10. Dezember 2019 / 21:32 Uhr

Eishockey-Ikone Furchner verlängert: "Mein Ehrgeiz und mein Feuer sind noch da!"

Eishockey-Ikone Furchner verlängert: "Mein Ehrgeiz und mein Feuer sind noch da!"

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Sebastian Furchner von den Grizzlys Wolfsburg erzielt das Tor zum 2:3 wŠhrend des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den EHC Red Bull Muenchen am 31.10.2019 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Marco Leipold/City-Press GmbH)
Und schwupps: Sebastian Furchner erzielt ein Tor - hier gegen München. Eishockey und Tore schießen sind die Leidenschaft des Stürmers, er hat verlängert in Wolfsburg, will spielen, bis er fast 39 ist. © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
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Sein laufender Fünfjahres-Vertrag war noch nicht der letzte - Kapitän Sebastian Furchner hat bei Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg noch einmal verlängert. Vorzeitig um ein Jahr. Er bleibt bis 2021. 2021 wird der Torjäger 39 Jahre alt, deshalb hatte er genau überlegt. Doch er hat gute Gründe, warum er weiterspielt... 

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Der Rekord-Torjäger der Grizzlys Wolfsburg hängt noch eine Spielzeit an. Er hatte sich zuvor einige Gedanken gemacht, wie er verrät. Furchner: „Im November habe ich mich damit auseinandergesetzt, wollte mich im Dezember entscheiden, vorher aber auch hören, was der Manager zu sagen hat. Und dann ging es eigentlich ganz schnell.“

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Fliegaufs Meinung war wichtig

Denn Charly Fliegauf und der nimmermüde Außenstürmer funkten auf einer Wellenlänge. Furchner hatte eine Option, seinen Kontrakt zu verlängern, aber er wollte wissen, ob er auch noch gefragt ist. „Wenn ich in dem Gespräch das Gefühl gehabt hätte, er hält nichts von der Idee, wäre das Thema durch gewesen. Aber er sagte noch in der ersten Minute, dass er es befürworte, wenn ich weiterspiele“, so der Angreifer.

1000 DEL-Spiele: Wir gratulieren Sebastian Furcher!

„Furchi ist wie das Sinnbild unserer Organisiation, das Role Model, fleißig, ein Kämpfer, ein Arbeiter, nie aufgebend. Und obendrein ein außergewöhnlicher Stürmer, der bei vielen immer unter dem Radar war, obwohl er praktisch jedes Jahr zehn oder mehr Tore erzielt hat. Er hat sich mit uns entwickelt, die Organisation mitgeprägt. Wenn ich zurückschaue, würde ich sagen, er war eine meiner wichtigsten, vielleicht die wichtigste Verpflichtung. Wir hatten im Laufe der Jahre viele intensive Phasen, ich freue mich sehr, dass wir ihn nach seiner aktiven Karriere einbinden.“Charly Fliegauf (Manager der Grizzlys) Zur Galerie
„Furchi ist wie das Sinnbild unserer Organisiation, das Role Model, fleißig, ein Kämpfer, ein Arbeiter, nie aufgebend. Und obendrein ein außergewöhnlicher Stürmer, der bei vielen immer unter dem Radar war, obwohl er praktisch jedes Jahr zehn oder mehr Tore erzielt hat. Er hat sich mit uns entwickelt, die Organisation mitgeprägt. Wenn ich zurückschaue, würde ich sagen, er war eine meiner wichtigsten, vielleicht die wichtigste Verpflichtung. Wir hatten im Laufe der Jahre viele intensive Phasen, ich freue mich sehr, dass wir ihn nach seiner aktiven Karriere einbinden.“Charly Fliegauf (Manager der Grizzlys) ©
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Furchner hat bis auf einen deutschen Titel im Oberhaus alles erlebt, ihm sei klar, dass mancher vielleicht warne, er solle den Absprung nicht verpassen, „aber wenn ich mich gut fühle, wenn ich noch will, warum soll ich dann aufhören?“ Er habe mit vielen Leuten gesprochen, durchaus überlegt, ob er schon in eine Funktion bei den Grizzlys einsteigt, wo ihm die Tür dafür offen steht, „ob ich noch irgendwo tiefer spiele, etwa bei den Hannover Indians“, aber das habe er alles abgehakt. Klar sei, dass er noch nicht reif sei für einen Job hinter dem Schreibtisch: „Ich bin noch zu sehr Spieler, mein Ehrgeiz und mein Feuer sind noch da.“ Dass sich seine Rolle ändere, „ich nicht mehr 20 Minuten pro Partie spiele, das ist klar, ich werde für das da sein, wofür ich gebraucht werde. Das Spiel steht über allem.“ Dass Fliegauf ihm klar signalisierte, dass er bleiben soll, war Furchner extrem wichtig, „denn ich will keine Almosen“. 



Im Moment ist er verletzt, beobachtet aber aufmerksam das Training und die Spiele, freut sich über den Aufwärtstrend: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung“, so der Kapitän.

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