27. Mai 2019 / 09:16 Uhr

David schlägt Goliath: STK Eilvese lässt im Derby gegen Mühlenfeld Federn

David schlägt Goliath: STK Eilvese lässt im Derby gegen Mühlenfeld Federn

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Eilveses Mohamad Saade schiebt Frust.
Eilveses Mohamad Saade schiebt Frust. © CHRISTIAN HANKE
Anzeige

Der Aufstieg in die Landesliga ist dem STK Eilvese nicht mehr zu nehmen. Am Sonntag hätte der Spitzenreiter auch die Meisterschaft perfekt machen könne, verpasste diese Chance aber. Lokalrivale TSV Mühlenfeld brachte dem Spitzenreiter eine 1:2-Niederlage bei.

Als Duell „David gegen Goliath“ hat TSV Mühlenfelds Trainer Mario Pohl das Spiel seiner Mannschaft beim Spitzenreiter STK Eilvese beschrieben. Am Ende jubelte der David auf dem Eilveser Sportplatz und feierte anschließend mit einem kühlen Getränk den 2:1 (1:0)-Erfolg.

Anzeige

„Das ist nicht unverdient. Es ist super, was wir als junge Truppe voller No Names gegen diese teils oberligaerfahrene Mannschaft geleistet haben“, lobte Pohl sein Team. Für STK-Coach Thassilo Jürgens war die Derbypleite vollkommen nebensächlich: „Mich ärgert, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Aber unser Ziel war es immer, die Liga nach oben zu verlassen. Und das haben wir erreicht.“

Bilder vom Bezirksligaspiel STK Eilvese - TSV Mühlenfeld

Geschafft! Mühlenfelds Trainer Mario Pohl bejubelt den überraschenden 2:1-Sieg gegen Spitzenreiter STK Eilvese. Zur Galerie
Geschafft! Mühlenfelds Trainer Mario Pohl bejubelt den überraschenden 2:1-Sieg gegen Spitzenreiter STK Eilvese. ©

TSV-Linksverteidiger Gieseke verletzt sich

Die erste Hälfte gestalteten beide Seiten ausgeglichen. Es gab vor den gut 300 Zuschauern Möglichkeiten in Ansätzen auf beiden Seiten. Die beste zur Führung vergab Eilveses Felix Gläser, der nach einer Hereingabe von Alessandro Busse aus kurzer Distanz neben das Tor schoss.

Anzeige

Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld für den TSV konnten die Eilveser den Ball nichtim eigenen Strafraum klären, Justin Drechsler schoss aus sieben Metern zur überraschenden Gästeführung ein (20. Minute). Bis zur Pause neutralisierten sich beide Seiten weiter. Für Linksverteidiger Lukas Gieseke war das Spiel vorzeitig beendet, nachdem er ohne Schuld eines Gegners umknickte. „Der Knöchel wurde etwas dick“, sagte Pohl, der noch keine genaue Diagnose abgeben konnte.

Mehr Amateurfußball aus der Region

Eilvese wird stärker - Mühlenfeld eiskalt

Nach der Halbzeitpause kamen die Eilveser stärker auf, die Mühlenfelder konzentrierten sich vorwiegend auf die Defensive. Doch der STK kam trotzdem zu einer erstklassigen Möglichkeit: Nach Zuspiel von Busse lief Gläser frei auf das Tor zu. Der Stürmer schob den Ball auch an Torwart Tim Müller vorbei, allerdings auch am Tor.

Ähnlich erging es Drechsler: Auch er lief freistehend auf das Tor zu, wollte Schlussmann Kai Machulla tunneln, doch der Schlussmann bekam noch im letzten Moment die Beine zusammen und wehrte den Ball ab (60.).

Die Bilder der Saison 2018/2019 in Hannovers Amateurfußball:

Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. Zur Galerie
Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. ©

"Das Tor kam aus dem Nichts"

Schließlich belohnte sich der STK doch noch für den größeren Aufwand in der zweiten Hälfte. Mohamad Saade bediente Busse auf dem rechten Flügel, dieser flankte scharf in die Mitte und Hussein Saade vollstreckte aus kurzer Distanz (76.). Als es schon nach einem Unentschieden aussah, erkämpfte sich der TSV noch einmal eine Ecke. Die trat Maurice Fuhrmann perfekt, in der Mitte köpfte Noah Peters gegen den Pfosten, der Abpraller fiel Patrick Mesenbring vor die Füße. Der Stürmer zögerte nicht und schoss ein (87.). „Das Tor kam aus dem Nichts“, gab Pohl zu, der den Sieg mit den mitgereisten Zuschauern aus Hagen kräftig feierte.