19. Dezember 2019 / 22:51 Uhr

David Beckham: WM 2022 in Katar "wird ein Traum für Spieler und Fans"

David Beckham: WM 2022 in Katar "wird ein Traum für Spieler und Fans"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
David Beckham schaut sich das Halbfinale der Klub-WM zwischen Monterrey und Liverpool in Doha auf der Tribüne an.
David Beckham schaut sich das Halbfinale der Klub-WM zwischen Monterrey und Liverpool in Doha auf der Tribüne an. © imago images/Fotoarena
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England-Legende David Beckham lobt die Ausrichter der WM 2022 in Katar in vollen Zügen. Das umstrittene Turnier im Golfstaat werde Spielern und Fans starke Veranstaltungsorte, tolle Hotels und eine großartige Kultur bieten. Die Kritik am Austragungsland bleibt dabei auch während der aktuell stattfindenden Klub-WM massiv.

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Mehr oder weniger Korruption bei der Vergabe, Termin-Stress und Hitzekoller für die Profis - von der schwierigen Menschenrechtslage ganz zu schweigen: Vielen Fans graut es jetzt schon vor der WM 2022 im Emirat Katar, die in drei Jahren über die Bühne gehen soll. Am Rande der Klub-WM, die aktuell als erster Probelauf für das Turnier in Doha stattfindet, hat England-Legende David Beckham durchweg lobende Worte für die wohl umstrittenste Weltmeisterschaft der Fußball-Geschichte gefunden. Die WM werde, so Beckham, "ein Traum" für Spieler und Fans.

"Ich denke, als Spieler und als Fan will man eine WM besuchen, die große und sichere Veranstaltungsorte, tolle Hotels und eine großartige Kultur hat. Und dafür steht Katar", erklärte der Ex-Star von Manchester United und Real Madrid, dem von Funktionären eine Tour des Education City Stadiums in Doha gegeben wurde, in einem Interview mit fifa.com. "Ich wünschte, ich wäre noch aktiv, denn in solchen Stadien wie hier zu spielen ist ein Traum", ergänzte Beckham. "Den Spielern wird es hier an nichts fehlen."

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Beckham über Katar: "Man kann sehen, dass hier etwas Einzigartiges entsteht"

Der 44-Jährige sieht es als wichtige Aufgabe der FIFA an, neue Länder für die Ausrichtung einer WM zu gewinnen. "Das ist doch, worum es bei einer Weltmeisterschaft geht", betonte der 115-malige englische Nationalspieler. "Ländern eine Chance zu geben, den größten Wettbewerb auszurichten, den dieser Sport zu bieten hat. Es verändert die Wirtschaft, das Leben der Menschen, die Erfahrungen der Fans und gibt Menschen eine Chance, den Fußball in Ländern zu erleben, die man normalerweise nicht besuchen würde. Es gibt auch Katar die Möglichkeit, etwas so Spezielles zu tun und man kann schon sehen, dass hier etwas Einzigartiges entsteht."

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Beckham, der aktuell als Besitzer eine neue MLS-Franchise in Miami aufbaut, spricht von einer "familiären Umgebung" in Katar. Beckham: "Das ist etwas, was man als Spieler und Fan doch bei einer WM sehen will. Heute in drei Jahren wird es hier ziemlich unglaublich sein." Katar steht seit Jahren wegen Missachtung der Menschenrechte teils massiv in der Kritik, selbst der gestürzte FIFA-Präsident Sepp Blatter bezeichnet die Vergabe des Turniers nach Katar "natürlich (als) Fehler".

Das sieht man auch in Deutschland so. "Die Bilder der Leichtathletik-WM vor einigen Wochen haben ja Bände gesprochen. Die Sportler konnten einem gleich doppelt leid tun. Aufgrund der Hitze fanden viele Wettkämpfe nachts statt. Und insgesamt war die Zuschauer-Resonanz enttäuschend. Das kann nicht im Sinne des Sports, der Sportler und Fans sein", kritisierte DFB-Präsident Fritz Keller in einem Bild-Interview.

DFB-Boss Keller schließt Boykott aus - Nationalspieler "werden Stimmen erheben"

Die Nationalspieler sieht der neue DFB-Boss mit Blick auf das Großevent im Jahr 2022 in keiner einfachen Situation. "Von ihnen zu erwarten, sie würden Probleme lösen, an denen auch die Politik scheitert, wäre zu viel verlangt. Sie sind nicht Bundeskanzler oder Außenminister. Aber ich habe volles Vertrauen in sie, dass sie die Situation einordnen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch ihre Stimmen erheben werden. Unsere Spieler sind sich ihrer Verantwortung und Rolle durchaus bewusst", betonte Keller, der einen Boykott ausschließt: "Es macht keinen Sinn, zu Hause zu bleiben. Gerade der Sport kann Brücken bauen. Und gerade die mediale Wucht einer Fußball-WM kann helfen, Missstände aufzudecken."

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Weil das Wetter in Katar keinen Hochleistungssport im Sommer zulässt, wird die WM im Winter ausgespielt - ähnlich wie aktuell die Klub-WM, bei der Jürgen Klopp und sein FC Liverpool am Samstag im Finale auf Flamengo Rio de Janeiro trifft. Beim Bau der Stadien sind laut internationalen Behörden bereits weit über 1000 Bauarbeiter ums Leben gekommen, die Lebensbedingungen der gering bezahlten Gastarbeiter sind katastrophal.