16. Februar 2021 / 14:58 Uhr

Geld "kein Faktor": David Alaba nennt Gründe für Abschied vom FC Bayern und erklärt Zukunftspläne

Geld "kein Faktor": David Alaba nennt Gründe für Abschied vom FC Bayern und erklärt Zukunftspläne

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
David Alaba verlässt den FC Bayern am Saisonende nach 13 Jahren.
David Alaba verlässt den FC Bayern am Saisonende nach 13 Jahren. © IMAGO/Eibner
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Schon vor Wochen habe David Alaba die Entscheidung getroffen, die er nun verkündete: Der Österreicher wird den FC Bayern am Ende der Saison verlassen. Warum kehrt er dem FCB nach 13 Jahren den Rücken und welchem Verein schließt er sich nun an? Nicht nur diesen Fragen stellte sich Alaba in einer Pressekonferenz.

Es sei eine "sehr, sehr schwierige Entscheidung" gewesen, betonte David Alaba immer wieder. Dennoch ist seit Dienstag nun offiziell, was bereits seit längerer Zeit immer wieder kolportiert wurde. Der Österreicher verlässt den FC Bayern München am Saisonende nach 13 Jahren. Das verkündete der 28-Jährige auf einer Pressekonferenz. Er erläuterte auch die Gründe für seine Entscheidung - und klärte über seine Zukunftspläne auf.

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Er habe "entschieden, etwas Neues zu machen, eine neue Challenge zu suchen", so Alaba, der erklärte, die Entscheidung "vor ein paar Wochen getroffen" zu haben. Oft war zu lesen, vor allem finanzielle Gründe hätten letztlich dazu geführt, dass sich die Wege nach vielen Jahren trennen. Dies streitet Alaba ab. Das Geld war "kein Faktor für mich", stellte er immer wieder heraus. Dabei galt vor allem das Gehalt Alabas bei den gescheiterten Verhandlungen immer wieder als Hauptstreitpunkt. Die Berater des Innenverteidigers sollen rund 20 Millionen Euro Jahresgehalt gefordert haben. Summen, die FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß dazu veranlassten, Berater Pinhas Zahavi als "geldgierigen Piranha" zu bezeichnen.

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Alaba widersprach. Es sei vielmehr eine Entscheidung für eine neue Herausforderung gewesen, um "aus meiner Komfortzone rauszukommen". Er habe "vielleicht noch vier, fünf, sechs, sieben Jahre, in denen ich Fußball spielen kann. Ich habe versucht, mir darüber Gedanken zu machen", sagte der gebürtige Wiener, der seit 2008 für die Bayern aktiv war. Er wolle sich nicht nur als Spieler, sondern auch "als Person außerhalb des Platzes weiterentwickeln". Auf die Frage, wer beim FCB versucht habe, ihn von einem Verbleib zu überzeugen, sagte der Abwehrspieler: "Alle" und fügte hinzu: "Wirklich alle. Deshalb bin ich dem Verein sehr dankbar und deshalb war es für mich eine sehr, sehr schwierige Entscheidung. Deshalb habe ich mir auch Zeit gelassen." Der Klub sei für ihn zu einer "Familie" geworden.

Alaba: Noch nicht klar "wo die Reise hingeht"

Bei welchem Verein er künftig spielt, ist noch nicht bekannt. Alaba, der noch nicht wisse "wo die Reise hingeht", will sich mit seiner Entscheidung Zeit lassen - die Tendenz scheint aber nach Spanien zu gehen, wo mit dem FC Barcelona und Real Madrid zwei Schwergewichte an ihm interessiert sind. "Ich habe mir keine Deadline gesetzt", sagte er und betonte, weiterhin den vollen Fokus auf den FCB zu richten. "Ich werde in den nächsten Monaten versuchen zu helfen, alles in die Waagschale zu werfen um am Saisonende erfolgreich zu sein", sagte Alaba, der bisher insgesamt 415 Mal für die Bayern aktiv war und 33 Tore schoss.