10. April 2021 / 20:23 Uhr

Debüt-Treffer in Stuttgart: Youngster Ansgar Knauff schießt BVB zu spätem Sieg

Debüt-Treffer in Stuttgart: Youngster Ansgar Knauff schießt BVB zu spätem Sieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ansgar Knauff schoss den BVB in Stuttgart zu einem späten Auswärtssieg.
Ansgar Knauff schoss den BVB in Stuttgart zu einem späten Auswärtssieg. © Getty
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Vier Tage vor dem Champions-League-Rückspiel im Viertelfinale gegen Manchester City (Hinspiel: 1:2) hat Borussia Dortmund dank Tor-Debütant Ansgar Knauff einen wichtigen Auswärtssieg beim VfB Stuttgart gefeiert – und damit den Abstand auf Eintracht Frankfurt in der Tabelle nicht weiter anwachsen lassen.

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Borussia Dortmund hält nach einem hart umkämpften 3:2 (0:1)-Sieg am Samstagabend beim VfB Stuttgart den Kontakt zu den Champions-League-Plätzen. Der erst 19 Jahre alte Ansgar Knauff erzielte in seinem erst dritten Bundesliga-Einsatz den Siegtreffer in der 80. Minute. Für ihn war es, wie für Jude Bellingham (47.), der Debüt-Treffer im deutschen Oberhaus. Den weiteren Treffer für den BVB erzielte Kapitän Marco Reus (52.). Die Mannschaft von Trainer Edin Terzic hat nach dem 28. Spieltag als Tabellen-Fünfter weiterhin sieben Zähler Rückstand auf den letzten Champions-League-Qualifikationsrang vier, den Eintracht Frankfurt (4:3 gegen den VfL Wolfsburg) belegt. Für die Stuttgarter, bei denen Sasa Kalajdzic (17.) und Daniel Didavi (78.) trafen, bedeutet die Heimpleite einen Rückschlag im Kampf um die Europa League. Der VfB rutscht auf Rang neun ab.

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Für den BVB um Trainer Edin Terzic galt es, in Stuttgart Wiedergutmachung betreiben. Im Hinspiel im Signal-Iduna-Park vor fünf Monaten blamierte sich die Borussia gegen die Stuttgarter und ging mit 1:5 unter. Es war das letzte Spiel von Lucien Favre als BVB-Coach, der durch Terzic ersetzt wurde. Vor der Partie sei das Debakel Thema gewesen, verriet der Trainer bei Sky vor dem Anpfiff. "Das war ja nicht nur das schlechteste Spiel dieser Saison, sondern wahrscheinlich das schlechteste Heimspiel der letzten Jahre von Borussia Dortmund“, betonte Terzic. "Wir wollen das so nicht stehen lassen. Wir wissen, dass es praktisch einen Totalschaden gab an diesem Spieltag."

Ohne Emre Can und Knauff in der Startelf, die nach der 1:2-Niederlage bei Manchester City in der Champions League unter der Woche durch Thomas Delaney und Giovanni Reyna ersetzt wurden, erwischte der BVB einen guten Start und bot eine mutige Vorstellung – auch wenn Torchancen zunächst ausblieben. Konkreter agierte der VfB, bei dem einmal mehr das Duo Borna Sosa und Kalajdzic im Vordergrund stand. Eine wachsweiche, hohe Flanke des Kroaten landete wie so oft in dieser Saison zielgenau auf dem Kopf des langen Österreichers, der Raphael Guerreiro im Kopfballduell keine Chance ließ und den Ball im hohen Bogen über Hitz hinweg ins Dortmunder Tor köpfte (17.). Von den Dortmundern und Stuttgartern gab es danach bis zur Pause allenfalls Halbchancen wie etwa durch Reus, der nach Chip-Ball von Mats Hummels den Ball kurz vor dem Kasten von Gregor Kobel nicht richtig traf (34.).

In der zweiten Halbzeit ging es zwar ohne den an Magenkrämpfen leidenden Hummels weiter, der durch Can ersetzt wurde – dafür aber mit schnellen Toren für den BVB. Bellingham erzielte nach feinem Brust-Abtropfer von Giovanni Reyna sein erstes Bundesliga-Tor (47.). Wenig später legte Kapitän Reus nach Zuspiel von Mateu Morey, das der bis dato unauffällige und glücklose Erling Haaland clever durchließ, das 2:1 nach. Das Spiel war dank einer Kraftleistung gegen nach der Halbzeit überfordert wirkende Schwaben, die auf ihren Kapitän Gonzalo Castro (Muskelprobleme) kurzfristig verzichten mussten, plötzlich gedreht. Und der BVB hätte nach der 65. Minute höher führen müssen: Haaland vergab eine Riesen-Chance allein vor Kobel. Sein Linksschuss im Strafraum ging über das Tor.

Sicher ob des Auswärtssiegs konnte sich der BVB lange nicht fühlen. Der freche Aufsteiger aus dem Schwabenland gab nicht nach – und hätte nur zwei Minuten nach der verpatzten Haaland-Chance zum Ausgleich durch Tanguy Coulibaly kommen müssen, der den Ball nach Hereingabe aus knapp fünf Metern nicht richtig traf (67.). Dortmund tat nicht viel für das Spiel – und bekam die Quittung durch Didavi per Konter (78.) – eingeleitet durch einen Fehlpass von Morey. Am Ende jubelte doch der BVB. Der eingewechselte Knauff nahm wenige Minuten nach seiner Einwechslung drei Gegenspieler im gegnerischen Strafraum auf sich auf – und traf traumhaft zum 3:2-Endstand.