05. Februar 2020 / 11:42 Uhr

Aktion gegen Torunarigha: Schalke-Coach Wagner sieht Rot und meckert: "Das war weniger als nichts"

Aktion gegen Torunarigha: Schalke-Coach Wagner sieht Rot und meckert: "Das war weniger als nichts"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Schalke-Coach David Wagner hält Jordan Torunarigha am Hals fest - und sieht dafür Rot.
Schalke-Coach David Wagner hält Jordan Torunarigha am Hals fest - und sieht dafür Rot. © imago images/Pakusch/Moritz Müller/Montage
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Schalke-Coach David Wagner musste von der Tribüne aus ansehen, wie seine Mannschaft gegen Hertha BSC mit 3:2 nach Verlängerung gewinnen konnte. Er selbst hatte für eine vermeintliche Tätlichkeit an Herthas Jordan Torunarigha Rot gesehen – zum Unverständnis des S04-Trainers.

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Nach der Roten Karten gegen David Wagner für ein Vergehen an Herthas Jordan Torunarigha im DFB-Pokalachtelfinale im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC (3:2 nach Verlängerung) hat sich der Trainer von Schalke 04 selbst zu Wort gemeldet und die Entscheidung von Schiedsrichter Harm Osmers kritisiert. "Ich wollte ihm nur aufhelfen und schauen, dass er nicht umfällt. Dann nimmt er die Kiste und schmeißt die weg, in dem Moment habe ich dann auch losgelassen. In der Zeitlupe sieht es dämlich aus, aber es war weniger als nichts in diesem Fall", sagte der S04-Trainer am Sky-Mikrofon.

Diese Szene in der 101. Minute der Verlängerung hatte für mächtig Wirbel gesorgt, denn nicht nur Wagner musste vorzeitig das Spielfeld verlassen, auch der zuvor schon gelbverwarnte Torunarigha wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Was war passiert? Der Berliner Innenverteidiger Torunarigha der zuvor rassistisch beleidigt worden sein soll – wurde vom Schalker Omer Mascarell nahe der Seitenlinie ins Aus geschubst und fiel in Schalke-Trainer Wagner hinein. Der Coach half dem deutschen Nachwuchsspieler wieder auf die Beine. Dieser griff sich beim Aufstehen jedoch den Schalker Wasserflaschen-Kasten und warf ihn vor Wagner zu Boden.

Wagner: "Ich habe ihn nicht gepackt"


Wagner stellte klar, dass er keine Tätlichkeit an dem Berliner Verteidiger begangen habe. "Ich habe ihn nicht gepackt oder ihn runtergedrückt, ich habe ihn auch nicht gekniffen", so der Coach. Dies sah Osmers anders. Der Unparteiische stand nach der Szene in Kontakt mit den Videoassistenten und schaute sich das Geschehene nochmals auf dem Monitor genau an - und entschied letztlich auf Rot für Wagner.

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Torunarigha soll rassistisch beleidigt worden sein – Wagner entschuldigt sich

Nach Angaben von Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann wurde Torunarigha in der Veltins Arena von Zuschauern rassistisch beleidigt. "Mehrfach" sei es dazu gekommen, sagte Klinsmann nach der 2:3-Niederlage. Man habe die Schiedsrichter auch sofort darauf hingewiesen. "Der Junge ist beleidigt worden und war aufgepusht", erläutere Klinsmann. "Da braucht man dann Fingerspitzengefühl und muss ihm nicht später in der Situation noch die zweite Gelbe Karte geben." Hertha-Kapitän Niklas Stark ergänzte, die Rufe von den Rängen seien "unmenschlich und in jeglicher Form abstoßend" gewesen.

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Wagner entschuldigte sich im Namen des FC Schalke bei den Berlinern und dem dunkelhäutigen Abwehrspieler mit nigerianischen Wurzeln, sollte dieser rassistisch beleidigt worden sein. Wenn so was aufkommt, "ist da in der Regel auch was dran", sagte Wagner. "Da bin ich ganz bei Jürgen. So etwas gehört sich nicht. Dafür möchte ich mich im Namen von Schalke 04 bei Hertha und dem Jungen entschuldigen."

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