05. April 2019 / 21:28 Uhr

Daumen hoch! Czubera mit internationaler Feuertaufe

Daumen hoch! Czubera mit internationaler Feuertaufe

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Strahlt trotz Dauersstress: Der Gifhorner Maik Czubera (r.) pfiff bei den World Games auch bis zu 15 Partien am Tag.
Strahlt trotz Dauersstress: Der Gifhorner Maik Czubera (r.) pfiff bei den World Games auch bis zu 15 Partien am Tag. © privat
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Normalerweise pfeift Maik Czubera Basketball-Spiele bis zur 1. Regionalliga. Jetzt hat der Gifhorner Referee aber auch seine internationale Feuertaufe hinter sich – er war in Abu Dhabi bei den World Games für Menschen mit geistiger Behinderung, den Special Olympics, im Einsatz. 

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„Das war ein Mega-Event und ein unglaubliches Erlebnis“, schwärmt der 36-Jährige vom knapp zweiwöchigen Aufenthalt in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Emotionale Momente und eine Beförderung inklusive.

Nachdem Czubera 2018 in Kiel schon zum zweiten Mal auf nationaler Ebene Erfahrungen bei den Special Olympics gesammelt hatte, bewarb er sich kurzerhand für die Weltspiele – im November gab’s die ersehnte Zusage. Unter den 20 internationalen Schiedsrichtern waren drei Deutsche, „ansonsten kamen sie von überall her“, sagt der Gifhorner, „aus den USA, Kanada, Botswana, Irland, Australien.“

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Nach Auftaktspielen, die der Einordnung der Mannschaften gemäß ihrer Leistungsstärke dienten, wurde es dann ernst für die 45 Nationen. „Pro Tag musste man zehn bis 15 Partien leiten, die Spielzeit ist kürzer, ansonsten gelten dieselben Regeln wie sonst auch“, berichtet Czubera. „Es hat Spaß gemacht, war aber auch stressig. Vom Kopf her war ich teilweise leer.“

Das lag am großen Pensum – und an der Sonderaufgabe, die dem Unparteiischen von der SV Gifhorn auch schon mit Blick auf die World Games 2023 in Berlin anvertraut wurde: „Ich war für einen Pool mit sieben, acht Schiedsrichtern zuständig, musste sie einteilen, aufpassen, wie sie pfeifen, korrigieren.“ Und das alles auf Englisch, versteht sich. Czubera schmunzelnd: „Ich habe meine Sprach-Kenntnisse auf jeden Fall verbessert…“

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Valentin Krebs (v.) war mit 18 Punkten Wolfsburgs erfolgreichster Korbjäger. ©
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Untergebracht war er in einem Hotel direkt an der Formel-1-Strecke in Abu Dhabi, auch für Sightseeing blieb Zeit. Czubera: „Ich war in einer Moschee, in Dubai, habe nationale Gerichte kennengelernt.“ Außerdem schaute er beim Volleyball, Tischtennis und Badminton vorbei, war fasziniert, „wie die Athleten das umsetzen, wie da jeder jeden unterstützt“. Auch beim Basketball. „Das Niveau war richtig gut“, sagt der 36-Jährige. „Und es berührt einen, mit welcher Leidenschaft die Sportler bei der Sache sind.“

Das erlebte er am eigenen Leib. Als eine Spielerin des späteren Turniersiegers Saudi-Arabien nicht ausgewechselt werden wollte, griff Czubera behutsam ein. „Ich habe ihr gut zugeredet, dass sie sich erholen soll und dann bestimmt wieder reinkommt.“ Unter dem Applaus der Zuschauer führte er die Akteurin vom Feld. „Die Fans wussten genau, was los war. Und nach der Partie hat sich die Spielerin tausend Mal bei mir bedankt, weil ihr die Pause gutgetan hat. Das war ein Highlight für mich und hat gezeigt, dass ich richtig gehandelt habe.“

Von Nick Heitmann

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