02. Juni 2021 / 21:05 Uhr

Daumendrücken oder Schüsse blocken: Wolfsburgs Bittner für Deutschland zu allem bereit

Daumendrücken oder Schüsse blocken: Wolfsburgs Bittner für Deutschland zu allem bereit

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg feiern das Tor zum 2:0 waehrend des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg gegen den ERC Ingolstadt am 12.04.2021 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)
Hofft auf einen weiteren WM-Einsatz: Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg. Am Donnerstag (15.15 Uhr, live bei Sport1) geht es mit dem DEB-Team gegen die Schweiz. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Das große Nachbarn-Duell bei der Eishockey-WM naht. Deutschland trifft am Donnerstag im Viertelfinale in Riga auf die Schweiz. Verteidiger Dominik Bittner von Vizemeister Grizzlys Wolfsburg hofft auf seinen zweiten Einsatz. 

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Deutschland gegen die Schweiz, das waren schon oft heiße Duelle bei Eishockey-Weltmeisterschaften, die Nachbarländer stehen in der Weltrangliste nah beieinander, am Donnerstag (15.15 Uhr, live auf Sport 1) geht es zwischen den beiden um den Einzug ins Halbfinale. Wolfsburgs Verteidiger Dominik Bittner hofft auf seinen zweiten Einsatz im Turnier - und überhaupt bei einer WM, ist aber genauso bereit, die Rolle eines Daumendrückers auf der Tribüne einzunehmen. "Natürlich wünsche ich mir, im Laufe des Turniers noch einmal zum Einsatz zu kommen", sagt Bittner, "aber ich kenne meine Rolle." Und die heißt: Er hilft als Verteidiger, wo Not am Mann ist. Er ist ein Superjoker, weil er links wie rechts verteidigen kann, was auch im Training die Möglichkeiten für den Trainerstab um Chefcoach Toni Söderholm erhöht.

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Gegen die USA (0:2) durfte der Rechtsschütze auf der linken Seite ran, die nicht jedem Rechtsschützen so gut liegt wie ihm, machte seine Sache auch gut. Im entscheidenden Match gegen Lettland spielte das DEB-Team dann aber wieder mit 13 Stürmern und nur sieben Verteidigern. "Das hat sich ausgezahlt", freute sich Bittner. "Wir mussten mal wieder besser treffen. Und dadurch dass Marcel Noebels früh verletzt raus musste, war es gut, den 13. Stürmer zu haben, so hatten wir weiter vier komplette Sturmreihen." Die Gemütslage nach dem Krimi gegen Lettland war "gemischt", berichtete der Wolfsburger. "Wir waren froh und unzufrieden zugleich, haben uns gefreut, dass wir den Viertelfinaleinzug geschafft hatten, aber wussten auch, dass das nicht unsere beste Leistung war."

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Das werde aufgearbeitet, dann gehe es mit reichlich Motivation ins Viertelfinale. Bittner glaubt: "Dass es gegen die Schweiz geht, erhöht die Motivation nicht zusätzlich, "die ist schon top, weil es das Viertelfinale ist." Er selbst ist gespannt, ob er noch eine Chance bekommt. "Wenn sie kommt, bin ich bereit. Kommt sie nicht, unterstütze ich mein Team weiter wie bisher."



Wolfsburgs Manger Charly Fliegauf glaubt indes, dass die Schweiz als Gegner "schon für zusätzliche Motivation sorgen wird. Es war knapp gegen Lettland, aber der Viertelfinaleinzug ist verdient. Ich freu' mich auf das Spiel gegen die Schweiz."