14. September 2020 / 16:27 Uhr

Alaba-Berater attackieren Ex-Bayern-Boss Hoeneß nach Wutrede scharf: "Schmutzige Lügen"

Alaba-Berater attackieren Ex-Bayern-Boss Hoeneß nach Wutrede scharf: "Schmutzige Lügen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tauziehen um den Abwehrchef: Alaba-Berater Pinhas Zahavi hat auf die Verbalattacke von Bayern-Boss Uli Hoeneß (r.) reagiert.
Tauziehen um den Abwehrchef: Alaba-Berater Pinhas Zahavi hat auf die Verbalattacke von Bayern-Boss Uli Hoeneß (r.) reagiert. © imago images/Montage
Anzeige

Die Vertragsverlängerung von David Alaba wird beim FC Bayern zunehmend unwahrscheinlich. Nachdem Ex-Präsident Uli Hoeneß am Sonntag Alaba-Berater Pini Zahavi scharf kritisiert und als "geldgierigen Piranha" bezeichnet hatte, schlug das Berater-Team des FCB-Abwehrchefs am Montag zurück - und bezichtigte Hoeneß der Lüge.

Anzeige

Der Vertrags-Zoff um David Alaba überschattet beim FC Bayern München mehr und mehr die Vorbereitung auf den Bundesliga-Start am Freitagabend. Nach dem Verbalangriff von Ex-FCB-Präsident Uli Hoeneß am Sonntag im "Doppelpass" von Sport1 konterten die Berater des 28-Jährigen die Vorwürfe von Hoeneß, der insbesondere Pinhas Zahavi als "geldgierigen Piranha" bezeichnete, der eine Verlängerung Alabas mit Provisionsforderungen "im zweistelligen Millionenbereich" unmöglich mache.

Anzeige

Zahavi konterte diese Vorwürfe gegenüber Sky am Montag deutlich. Er habe bisher "zu keinem Zeitpunkt detailliert über eine etwaige Provisionszahlung mit den Bayern-Verantwortlichen gesprochen", sagte der 77-Jährige, der schon in die langwierigen Vertragsgespräche mit Robert Lewandowski involviert war und auch am Rekordtransfer von Neymar zu Paris Saint-Germain seinen Anteil hatte. Man habe bisher "nicht über Zahlen gesprochen", sagte er.

Mehr vom SPORTBUZZER

Allerdings räumte Zahavi ein, dass das Thema bei den Gesprächen am Rande des Champions-League-Finals in Lissabon aufgekommen war. "Dort fragte mich Hasan Salihamidzic, wie ich mir das vorstellen würde. Ich sagte ihm, dass wir zunächst an einer Einigung mit dem Spieler arbeiten sollten, ich aber nicht mehr als das Übliche fordern werde. Ich will nicht mehr bekommen, als andere Berater, die von Bayern Provisionszahlungen erhalten haben."

Alabas zweiter Berater, sein Vater George (von dem Hoeneß gesagt hatte, in den Verhandlungen habe es nie Probleme gegeben) fuhr gegen Hoeneß verbal schwere Geschütze auf. Er habe seinen Sohn "als Jugendlichen zum FC Bayern gebracht", sagte George Alaba. Er habe in dieser zeit "mehrmals die Möglichkeit gehabt", den Abwehrspieler "zu einem anderen Verein zu transferieren. Aber wir waren loyal und haben uns immer für einen Verbleib entschieden."


Alaba-Vater George über Hoeneß: "Dreckige Anschuldigungen"

Deutlich wies George Alaba die Aussagen von Hoeneß' im "Doppelpass" zurück. Der Berater giftete: "Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut. Zu behaupten, dass wir wegen einer solchen Zahlung bei Vertragsunterschrift nicht zu einer Einigung kommen, ist eine von diesen dreckigen Anschuldigungen." Die scharfe Bayern-Attacke gebe es "nur, weil wir die von ihnen vorgelegten Zahlen nicht akzeptieren", sagte Alaba senior. Dabei habe man im Alaba-Lager seine eigenen Vorstellungen.