08. Mai 2022 / 16:59 Uhr

Deftig: Chemie Böhlen schlingert nach 0:6 gegen Ostrau dem Abstieg entgegen

Deftig: Chemie Böhlen schlingert nach 0:6 gegen Ostrau dem Abstieg entgegen

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Böhlen kassiert gegen Ostrau eine ordentliche Klatsche.
Böhlen kassiert gegen Ostrau eine ordentliche Klatsche. © Jens Paul Taubert
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Bei den Gästen gibt es gleich zwei „Doppelpacker“. Dazu feiert ein Spieler sein Saisondebüt.

Böhlen. So wird es unheimlich schwer, die rote Laterne wieder loszuwerden. Fußball-Kreisoberliga-Schlusslicht SV Chemie Böhlen musste am Samstagnachmittag im Rahmen des 16. Spieltages eine herbe 0:6 (0:3)-Heimniederlage gegen den SV Ostrau einstecken.

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Die Pleißestädter konnten ihren schlechten Ruf als Schießbude der Staffel (mittlerweile bereits 54 Gegentreffer) nicht abstreifen und stecken unverändert ganz tief in den Niederungen des Klassements fest. Der Tabellenvierte aus dem Jahnatal dagegen zelebrierte das momentan in der Kleinstadt um sich greifende Frühlingserwachen auf beeindruckende Art und Weise, zusammen mit Großsteinberg stellt der SVO mit 46 erzielten Toren inzwischen die gefährlichste Offensivabteilung der Liga.

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Bei allerbestem Fußballwetter hatten sich lediglich 30 Zuschauer ins sonnenüberflutete Stadion an der Jahnbaude verirrt, sie sahen eine faire (Schiedsrichter Florian Thomas vom SV Blau-Weiß Deutzen musste nur eine gelbe Karte aus der Brusttasche holen) und über weite Strecken äußerst einseitige Begegnung.

Und die war im Grunde genommen bereits beim Gang zum Halbzeittee entschieden. Michal Brnicky hatte den Torreigen nach einer reichlichen Viertelstunde eröffnet (16.), David Karius auf die Schnelle scharf nachgewaschen (23.), bevor erneut Brnicky zur Stelle war und den an Deutlichkeit keine wirklichen Zweifel lassenden Pausenstand perfekt machte (40.). Nach dem Seitenwechsel ließ sich zunächst Toni Vogt nicht zweimal bitten (54.), ehe Sandro Antony goldrichtig stand und mit seinem elften Saisontreffer den Vorsprung weiter ausbauen konnte (64.). Nur wenig später eiferte Vogt seinem Teamkollegen Brnicky nach, avancierte ebenfalls zum Wiederholungstäter, machte das halbe Dutzend voll und damit das Schlussresultat perfekt (75.).

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Vielleicht beim nächsten Spiel

Kurz darauf feierte Ostraus Coach Mathias Donath bei seiner Einwechslung Saisonpremiere als Kicker, da dürfte für seine Schützlinge mit Sicherheit eine Kiste Gerstensaft herausgesprungen sein. Die dünne Personaldecke hatten die Gäste jedenfalls weitaus besser kompensieren können als die Hausherren, bei denen auch Spielertrainer Steffen Scharf das drohende Unheil nicht abwenden konnte.

Für das kommende Wochenende können die Chemiker von vorn herein keinen Punktezuwachs einplanen, mit dem 3:0-Sieg in Pegau ist eines der seltenen Erfolgserlebnisse im laufenden Spieljahr schon längst auf dem Konto verbucht. Demgegenüber peilt der SVO zu Hause gegen den Vorletzten TSV Burkartshain völlig ungeniert die nächsten drei Zähler an.

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