28. September 2018 / 00:19 Uhr

Das wird hart: Rostocker FC und SV Pastow mit bis zu acht Spielen in fünf Wochen 

Das wird hart: Rostocker FC und SV Pastow mit bis zu acht Spielen in fünf Wochen 

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Felix Dojahn nach dem Abpfiff völlig platt.
Der spielende RFC-Trainer Felix Dojahn völlig erschöpft nach dem Spiel beim SV Pastow. Auf ihn und sein Team warten intensive Wochen. © Johannes Weber
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Amateurkicker kritisieren die Ansetzungen an den Feiertagen

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Rostock. Auf die Fußballer von der Verbandsliga bis hinunter zur Landesklasse warten harte Wochen. Im Oktober werden sie neben den gewohnten Pflichtspielen an Wochenenden auch in zwei englischen Wochen gefordert sein. Für Teams, die noch im Landespokal vertreten sind, bedeutet das acht Spiele innerhalb der nächsten 36 Tage zu bestreiten. Ein hartes Programm. Vor der Saison hatte der Landesfußballverband (LFV) die Feiertage am 3. und 31. Oktober als reguläre Spieltage im Rahmenterminplan festgelegt. Beide Daten waren in den Vorjahren als Nachholtermine angesetzt.

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RFC-Trainer Dojahn: „Können personell nur von Spiel zu Spiel schauen"

Eine Mannschaft, die von der hohen Belastung in den kommenden Wochen betroffen sein wird, ist der Rostocker FC. RFC-Trainer Felix Dojahn beklagt die große Verdichtung der Partien. „Das hat der Landesfußballverband schlecht geplant“, kritisiert der 32-Jährige.

In der Verbandsliga wartet der Traditionsklub (12. Tabellenplatz/3 Punkte)noch auf seinen ersten Sieg. Der soll morgen (14 Uhr, Damerower Weg) gegen Schlusslicht Grimmener SV gelingen. Kapitän Christian Rosenkranz wird den Rostockern dann allerdings definitiv fehlen. Er ist verletzt. „Das Spiel wird kein Selbstläufer für uns. Wir benötigen auch etwas Glück", so Dojahn.

Mehr zur Verbandsliga

Aufgrund personeller Probleme – die auch viele andere Vereine haben – muss Felix Dojahn sein Aufgebot seit Saisonbeginn immer wieder umstellen. Ursprünglich wollte der Ex-Hansa-Spieler nicht mehr selbst aktiv spielen. In den vergangenen Begegnungen half er allerdings doch als Aktiver aus. „In den nächsten Monaten sind einige unserer Spieler dienstlich für die Bundeswehr unterwegs. Wir können deshalb personell weiter nur von Spiel zu Spiel schauen“, sagt er.

Im Pokal war der RFC dagegen erfolgreich, wird deshalb am 13.Oktober gegen den TSV 1860 Stralsund um den Einzug ins Achtelfinale spielen. Ein Spiel mehr im Monat Oktober.

Landesfußballverband nimmt Kritik an

Ligakontrahent SV Pastow hat das gleiche Pensum wie der RFC in den nächsten fünf Wochen zu bewältigen. Pastow-Trainer Heiner Bittorf meint, dass sich die Teams vor der Saison mit Weitsicht für die Situationen personell aufstellen konnten. „Es ist ein schmaler Grat, wenn Partien an Feiertagen stattfinden“, sagt der 29-Jährige und sieht einen positiven Aspekt in den intensiven Wochen: „Für uns bietet sich die Gelegenheit, im Rhythmus zu bleiben.“ Die Pastower empfangen morgen (14 Uhr) Aufsteiger FSV Kühlungsborn. Für Bittorf ist der Gegner kein gewöhnlicher Neuling. „Sie haben die Qualität einer gestandenen Verbandsliga-Mannschaft. Es wird ein Spiel auf Messers Schneide.“

Beim Landesfußballverband ist die Kritik der Vereine angekommen. „Wir werden darauf reagieren“, versichert Peter Dluzewski, stellvertretender Vorsitzender Spielbetrieb. In der kommenden Saison werden an Feiertagen keine offiziellen Spieltage mehr stattfinden. Allerdings werden sie als Nachholspieltage ausgeschrieben. „Außerdem haben sich die Vereine für eine Verringerung der Staffelstärke auf 14 Teams ausgesprochen. Das wird zumindest die Klubs in den Landesligen und Landesklassen entlasten“, sagt Dluzewski. Frühestens werde das aber in zwei Jahren möglich sein.