05. August 2020 / 11:33 Uhr

Hoeneß über neuen Alaba-Vertrag beim FC Bayern: "Letzte Million nicht so wichtig"

Hoeneß über neuen Alaba-Vertrag beim FC Bayern: "Letzte Million nicht so wichtig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß glaubt an einen Verbleib von David Alaba bei den Bayern.
FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß glaubt an einen Verbleib von David Alaba bei den Bayern. © Getty
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Der FC Bayern kämpft um David Alaba. Nun hat sich Ehrenpräsident Uli Hoeneß in den Poker um die Zukunft des umworbenen FCB-Abwehrchefs eingeschaltet. Ein Wechsel könne für den Österreicher finanziell zwar ein Fortschritt sein, "in allen anderen Bereichen" allerdings nicht.

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Uli Hoeneß hat David Alaba erneut dazu geraten, einen neuen Vertrag beim FC Bayern München zu unterschreiben. Ein Wechsel zu einem anderen Verein sei für den österreichischen Abwehrspieler "vielleicht finanziell ein Fortschritt, aber in allen anderen Bereichen ein Rückschritt", sagte der Ehrenpräsident des FCB gegenüber DAZN. Alaba verhandelt mit den Münchnern bereits seit Wochen über eine Verlängerung seines noch bis zum nächsten Sommer gültigen Vertrags - bislang ohne Ergebnis. Laut Sport Bild gilt er vereinsintern nicht mehr als unverkäuflich.

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Der 28-Jährige, der bereits seit über zehn Jahren für die Bayern spielt, habe sich in der Innenverteidigung "als eine hervorragende Spielerpersönlichkeit entwickelt", sagte Hoeneß. "Er war immer schon ein guter Abwehrspieler auf der linken Seite, aber ich finde, er hat jetzt noch mal auf dieser neuen Position einen Sprung gemacht und sich noch mal nicht nur spielerisch, sondern auch von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, verbessert. Deswegen wäre es aus meiner Sicht extrem schade, wenn er den Verein verließe."

Insbesondere Manchester City und Paris Saint-Germain wollen Alaba Medienberichten zufolge einen Sommer-Transfer schmackhaft machen. Der Österreicher soll allerdings einen Wechsel nach Spanien präferieren, speziell der FC Barcelona und Real Madrid sollen es ihm angetan haben - ein Umstand, den Hoeneß keineswegs leugnet. "Zum Glück haben bis jetzt die Vereine, wo er gerne hingehen würde, nicht angeklopft und deswegen habe ich noch immer eine Hoffnung, dass er bleibt", sagte der Ex-Manager der Münchner, der als ein großer Mentor und Fürsprecher Alabas gilt.

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Hoeneß: "Noch keinen erlebt, der von uns weggegangen ist"

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, der sich mit Blick auf einen neuen Alaba-Vertrag zwischenzeitlich wenig optimistisch zeigte, hatte zuletzt angekündigt, sich am Rande des anstehenden Champions-League-Finalturniers in Lissabon mit Alabas Beratern Pini Zahavi und Vater George Alaba treffen zu wollen, um zu einer Einigung zu gelangen.

Dass Alaba den Klub wirklich verlassen könnte, will Hoeneß deshalb auch nicht wahrhaben: "Bis jetzt habe ich noch keinen erlebt, der von uns weggangen ist. Er wäre der Erste." Im Hinblick auf die kolportierten Gehaltsforderungen Alabas, der rund 20 Millionen Euro pro Jahr verlangen soll, sagte Hoeneß: "Ich kann ihm aus eigener Erfahrung sagen, dass die letzte Million nicht so wichtig ist..." Die Bayern könnten ihm im Gegensatz zu anderen Spitzenklubs Folgendes bieten: "Einen sicheren Arbeitsplatz, viel Spaß, Heimat, viel Liebe von den Fans, Akzeptanz, die er sich woanders erst erarbeiten muss", sagte Hoeneß. "Und eines muss er wissen: es gibt keinen Verein, der so familiär, so gemütlich, so angenehm ist, wie der FC Bayern."