02. November 2020 / 13:33 Uhr

David Alaba übt Kritik nach klarer Bayern-Ansage im Vertragspoker: "Habe es aus den Nachrichten erfahren"

David Alaba übt Kritik nach klarer Bayern-Ansage im Vertragspoker: "Habe es aus den Nachrichten erfahren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
David Alaba hat sich zum zurückgezogenen Vertragsangebot des FC Bayern geäußert.
David Alaba hat sich zum zurückgezogenen Vertragsangebot des FC Bayern geäußert. © imago images/Sven Simon
Anzeige

Enttäuscht, verwundert und mit deutlicher Kritik an den Verantwortlichen des FC Bayern hat David Alaba auf den offenbar endgültig gescheiterten Poker um seine Zukunft reagiert. Er bemängelt vor allem die Kommunikation vonseiten des Vereins.

Anzeige

David Alaba hat verwundert und enttäuscht auf die klare Ansage des FC Bayern im Poker um die Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages reagiert. "Ich habe es schon in der Vergangenheit immer wieder betont, dass ich es sehr gern gehabt hätte, wenn Internes auch Internes bleibt", meinte der Abwehrspieler am Montag und offenbarte, dass ihm die Abläufe in den vergangenen Monaten nahe gegangen sind. Dabei übte er deutliche Kritik an seinem Klub, der es nicht verhindert habe, dass in der Öffentlichkeit von ihm dargestellte Bild zurechtzurücken.

Anzeige

"Ich kann jedem einzelnen Fan versichern, dass die Summen, die in den Raum gestellt werden, nicht der Wahrheit entsprechen. Es hat mich in den vergangenen Monaten verletzt und enttäuscht, dass dies von offizieller Seite nicht dementiert und gesagt wurde, dass ich das nicht gefordert habe", meinte der 28-Jährige und betonte, dass er die mit Blick auf seine Verhandlungsposition erbosten Reaktionen mancher Anhänger in den sozialen Netzwerken nachvollziehen könne: "Ich habe dafür absolut Verständnis. Aus der Sicht eines Ausstehenden oder eines Fans kann ich das absolut nachvollziehen. Ich habe halt eine ganz andere Perspektive auf die ganze Situation."

Mehr vom SPORTBUZZER

Zuletzt war berichtet worden, dass die Bayern ihrem Abwehrchef elf Millionen Euro Festgehalt und sechs weitere Millionen an Prämien pro Jahr geboten hätten. Alaba sei dies zu wenig gewesen, da andere Bayern-Stars wie Manuel Neuer, Robert Lewandowski und Thomas Müller ein Fixum in höherer Größenordnung beziehen. Am Sonntagabend hatte Klub-Präsident Herbert Hainer in der Sendung "Blickpunkt Sport" nun verkündet, dass der FC Bayern das Angebot an Alaba zurückgezogen habe. Mehrere Verhandlungsrunden zwischen den FCB-Bossen sowie den Alaba-Beratern Pinhas Zahavi und George Alaba waren zuvor ergebnislos zu Ende gegangen.

Alaba: "Ich habe es aus den Nachrichten erfahren"

"Ich habe es gestern Abend wie alle aus den Nachrichten erfahren. Es war natürlich eine besondere Situation. Wie es weitergeht, wird sich zeigen. Ich habe mir in der kurzen Zeit noch keine Gedanken machen können", sagte der österreichische Nationalspieler nun und verwies darauf, dass er sich in dem siebentägigen Zeitraum zwischen der letzten Verhandlungsrunde und dem von dem deutschen Rekordmeister festgelegten Zeitpunkt für eine Entscheidung nicht mit dem Thema auseinandergesetzt habe - zu eng sei die Taktung zwischen den Spielen gewesen.

Alaba: "Hatte keinen Kontakt zu anderen Klubs"

Dabei klangen Alabas Ausführungen nicht so, als würde er die Bayern unbedingt verlassen wollen - im Gegenteil. "Ich spiele sehr gern für Bayern München und fühle mich sehr wohl. Ich bin noch immer sehr happy, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Wie es in der Zukunft aussieht, kann ich nach gestern Abend noch nicht sagen, weil niemand von offizieller Seite an mich herangetreten ist und mit mir gesprochen hat. Daher ist es schwierig zu sagen, wie die Zukunft aussehen wird." Die Münchner seien immer sein "erster Ansprechpartner" gewesen. "Ich hatte keinen Kontakt zu anderen Klubs", sagte Alaba.