15. Mai 2014 / 17:01 Uhr

Das Warten hat ein Ende: RB Leipzig erhält die Lizenz für die 2. Fußball-Bundesliga

Das Warten hat ein Ende: RB Leipzig erhält die Lizenz für die 2. Fußball-Bundesliga

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
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Es ist vollbracht, RB Leipzig ist seit Donnerstag offiziell Fußball-Zweitligist, hat die Lizenz von der Deutschen Fußball-Liga erhalten.

Frankfurt/Main/Leipzig. Es ist vollbracht, RB Leipzig ist seit Donnerstag auch offiziell Fußball-Zweitligist, hat die Lizenz von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) erhalten. Vorangegangen war eine Anhörung vor dem Lizenzierungsausschuss in der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt/Main. RB-Präsident Oliver Mintzlaff und der renommierte Sportrechtler Christoph Schickhard (Ludwigsburg) hatten offenbar gute beziehungsweise bessere Argumente als zuletzt.

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"Durch die verbindliche Erklärung, seine Gremien künftig mehrheitlich mit unabhängigen Personen zu besetzen sowie das bisherge Logo mit Blick auf die Anforderungen der UEFA zu verändern, hat der Club die wesentlichen Bedingungen zur Teilnahme am Spielbetrieb erfüllt", erklärte DFL-Vizepräsident Harald Strutz.

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Der Lizenzierungsausschuss war nach der Vorlage neuer Unterlagen von RB Leipzig zu dem Ergebnis gekommen, dass der Verein in der Spielzeit 2014/2105 in der 2. Bundesliga starten darf. Das Gremium sei damit einer Empfehlung der DFL gefolgt. "Mit den jetzt vorgelegten Erklärungen und deren fristgemäßer Umsetzung bewegt sich der Verein im Rahmen der Satzungsvorgaben sowie der Statuten des Ligaverbandes", sagte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

Frahn feiert in Potsdam - Bellot von LVZ-Online überrascht

Kapitän Daniel Frahn nahm die frohe Botschaft in seiner Heimatstadt Potsdam auf und erklärte: "Ich werde heute Abend mit meinen Kumpels und einem Bierchen noch darauf anstoßen." Torhüter Benjamin Bellot erfuhr erst von LVZ-Online, dass die Lizenz für die zweite Liga da ist und sagte: "Es ist schön, jetzt endlich zu 100 Prozent Gewissheit zu haben." Der 23-jährige Leipziger und Mann der ersten Stunde bei RB wird sich nun gemütlich die Relegationsspiele für die 1. und 2. Liga von der Couch aus anschauen und damit die Gegner für die kommende Saison "schonmal entspannt beobachten".

Auf Seiten der DFL waren am Donnerstag Ausschuss-Boss Harald Strutz, DFL-Chef Christian Seifert, sein Geschäftsführer Andreas Rettig und zwei weitere Vertreter zugegen. Die DFL hatte den Rasenballern die Lizenz am 22. April nur unter Auflagen erteilt, Veränderungen (Logo, Zugangsbarrieren für Mitglieder, Führungsstrukturen) gefordert. Dagegen hatte RB zweimal Einspruch eingelegt.

Am 3. Mai hatte RB Leipzig den sportlichen Aufstieg mit dem 5:1-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken vor fast 43.000 Zuschauern im heimischen Stadion perfekt gemacht.