08. Mai 2019 / 17:00 Uhr

Fußball-Brandenburg drückt Energie Cottbus und Carl Zeiss Jena die Daumen

Fußball-Brandenburg drückt Energie Cottbus und Carl Zeiss Jena die Daumen

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
Optik-Kapitän Jerome Leroy war im Mittelfeld wieder sehr lauffreudig.
Kapitän Jerome Leroy (l.) hofft auf das Wunder mit Optik Rathenow. © Christoph Laak
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Abstiegsregelung: Zahl der Absteiger in den unteren Ligen hängt vom Abschneiden der Drittligisten ab.

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In der 3. Fußball-Liga und der Regionalliga Nordost stehen jeweils noch zwei Spieltage aus. Dann fallen Entscheidungen, die sich bis in die untersten Brandenburger Ligen auswirken. Der SPORTBUZZER schildert die Situation in den einzelnen Ligen.

3.Liga:

Das Saisonfinale ist dramatisch, vier Vereine steigen ab. Energie Cottbus (41 Punkte) steht durch den 2:1-Erfolg in Uerdingen erstmals seit Anfang Februar wieder über dem Strich. Die Lausitzer haben aber nur einen Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den Carl Zeiss Jena (40) belegt. Die Thüringer waren quasi schon abgestiegen, hatten durch vier Siege aus fünf Spielen aber Hoffnung geschöpft. Ob Cottbus und Jena die Klasse halten, ist ausschlaggebend für die Abstiegsregelung in unteren Ligen. Weitere Vereine aus dem Gebiet des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), der für die Regionalliga und Oberliga verantwortlich ist, sind nicht gefährdet.

Regionalliga Nordost:

Seit September war Optik Rathenow Tabellenletzter. Nur größte Optimisten glaubten noch an die Rettung. Durch drei Siege am Stück hat die Mannschaft von Trainer Ingo Kahlisch Budissa Bautzen überholt und ist auf den vorletzten Platz gesprungen. Dieser würde zum Klassenerhalt reichen, wenn Jena und Cottbus die 3. Liga halten. „Wir wollen unsere Hausaufgaben machen und die Spiele ziehen, die wir in eigener Hand haben“, sagt Rathenows Kapitän Jerome Leroy. Steigt einer von beiden Drittligisten ab, erwischt es in der Regionalliga zwei Vereine. Drei sind es sogar, wenn Cottbus und Jena runterkommen. Die Anzahl potenzieller Absteiger wäre sogar noch höher, wenn der Regionalliga-Meister wie in den vergangenen Jahren in die Relegation müsste. Chemnitz steigt jedoch ausnahmsweise direkt auf.

In Bildern: Die Reaktionen aus Brandenburg zum 4:0-Erfolg von Liverpool gegen Barcelona.

Fast keiner hatte nach dem 0:3 im Hinspiel gegen FC Barcelona daran geglaubt. Selbst Jürgen Klopp nicht mehr so wirklich. Doch die Reds schafften die Sensation und ziehen mit einem 4:0 in das Finale der Champions Leauge ein. Das sagen Trainer und Spieler aus Brandenburg zum Wunder von Anfield. Zur Galerie
Fast keiner hatte nach dem 0:3 im Hinspiel gegen FC Barcelona daran geglaubt. Selbst Jürgen Klopp nicht mehr so wirklich. Doch die Reds schafften die Sensation und ziehen mit einem 4:0 in das Finale der Champions Leauge ein. Das sagen Trainer und Spieler aus Brandenburg zum Wunder von Anfield. ©
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Oberliga:

Die Zahl der Absteiger aus den Oberligen Nord und Süd beträgt insgesamt fünf, sechs oder sieben. Bleiben Cottbus und Jena drin, gibt es nur fünf Absteiger: Das hieße, in Nord und Süd müssen jeweils die beiden Letzten runter, die Drittletzten spielten eine Relegation. Rettet sich nur einer der beiden NOFV-Drittligisten, steigen jeweils drei Vereine ab. Erwischt es Cottbus und Jena, müssen in Nord und Süd jeweils drei Clubs absteigen, ein siebter Absteiger würde in einer Relegation der beiden Viertletzten ausgespielt. Am Freitag lost der NOFV das Heimrecht aus, sollte es eine Relegation geben.

In der Nordstaffel rangiert der Brandenburger SC Süd (28 Punkte) auf dem potenziellen Abstiegsplatz 14. Auch der FC Strausberg (31) ist noch nicht alle Sorgen los. Der SV Altlüdersdorf (29 Punkte) liegt auf Rang zwölf, punktgleich mit dem potenziellen Relegationsplatz 13. SVA-Trainer Steffen Borkowski drückt Cottbus und Jena die Daumen. Zum einen, weil er den Ostclubs den Verbleib im Profifußball wünscht. Zum anderen, weil es die Situation in der Oberliga entspannen würde. „Ich fürchte aber, dass es einen Ostclub erwischt“, sagt der 54-Jährige. Die Altlüdersdorfer erlitten einen Rückschlag am sogenannten grünen Tisch. Das Spiel gegen Blau Weiss 90 Berlin Mitte April wurde mit 2:0 für die Berliner gewertet. Beim Stand von 3:2 für Altlüdersdorf hatte der Schiedsrichter die Partie in der Nachspielzeit abgebrochen: Ein Linienrichter soll bedroht, bespuckt und mit Bier übergossen worden sein. Der Verein will Berufung einlegen. Offenbar ist nicht sicher, dass es sich bei den Tätern um eine Altlüdersdorfer Fangruppe handelte. Die Spielwertung kann entscheidenden Einfluss auf die Tabellensituation haben.

In der Oberliga-Staffel Süd sind von den Brandenburger Vereinen nur noch der Ludwigsfelder FC und der VfB Krieschow leicht gefährdet. Sollten Jena und Cottbus absteigen, droht die Relegation. Vier Spieltage vor Ultimo sollte der Vorsprung aber reichen. Laut Wilfried Riemer, Leiter Spielbetrieb beim NOFV, hat bisher kein Regionalligist oder Oberligist zurückgezogen. Aus den sechs Landesverbänden gibt es in diesem Jahr jeweils Meldungen für die Oberliga, so dass es bei der momentan gültigen Anzahl Absteiger bleibt.

Brandenburgliga:

In Brandenburgs höchster Liga setzt sich das Daumendrücken fort. Mehr als zwei Brandenburger Absteiger aus den Oberligen gibt es aber wohl nicht. Erwischt es nur einen Oberligisten, steigen zwei Brandenburgligisten ab. Kommen zwei märkische Oberligisten runter, müssen drei Brandenburgligisten absteigen. Dann würde sich das Abstiegs-Domino nach unten weiter fortsetzen.

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