10. Januar 2023 / 20:34 Uhr

DAZN führt Abo-Pakete ein: Neukunden zahlen beim Streamingdienst nun 10 bis 40 Euro

DAZN führt Abo-Pakete ein: Neukunden zahlen beim Streamingdienst nun 10 bis 40 Euro

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DAZN hat eine gravierende Abo-Änderung vorgenommen.
DAZN hat eine gravierende Abo-Änderung vorgenommen. © IMAGO/MiS
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Nach den Preiserhöhungen aus dem vergangenen Jahr steht "DAZN" gerade vor einer Klage durch die Verbraucherzentrale. Im Schatten dieser Schlagzeile hat der Streamingdienst eine Neuerung eingeführt, die für Aufsehen sorgt: Künftig wird es erstmals Fußball, US-Sport und Co. in verschiedenen Paketen geben.

Neukunden von DAZN können seit dem 9. Januar zwischen drei Abo-Paketen wählen. Das wird bei einem Blick auf die Webseite des Streamingdienstes sichtbar. Das günstigste Angebot heißt "DAZN World" und kostet monatlich 9,99 Euro. Dieses richtet sich vorrangig an Fans abseits des Fußballs. Enthalten sind zwar europäische Pokalwettbewerbe wie der FA Cup in England oder der Copa del Rey in Spanien, darüber hinaus sind aber vor allem andere Sportarten wie Handball (EHF Champions League), Tennis (Davis Cup) und Darts zu sehen – alle Events der Pfeilejäger gehören dazu.

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Das zweite Paket namens "DAZN Standard" umfasst alle wichtigen Fußballrechte wie Bundesliga, Champions League und die internationale Top-Ligen Spaniens und Italiens sowie US-Sport mit National Football League (NFL) und National Basketball Association (NBA). Auch Boxen ist dabei, ebenso können die linearen Kanäle DAZN 1 und DAZN 2 empfangen werden. Die Fußball-Pokalwettbewerbe, Darts und Co. aus dem günstigen Paket gehören derweil nicht zum Angebot von "DAZN Standard", das 24,99 Euro pro Monat im Jahresabo und 29,99 im Monatsabo kostet.

Wer sich als Neukunde das gesamte Angebot sichern will, zahlt für "DAZN Unlimited" nun 39,99 Euro im Monatsabo. Das Gesamtpaket ist für sie also 10 Euro monatlich teurer als für die Kunden, die bereits ein Abo besitzen. Das Jahresabo, das vorher bei 275 Euro lag, kostet für Neukunden nun 360 Euro. "Derzeit planen wir keine Änderungen für Bestandskunden", schreibt DAZN auf der eigenen Webseite.

Derzeit droht dem Medienunternehmen eine Sammelklage der Verbraucherzentrale (VZBV) wegen der Preisverdopplung vom vergangenen August von 14,99 Euro auf 29,99 Euro. Grund dafür sind laut der VZBV "intransparente und rechtswidrige" AGBs. Momentan werden Kunden gesucht, die dagegen rechtlich vorgehen wollen. DAZN erklärte in einem Statement, man sei "nach wie vor davon überzeugt, dass seine AGB mit dem geltenden Recht in Einklang stehen".

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