13. November 2019 / 15:34 Uhr

Eintracht-Profi David Abraham nach Check gegen Christian Streich bis Jahresende gesperrt

Eintracht-Profi David Abraham nach Check gegen Christian Streich bis Jahresende gesperrt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
David Abraham wurde nach dem Bodycheck gegen Freiburg-Coach Streich vom DFB gesperrt.
David Abraham wurde nach dem Bodycheck gegen Freiburg-Coach Streich vom DFB gesperrt. © imago images/HMB-Media/Montage
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Die Sperre ist bestätigt: David Abraham muss für seinen Ausraster gegen den SC Freiburg lange aussetzen. Nach dem Check gegen Christian Streich wird der Profi von Eintracht Frankfurt für sieben Wochen gesperrt - und fehlt damit bis zum Jahresende.

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Das DFB-Sportgericht hat den Bodycheck von David Abraham gegen den Freiburger Trainer Christian Streich hart sanktioniert. Die Verbandsjustiziare sperrten den Kapitän von Eintracht Frankfurt für sieben Wochen und zogen den Innenverteidiger damit bis zum Jahresende aus dem Verkehr. Damit fehlt er der SGE in den Partien gegen Wolfsburg, Mainz, Hertha BSC, Schalke, Köln und Paderborn. Das nächste Spiel für Abraham in der Bundesliga könnte am 18. Januar bei Ex-Klub Hoffenheim sein. Neben der Sperre muss er 25.000 Euro Geldstrafe an den DFB zahlen - zusätzlich zu den 35.000 Euro interner Strafe an die Eintracht.

Abraham mit Eklat: Check gegen Streich

Abraham hatte mit seiner Aktion in der Bundesliga-Begegnung am Sonntag für einen Eklat gesorgt. Nachdem der Ball in der Nachspielzeit die Seitenlinie überschritten hatte, wollte der 33-Jährige die Partie beim späteren Endstand von 0:1 möglichst schnell weiterführen. Als ihm Streich vor dem Einwurf vermeintlich im Weg stand, stieß er den Coach kurzerhand um. Schiedrichter Felix Brych stellte den Argentinier daraufhin per Roter Karte vom Feld. Freiburgs Vincenzo Grifo wurde für drei Spiele gesperrt. Er war - wie die komplette Bank der erbosten Breisgauer - in der Szene aufgesprungen, hatte Abraham ins Gesicht gegriffen und ebenfalls Rot von Brych gesehen.

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Streich blieb unverletzt und nahm eine spätere Entschuldigung Abrahams an. Zuletzt zeigte sich der 54-Jährige von dem Thema gar genervt. "Es nervt mich, dass ich jetzt wieder in so einen Sch... involviert bin. Das ist nicht schön, wenn du dann am Montagmorgen die Zeitung liest und da liegst du dann auf dem Titelblatt auf dem Rasen", sagte der Trainer am Dienstag bei einer Veranstaltung der DFB-Kulturstiftung in Freiburg: "Wir müssen das einordnen und runterfahren." Abraham sei "kein böser Mensch, er ist ein netter Kerl, aber nur nicht auf dem Kickplatz."

SCF-Coach Christian Streich zum Bodycheck von David Abraham

Die Frankfurter hatten ihren Abwehrchef nach dem Aussetzer mit einer Geldstrafe in Höhe von angeblich 35.000 Euro belegt. Das Kapitänsamt durfte der Südamerikaner aber behalten. "Ich bin keiner, der jemanden fallen lässt, wenn er mal einen Fehler begeht", sagte SGE-Coach Adi Hütter. Auch Bundestrainer Joachim Löw hatte sich zuletzt zu dem Vorfall geäußert: "Er wird keine bleibenden Schäden davontragen“, sagte Löw: "Der Christian ist relativ robust, der kann gut einstecken. Der teilt auch mal aus, aber der kann auch gut einstecken. Ich glaube, das wird er verkraften."

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Abraham war schon in der Vergangenheit wiederholt negativ aufgefallen. Im Februar 2017 wurde er für zwei Spiele gesperrt, weil er Dario Lezcano mit der Sohle in den Bauch trat, im Januar 2019 musste der Frankfurter wegen einer Tätlichkeit im Freundschaftsspiel gegen Flamengo für zwei Testspiele zwangsweise aussetzen. Der DFB hatte erklärt, dass er die Vorfälle bei der Bemessung des Strafmaßes berücksichtigen werde.