spieler unerwartet. Stürmer Gerrit Fauser war wegen einer Verletzung aus dem Training nicht dabei. Spencer Machacek war bei seiner hochschwangeren Frau geblieben. Jannik Möser (weiter krank) und Steven Raabe (Pause nach zwei Spielen am Wochenende für die Hannover Indians) fehlten zudem. Verteidiger Maximilian Adam, der beim 7:0 gegen die DEG noch überzählig gewesen war, rückte rein. Statt Chet Pickard stand Dustin Strahlmeier im Kasten, hielt gut.

Gegenüber dem 1:3 in Bremerhaven waren bei den Pinguinen die Brüder Fitzgerald und Stürmer Martin Schymainski an Bord. Spannend zudem: Der langjährige Torjäger Daniel Pietta, den Krefeld trotz Vertrages nicht mehr wollte, hat sich am Dienstag dem ERC Ingolstadt angeschlossen.

Eishockey: Magentasport-Cup: Krefeld Pinguine - Grizzlys Wolfsburg

Phil Hungerecker von den Grizzlys Wolfsburg und Ryan Fitzgerald von den Krefeld Pinguinen wŠhrend des Spiels zwischen den Krefeld Pinguinen gegen die Grizzlys Wolfsburg am 17.11.2020 in Krefeld, Deutschland. (Foto von City-Press GmbH) Zur Galerie
Phil Hungerecker von den Grizzlys Wolfsburg und Ryan Fitzgerald von den Krefeld Pinguinen wŠhrend des Spiels zwischen den Krefeld Pinguinen gegen die Grizzlys Wolfsburg am 17.11.2020 in Krefeld, Deutschland. (Foto von City-Press GmbH) © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg

Das Spiel...hatte ein Vorspiel. Wolfsburg machte sich warm, von Krefeld waren nur Torwart Sergej Belov und Stürmer Ivan Petrakov auf dem Eis. Grizzlys-Kapitän Furchner fragte ratlos nach, was los sei. Kurz bevor es losgehen sollte, waren die Pinguine aber auf dem Eis. "Das war eine Teamentscheidung, wir wollen nicht drüber reden", sagte Pinguine-Kapitän und Ex-Grizzly Torsten Ankert. Dem Team soll eine neuerliche Gehaltskürzung vorgeschlagen worden sein.

Vielleicht hatten die Gastgeber das im Kopf, die Gäste setzten sich erst einmal oft vor dem Pinguine-Kasten fest, Jeff Likens und Max Görtz hatten Chancen. Dann war Krefeld da: Puck unterm Schläger durchgerutscht - 1:0; Stellungsfehler von Dominik Bittner und Julian Melchiori, Martin Schymainski fälscht den Schuss von Wade Bergman, einem weiteren der insgesamt fünf Ex-Wolfsburger bei Krefeld, ab - 2:0. Nun war Wolfsburg raus aus dem Rhythmus, nahm erst nach 15 Minuten wieder Fahrt auf, wirkte spielstark, aber zu verspielt und kompliziert.

Im zweiten Drittel war es eine offen Partie, Phil Hungerecker (29.) hätte verkürzen können, scheiterte an Sergej Belov. Kurz danach spielte Wolfsburg ein gutes Powerplay, allerdings ohne die letzte Konsequenz. Dafür folgte kurz danach eine Super-Kombination und das 1:2 durch Jordan Boucher. Die Freude währte nicht lang - Fehlpass im Vorwärtsgang von Toto Rech. Keine gute Idee, wenn Kris Foucault noch auf dem Eis ist. Steilpass zum Konter, Ex-Grizzly Foucault eiskalt. 3:1. "Wir geben die Scheiben zu leicht ab", sagte Furchner nach 40 Minuten - ruhig, aber spürbar angefressen. Er fand die Gastgeber stark: "Krefeld hatte Schaum vor dem Mund, keine Ahnung, was da vorher in der Kabine los war. Daraus können wir lernen."

Im Schlussdrittel war Wolfsburg überlegen. Viel Spielzeit in Krefelds Zone stand allerdings erneut zu viel Verspieltheit und ein wenig zu viel Scheibentransport statt Passspiel gegenüber.

Weitere DEL-Klubs für Saison bereit

Am Donnerstag wird die DEL befinden, ob sie am 18. Dezember startet - wie optimistisch seid ihr? Am Dienstag gab es sehr interessante Signale. 13 von 14 Vereinen inklusive dreier bisheriger Wackelkandidaten haben sich erklärt, beim Start der Saison dabei zu sein, sehen sich in der Lage, eine Spielzeit ohne Fans durchzustehen. Die Straubing Tigers, Augsburger Panther und Iserlohn Roosters teilten mit, die Saison finanziell durchgeplant zu haben. Von 14 Erstligisten haben nur die Kölner Haie nicht fix entschieden, ob sie an der Spielzeit teilnehmen. Sie seien aber „grundsätzlich auf einem guten Weg“, wie Geschäftsführer Philipp Walter am Montag sagte. Derweil könnte nun Krefeld wieder zu einem Wackelkandidaten geworden sein.

Wolfsburgs Coach Pat Cortina sagte dazu: "Ich hatte nie Zweifel, dass wir starten." Der Modus sei ihm egal, "was wir wollen, ist spielen. Dafür sollten wir jede Möglichkeit nutzen. Der Modus spielt keine Rolle. Vielleicht gibt es eine geografische Aufteilung, das könnte Sinn machen."

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Statistik

Pinguine: Belov - C. Fitzgerald, Bergman, Bappert, Ankert, Valitov, Bindulis - Schymainski, Postel, R. Fitzgerald; Braun, Smith, Foucault; Lessio, Petrakov, Shatsky, Hospelt, Saponari, Alanov, Klöpper.

Grizzlys: Strahlmeier - Melchiori, Bittner; Wurm, Likens; Button, Bruggisser; Adam - Busch, Olimb, Boucher; Furchner, Pfohl, Hungerecker; Rech, Festerling, Nijenhuis; Järvinen, Görtz, Hungerecker.

Tore: 1:0 (5:40) Petrakov (C. Fitzgerald/Lessio), 2:0 (6:47) Schymainski (Bergman/Postel), 2:1 (33:56) Boucher (Festerling/Rech), 3:1 (35:59) Foucault (Valitov).

Schiedsrichter: Schrader/Schukies. Zuschauer: keine. Strafminuten: Krefeld 4/Wolfsburg 8.