08. Oktober 2020 / 12:36 Uhr

Déjà-vu im Husarenparkstadion: FC Grimma trifft erneut auf Chemnitzer FC

Déjà-vu im Husarenparkstadion: FC Grimma trifft erneut auf Chemnitzer FC

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
IMGL0673
Fast genau vor einem Jahr standen sich beide Mannschaft ebenfalls in der dritten Runde des Sachsenpokals gegenüber. © Karsten Hannover
Anzeige

Der FC Grimma nimmt die 3. Runde des Sachsenpokals gegen Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC als klarer Außenseiter in Angriff. In der vergangenen Pokal-Saison konnte sich der CFC mit 3:1 gegen die Grimmaer durchsetzen. 

Anzeige

Grimma. Kevin Wiegner wird sich an diesen einen Moment des 12. Oktober vergangenen Jahres, an dem die dritte Runde des Fußball-Sachsenpokals ausgespielt wurde, mit Sicherheit noch gut erinnern können. Allein lief der Mittelstürmer des FC Grimma damals beim Spielstand von 1:1 gegen den Drittligisten Chemnitzer FC auf den Gästetorhüter zu, vermochte diesen aber nicht zu überwinden.

Danach schoss Chemnitz seinerseits noch zwei Tore und verließ den Rasen des altehrwürdigen Stadions der Freundschaft als verdienter Sieger. Nun will es der Zufall, dass es am Sonnabend ab 14 Uhr erneut in Runde 3 des Sachsenpokals zum Aufeinandertreffen zwischen dem seine Gäste mittlerweile im neuen Husarenparkstadion empfangenden Oberligisten und den Profis aus Südsachsen kommt, die bekanntlich in dieser Saison „nur“ noch eine Liga höher als die Gastgeber, nämlich in der Regionalliga, auf Punktejagd gehen.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum „Spiel des Jahres“ in Grimma

Der FC Grimma unterliegt dem Chemnitzer FC im Landespokal mit 1:3. Zur Galerie
Der FC Grimma unterliegt dem Chemnitzer FC im Landespokal mit 1:3. ©

Für den Grimmaer Coach Alexander Kunert macht dies hinsichtlich der Schwere der Aufgabe aber keinen nennenswerten Unterschied. „Abgesehen davon, dass Chemnitz unbedingt schnell wieder in Liga 3 zurückkehren möchte, ist das eine mit guten Individualisten besetzte Truppe, die insbesondere bei Standardsituationen ausgesprochen ausgebufft zu Werke geht“, so Kunert.

Nico Becker wieder zwischen den Pfosten

Entsprechend müsste bei seinem Team vieles zusammenkommen, um am Sonnabend als Sieger vom Platz gehen zu können. „Wir sind uns vollauf bewusst, dass wir unser Tor mit großer Leidenschaft verteidigen und die sich uns vermutlich in sehr geringer Zahl eröffnenden Chancen effektiv nutzen müssen, um dem Gegner Paroli bieten zu können“, so Kunert.

Andererseits habe seine Mannschaft nach den zwei klaren Siegen in der Meisterschaft Selbstbewusstsein getankt und zudem in diesem Spiel nichts zu verlieren. Ein Spiel, in welchem nach langer Verletzung erstmals wieder Mittelfeldmann Michel Schwarz im 18er-Kader stehen wird.

„Überhaupt gibt es in punkto Dauerverletzte Licht am Ende des Tunnels, haben doch sowohl Hübner als auch Griesbach die ersten individuellen Trainingseinheiten absolviert“, so der Grimmaer Coach, der wie schon in der letzten Pokalrunde gegen Freital auch gegen Chemnitz Nico Becker an Stelle des aktuell etatmäßigen Pascal Birkikt zwischen die Pfosten stellen wird. „Wir haben zwei gleich gute Torhüter, und entsprechend genießt Nico mein absolutes Vertrauen“, so Kunert, der sich keinen Illusionen hinsichtlich der Einstellung der Gäste hingibt. „Ich gehe fest davon aus, dass Chemnitz auch in diesem Wettbewerb mit großem Ehrgeiz zur Sache geht.“