16. Mai 2019 / 12:40 Uhr

Bericht: DFL will Bundesliga-Rechte an nur einen Anbieter verkaufen - DAZN, Sky & Co. im Wettstreit

Bericht: DFL will Bundesliga-Rechte an nur einen Anbieter verkaufen - DAZN, Sky & Co. im Wettstreit

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sind alle Bundesliga-Spiele mit dem BVB, FC Bayern & Co. ab 2021 wieder nur bei einem Anbieter live zu sehen? Die DFL will bei der neuen Rechteausschreibung genau das erreichen.
Sind alle Bundesliga-Spiele mit dem BVB, FC Bayern & Co. ab 2021 wieder nur bei einem Anbieter live zu sehen? Die DFL will bei der neuen Rechteausschreibung genau das erreichen. © 2019 Getty Images
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Bald werden die Karten neu gemischt: Wo können Fußball-Fans ab der Saison 2021/22 die Bundesliga live sehen? DAZN, Sky & Co. haben längst mit dem Wettstreit begonnen. Und die DFL hat einem Medienbericht zufolge erste Details für den Rechteverkauf geklärt - mit einer zentralen Änderung.

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Gibt es Live-Spiele der Bundesliga künftig wieder bei nur einem Anbieter? Derzeit hält Sky einen Großteil der Rechte, die Spiele am Freitag, Sonntagmittag (13.30 Uhr) und Montag sind beim Eurosport Player zu sehen. Der Streaminganbieter DAZN darf aktuell lediglich Highlights zeigen. Das wird auch bis zum Ende der übernächsten Saison so bleiben. Aber dann?

Ab der Spielzeit 2021/22 gestaltet sich das Bild für die Fußball-Fans sicher wieder anders. Und da die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Medienrechte mit viel Vorlauf vergibt - im aktuellen Fall wohl spätestens im Frühjahr 2020 -, wird die künftige Situation schon jetzt brandheiß diskutiert. Die wichtigste Anpassung im Vergleich zur vergangenen Ausschreibung hat die DFL einem Bericht des Fachmagazins Sponsors zufolge schon geklärt: Von der Saison 2021 an soll es demnach wieder möglich sein, dass ein Anbieter alle Live-Spiele der Bundesliga im Angebot hat.

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Per Mertesacker: „Wat wollen'se von mir hören?“ Na, klare Kante vom Weltmeister! Seit Beginn der Saison 2018/2019 analysiert „Merte“ für den Streamingdienst DAZN die Champions League. „Ich werde sicherlich auch mal anmoderieren oder vor der Fankurve stehen“, versprach der 34-Jährige vor der Premiere am 18. September 2018 auf Schalke – und hielt Wort.   ©
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DFL will "No-Single-Buyer-Rule" abschaffen

Die DFL wollte den Bericht am Donnerstag zunächst nicht kommentieren. Außerdem ist der Enschluss vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamts. Dieser Prozess läuft derzeit. Die Vorgaben der Behörde hatten es beim bisher letzten Verkauf der Rechte unmöglich gemacht, dass ein Pay-Anbieter die Live-Rechte komplett erwerben konnte. Daraus ist die seit der laufenden Saison gegebene Zerstückelung in Sky und Eurosport entstanden.

Dass die DFL die Klausel namens No-Single-Buyer-Rule kippen möchte, ist seit längerem bekannt. „Hier steht der Wunsch des Bundeskartellamts nach mehr Konkurrenz unserem Wunsch nach hoher Kundenzufriedenheit entgegen“, hatte Liga-Geschäftsführer Christian Seifert dazu vor ein paar Wochen in der Süddeutschen Zeitung gesagt: „Ich setze ein großes Fragezeichen dahinter, ob wir wieder eine No-Single-Buyer-Regel brauchen.“

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Selbst wenn die Regelung fällt, ist der Weg für Sky aber keineswegs frei. Denn: Neben dem aktuellen Liverechte-Halter Eurosport hatte sich zuletzt auch DAZN mehrfach offensiv in Sachen Bundesliga geäußert. „Es ist kein Geheimnis, dass wir großes Interesse an Livespielen der Bundesliga haben, sagte der Deutschland-Chef der Plattform, Thomas de Buhr, jüngst der Sport Bild. „Wir schauen uns die jeweiligen Rechtepakete der DFL ganz genau an, sobald diese feststehen. Dann sehen wir weiter.“ Ab der kommenden Saison wird die Premier League nicht mehr bei DAZN zu sehen sein, Sky hat sich die Rechte zurückgeholt. Umso mehr ist der Konkurrenzkampf entfacht - und Budget beim Internetriesen frei.

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Eine ebenfalls in der von Sponsors veröffentlichten DFL-Planung vorgesehene Änderung könnte der Streamingplattform dabei helfen. Die Live-Rechte der Bundesliga müssen demnach künftig nicht mehr zwingend an einen linearen TV-Sender vergeben werden, sondern dürften auch ausschließlich von Internetangeboten wie DAZN erworben werden. In der bald startenden Ausschreibung reicht es wohl aus, Live-Rechte lediglich über die Verbreitungswege Web-TV und Mobile-TV zu verwerten. Bedeutet: Sky hat in DAZN einen sehr ernstzunehmenden Konkurrenten - und auch Eurosport ist mit seinem Player weiterhin im Rennen. Es bleibt also viel Raum für Diskussionen - und einen großen Wettbewerb.

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