13. Juli 2018 / 13:24 Uhr

„Das Ziel Aufstieg geben wir nicht aus“

„Das Ziel Aufstieg geben wir nicht aus“

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
Für die SG Empor Richtenberg gab es beim SV Hafen Rostock nichts zu holen.
Das Team der SG Empor Richtenberg gilt in der kommenden Saison als Kandidat für den Aufstieg in die Landesliga. © Robert Matzkows
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SG Empor weist Favoritenrolle von sich / Kreisoberligisten gehen zurückhaltend in die Saison

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Bergen/Stralsund/Grimmen. Die Favoritenrolle auf den Staffelsieg wies Robert Lembke direkt von seinem Team. Der Fußball-Trainer der SG Empor Richtenberg sieht eine andere Mannschaft an der Spitze der Landesklasse I: „Das Ziel Aufstieg geben wir nicht aus. FC Insel Usedom ist der Favorit.“

Damit die SG dennoch oben mitspielt weilt der Vorjahresdritte ab heute in einem dreitägigen Trainingslager in Ducherow (bei Anklam). Künftig wird es den Verein auch im Liga- Alltag häufiger in den Osten verschlagen. Die Teams aus Vorpommern-Rügen wurden Vertretern aus Wolgast, Usedom und dem Greifswalder Raum zugeteilt. Lembke freut sich bereits auf die kommende Spielzeit: „Die neuen Gegner reizen uns und der logistische Aufwand hält sich in Grenzen. Wichtig war uns, dass wir weiterhin viele Derbys spielen können.“

Ansgar Abraham, Trainer von Empor-Konkurrent FSV Garz, stimmt die neue Ligabesetzung ebenfalls positiv: „Wir sind mit der neuen Zuteilung sehr zufrieden. Ich habe schon im letzten Jahr für die Ausrichtung nach Greifswald plädiert.“

Sollte Richtenberg am Ende doch auf Platz eins landen, steht der Verein vor einem Zwiespalt. „Die älteren Spieler sind bei uns, weil sie kürzer treten wollen, die jüngeren möchten sich aber noch in einer höheren Liga beweisen“, erklärt Lembke.

Kreisoberligisten erwarten ausgeglichene Liga


Wenn der SV Niepars in gut einem Monat die Verbandsliga-Vertretung des Grimmener SV zum Saisonauftakt empfängt, startet der Kreisoberligist in das knifflige Unterfangen Klassenverbleib. „Das wird definitiv schwer“, orakelt SV-Trainer Lars Clauer mit Blick auf die ausgeglichene Staffel von Vorpommern- Rügen. Damit das Team aus dem Handwerkerdorf dem Abstieg garantiert entgeht, muss mindestens Platz elf her. Um dieses Ziel zu erreichen, startet der SV in der kommenden Woche in die Vorbereitung. Doch zunächst steht morgen die Feier zum 25. Vereinsjubiläum im Nieparser Parkstadion an.

Neben Empor Richtenberg II, TSV Wustrow und TSV Sagard sieht Clauer den 1. FC Binz auf den vorderen Plätzen. „Als Aufsteiger werden sie für eine positive Überraschung sorgen“, ist sich Clauer sicher, der in seine siebte Saison als SV-Übungsleiter geht.

Von einem Durchmarsch seiner Binzer in die Landesklasse will Christian Liedke aber nichts wissen, die Geheimfavoritenrolle konnte der Teambetreuer des Aufsteigers aber nicht völlig von der Hand weisen. „Es wäre vermessen, zu sagen, dass die Kreisoberliga (KOL) nur eine Durchgangsstation für uns ist. Aufgrund unserer unerwarteten Dominanz in der vergangenen Saison, kann ich aber verstehen, wenn Andere uns auf dem Zettel haben. Dennoch: unser oberstes Ziel ist der Klassenverbleib“, bekräftigt Liedke.

Beinahe punktverlustfrei (ein Unentschieden) sind die Binzer Fußballer in der vergangenen Saison durch die Kreisliga spaziert, in der kommenden Woche startet das Team von Trainer Robert Scheel ebenfalls in die Vorbereitung auf die höchste Liga des Kreises Vorpommern-Rügen. Der Auftaktgegner steht bereits fest: Die Seebad-Kicker erwarten am 18. August die Landesklasse-Vertretung von Rot Weiss Trinwillershagen. Liedke will sich nicht auf einen Staffelfavoriten festlegen. „Das kann ganz eng werden in der Liga.“

Lothar Pense vom Kreisfußballverband sieht die oberste Spielklasse in Vorpommern-Rügen mit 14 Teams gut gerüstet. „In der vergangenen Saison hatten wir befürchtet, dass sich Marlow aus dem laufenden Spielbetrieb zurückzieht. Das hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Ich gehe davon aus, dass alle Mannschaften die kommende Spielzeit durchhalten“, meint der Verantwortliche.

Abhängig vom Abschneiden der Landesklassen-Vertreter aus Vorpommern-Rügen können bis zu drei Teams aus der Kreisoberliga absteigen. Auch ein Szenario ohne KOL-Absteiger ist denkbar. „Es steigen so viele Mannschaften ab, wie Teams aus der Landesklasse I runterkommen. In den letzten Jahren hat es allerdings immer wieder Teams aus unserem Gebiet erwischt“, bestätigt Pense.

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