13. Februar 2021 / 12:46 Uhr

Kommentar zum Upamecano-Transfer: Der FC Bayern zeigt nun auch Leipzig die Grenzen auf

Kommentar zum Upamecano-Transfer: Der FC Bayern zeigt nun auch Leipzig die Grenzen auf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Transfer von Dayot Upamecano zeigt, wie ernst die Bayern nun auch RB Leipzig nehmen, meint SPORTBUZZER-Redakteur Roman Gerth.
Der Transfer von Dayot Upamecano zeigt, wie ernst die Bayern nun auch RB Leipzig nehmen, meint SPORTBUZZER-Redakteur Roman Gerth. © IMAGO (Montage)
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Es ist kein Geheimnis, dass sich der FC Bayern gerne bei der Bundesliga-Konkurrenz bedient - ein Top-Spieler kommt nach München, der Rivale wird geschwächt. Mit dem Transfer von Dayot Upamecano unterstreichen die Münchener, dass nun auch Leipzig so bekämpft wird, meint SPORTBUZZER-Redakteur Roman Gerth.

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Die Geschichte des Transfers von Dayot Upamecano, der RB Leipzig im Sommer in Richtung München verlässt, kommt einem nur zu bekannt vor. Ein Top-Spieler eines Bundesliga-Konkurrenten des FC Bayern überzeugt mit starken Leistungen, die Verantwortlichen des Rekordmeisters strecken ihre Fühler aus – und greifen zu. Kurz vor dem verkündeten Wechsel gab RB-Sportdirektor Markus Krösche bei DAZN zu, man sitze "nicht mehr im Driver’s Seat". Ehrlich gesagt haben die Roten Bullen in diesem Fall aber auch nie das Steuer in der Hand gehabt.

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Upamecano hat sich bei seiner Verlängerung in Leipzig im vergangenen Sommer die Ausstiegsklausel in Höhe von 42,5 Millionen Euro in den Vertrag einbauen lassen. Schon im Frühjahr 2020, also Monate bevor der 22 Jahre alte Innenverteidiger bei RB verlängerte, war vom Interesse der Bayern die Rede. Upamecano hatte einen Wechsel im kommenden Sommer schon da auf der Rechnung – und der deutsche Liga-Primus seine Chance längst erkannt.

Mit diesen Transfers schwächte der FC Bayern die Bundesliga:

Leon Goretzka ist zum FC Bayern gewechselt. Er ist nicht der erste Spieler, den der FCB von der direkten Konkurrenz abwirbt. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt, mit welchen Transfers die Bayern die Bundesliga schwächten. Zur Galerie
Leon Goretzka ist zum FC Bayern gewechselt. Er ist nicht der erste Spieler, den der FCB von der direkten Konkurrenz abwirbt. Der SPORTBUZZER zeigt, mit welchen Transfers die Bayern die Bundesliga schwächten. ©

Das Besondere an diesem Transfer aber ist, dass Leipzig als Bundesligist (Kimmich wechselte 2015 zu Bayern, als RB noch Zweitligist war) erstmals einen seiner Spitzenkräfte an die Bayern verliert. Das macht zweierlei deutlich. Zum einen bleibt der Dauermeister seinem Handeln der vergangenen Jahrzehnte treu. An dieser Stelle seien die Ex-Dortmunder Robert Lewandowski und Mario Götze erwähnt, oder im Jahrzehnt zuvor die Leverkusener Michael Ballack und Lucio – um nur wenige zu nennen. Doch noch viel wichtiger: Salihamidzic, Rummenigge und Co. sehen es nun auch an der Zeit, dem – wie aus den Aussagen der FCB-Oberen stets herauszulesen ist – geschätzten Rivalen aus Sachsen zu schwächen. Man hat RB unlängst als Meisterschaftskandidaten erkannt, will nun gegensteuern – und selbst dem finanzkräftigen Red-Bull-Klub die Grenzen aufzeigen.



Einerseits ist das ein Kompliment für die Arbeit der Leipziger in jüngerer Vergangenheit. Doch andererseits zementiert der nächste Transfer nach bekannter Bayern-Manier die Vormachtstellung der Münchener in den kommenden Jahren.