20. April 2020 / 17:03 Uhr

DBBL-Videokonferenz: Keine Geisterspiele in der neuen Saison

DBBL-Videokonferenz: Keine Geisterspiele in der neuen Saison

Jan-Philipp Brömsen
Göttinger Tageblatt
Roland Emme-Weiß, Geschäftsführer der flippo Baskets, in Aktion nach einem Heimsieg der Basketballerinnen.
Roland Emme-Weiß, Geschäftsführer der flippo Baskets, in Aktion nach einem Heimsieg der Basketballerinnen. © Schneemann
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Die flippo Baskets BG 74 haben eine ihrer besten Spielzeiten in der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) seit langem geboten. Aber wie geht es mit der kommenden Saison weiter? Die Verantwortlichen der Vereine absolvierten am Donnerstagabend die erste Videokonferenz.

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Was war die Freude bei den Verantwortlichen, Trainern und Spielerinnen groß: Die flippo Baskets BG 74 haben eine ihrer besten Spielzeiten in der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) seit langem absolviert. Aber wie geht es mit der kommenden Saison weiter? Die Verantwortlichen der Vereine absolvierten am Donnerstagabend die erste Videokonferenz.

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Alle Verantwortlichen der DBBL-Vereine kommunizierten während der ersten medialen Konferenz. Weitere sollen im Zwei-Wochen-Rhythmus folgen. Mit dabei war auch flippo-Geschäftsführer Roland Emme-Weiß. „Es wird definitiv keine Geisterspiele geben. Darauf haben sich alle Vereine und die DBBL verständigt“, sagt Emme-Weiß.

Keine Geisterspiele

„Sobald es erlaubt ist, dass bis zu 500 Zuschauer in die Halle dürfen, können wir mit der neuen Saison anfangen. Ansonsten muss diese weiter nach hinten geschoben werden“, erklärt Emme-Weiß. Eigentlich war ein Start Ende September geplant, der jedoch durch die anhaltende Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Bestimmungen der Bundesregierung eher unrealistisch erscheint.

„Es wird ein zweiter Rahmenspielplan erstellt. Möglich wäre eine Verschiebung auf den 1. November oder sogar 1. Dezember“, so der flippo-Geschäftsführer. Dabei spiele aber die Entwicklung des Virus eine entscheidende Rolle. Nach der Erstellung des neuen Plans werde erneut darüber beraten, die nächste Videokonferenz ist für den 29. April anberaumt.


flippo Baskets BG 74 - Pharmaserv Marburg

Basketball Damen Bundesliga DBBL, Saison 2019 / 2020, flippo Baskets BG 74 Göttingen - BC Pharmaserv Marburg, 07.03.2020, Göttingen. Göttingens Megan Mullings klatscht. Foto: Swen Pförtner Zur Galerie
Basketball Damen Bundesliga DBBL, Saison 2019 / 2020, flippo Baskets BG 74 Göttingen - BC Pharmaserv Marburg, 07.03.2020, Göttingen. Göttingens Megan Mullings klatscht. Foto: Swen Pförtner ©

Vorbereitungsstart ungewiss

Die ungewisse Lage in der Liga, insbesondere was den Start der neuen Spielzeit angeht, bereitet auch Emme-Weiß gewisse Sorge. „Wir haben Vertragsentwürfe erstellt, aber mit einer entsprechenden Klausel, falls die Saison später beginnen wird. Da müssen alle relativ flexibel sein.“ Eine Vorbereitungs-Planung mit Trainer Goran Lojo erscheint derzeit nicht möglich. „Sicherlich werden wir mit den verbliebenen Spielerinnen etwas eher beginnen können – die Gespräche bezüglich der Vertragsverlängerung laufen“, so Emme-Weiß.

Bereits seit Januar halten die Verantwortlichen des Göttinger Bundesligisten konkret Ausschau nach neuen Spielerinnen, nachdem Jill Morton, Megan Mullings und Cayla McMorris den Verein verlassen. Ob beispielsweise amerikanische Spielerinnen im September normal einreisen können, bleibt jedoch offen. „Wir wissen nicht einmal, ob die dann noch in eine zweiwöchige Quarantäne müssten – das würde wohl keine Spielerin mitmachen“, betont der Göttinger.

Daher soll während der Videokonferenz sogar eine Liga, ausschließlich mit deutschen Spielerinnen, thematisiert worden sein. Des Weiteren soll die DBBL die eingereichten Lizenzunterlagen akzeptiert haben. Eine Gefahr, aufgrund späterer möglicher finanzieller Engpässe die Liga wieder verlassen zu müssen, sei nicht gegeben. „Wir werden sicherlich im August oder September unsere Unterlagen auch aktualisieren müssen“, vermutet Emme-Weiß.

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Kaderplanung schwierig

Somit gestaltet sich die Kaderplanung für Emme-Weiß und seinen Geschäftsführer-Kollegen Richard Crowder äußerst diffizil. „Drei neue Spielerinnen wären toll, vier sind natürlich wünschenswert, aber wohl schwer realisierbar“, so Emme-Weiß. Die Sponsoren der flippo Baskets haben bislang positive Signale ausgesandt und wollen den Göttinger Klub auch in der kommenden Saison finanziell unterstützen. Teilweise gebe es auch Verträge über mehrere Jahre. „Wir gehen aktuell davon aus, dass uns alle erhalten bleiben, genauer planen kann man natürlich derzeit nicht“, ergänzt der Funktionär.

Die Spielerinnen um Jennifer Crowder genießen trotz derzeit angespannten Lage ihre sportliche Pause. Am vergangenen Sonntag hätten die flippo Baskets die erste Runde der Playoffs absolvieren müssen – jetzt sind alle zu Hause. Einen Trainingsplan vom Headcoach gibt es nicht. „Die Spielerinnen machen etwas für sich. An Training ist ja derzeit eh nicht zu denken – die Hallen sind alle zu“, stellt Emme-Weiß klar.