04. Juli 2019 / 15:58 Uhr

Neuzugang Dedryck Boyata: Hertha BSC hinten helfen und schnell Deutsch lernen

Neuzugang Dedryck Boyata: Hertha BSC hinten helfen und schnell Deutsch lernen

dpa
Athletik-Trainer Hendrik Vieth (l.) beim Einzeltraining mit Neuzugang Dedryck Boyata.
Athletik-Trainer Hendrik Vieth (l.) beim Einzeltraining mit Neuzugang Dedryck Boyata. © Soeren Stache/dpa
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Bundesliga: Dedryck Boyata bringt WM-Erfahrung mit und stand auch in der Champions League schon auf dem Rasen. Bei Hertha BSC soll der Belgier in der Abwehr künftig für Ruhe sorgen. Doch noch ist Geduld gefragt.

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Intensive Kraft- und Ausdauerzirkel, anspruchsvolle Spielformen und schweißtreibende Intervallläufe - im Trainingslager von Hertha BSC in Neuruppin müssen die Profis ein straffes Programm absolvieren. Der Berliner Fußball-Bundesligist arbeitet in Brandenburg gut sechs Wochen vor dem Auftakt beim FC Bayern an der Form. Fast schon etwas wehmütig muss dabei Neuzugang Dedryck Boyata zuschauen. Nach einem Muskelbündelriss hofft der Belgier auf einen raschen Einstieg ins Teamtraining.

„Es ist kein gutes Gefühl an der Seite“, sagte der 28-Jährige, der ablösefrei von Celtic Glasgow aus Schottland nach Berlin gewechselt war. Der hochtalentierte Abwehrspieler kann aufgrund der Folgen seiner Muskelverletzung in den ersten Tagen der Saisonvorbereitung bislang nur individuell trainieren, so auch am Donnerstag in Brandenburg. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich dabei sein kann und alles mitmache. Ich kann nicht genau sagen, wann es soweit ist, aber alles läuft sehr gut“, sagte Boyata, der sich bei seinem Ex-Club verletzte. „Jeden Tag mache ich einen Schritt nach vorne.“

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Trainer Ante Covic will jedenfalls nichts überstürzen. „Man lässt ihn gerade lieber einen Tag länger draußen, weil man ihn dann langfristig haben kann, als dass man ihn jetzt reinschmeißt, nur weil sein Herz an der Seite gerade blutet“, sagte der 43-Jährige. Der neue Coach nannte Boyata einen „sehr angenehmen Typ. Aufgrund seines Alters und seiner Erfahrung erhoffen wir uns sehr viel von ihm.“

Seine ersten Schritte als Profi machte Boyata 2010 bei Manchester City in der Premier League. In Glasgow wurde der 1,88 Meter große Rechtsfuß in den vergangenen Jahren zum Stammspieler und spielte auch in der Champions League. Für sein Heimatland lief Boyata unter anderem bei der WM 2018 in Russland auf und stand beim späteren Turnierdritten in allen drei Vorrundenspielen über die gesamte Spieldauer auf dem Rasen. Insgesamt bringt er es auf 16 Länderspiele.

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Ein „vielseitiger Verteidiger“ sei er, sagte Boyata über sich selbst. Stark am Ball und mit dem Kopf, die Position im Abwehrverbund spiele keine so große Rolle. „Ich spiele da alles gerne.“ Eine seiner größten Herausforderungen sei es, jetzt Deutsch zu lernen. „Aber da bin ich sehr motiviert“, sagte er. Eine App auf seinem Handy unterstützt ihn, auch Unterricht nimmt er. Da Trainer Covic auf dem Platz beim Training ausschließlich Deutsch spricht, wird das ohne Frage noch wichtig sein.

Seit zwei Jahren ist Boyata mit seiner Frau Manon verheiratet, beide haben gerade eine Bleibe in der Hauptstadt gefunden. Gefragt nach seinen Hobbys antwortete der Defensivspezialist mit einem breiten Grinsen: „Wenn ich sage, Playstation spielen, bringt mich meine Frau um.“ Schlagzeug spielen habe er mal begonnen, aber mittlerweile auch wieder aufgegeben. Auch Bücher hätte er regelmäßig in den Händen. „Aber ich komme meistens nie dazu, sie zu Ende zu lesen.“

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