02. Oktober 2020 / 16:34 Uhr

DEL verschiebt Saisonstart erneut: Kein Eishockey vor Mitte Dezember!

DEL verschiebt Saisonstart erneut: Kein Eishockey vor Mitte Dezember!

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kein Eishockey im November - der bereits verschobene Saisonstart wird weiter nach hinten verlegt
Kein Eishockey im November - der bereits verschobene Saisonstart wird weiter nach hinten verlegt © Citypress
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Die Deutsche Eishockey Liga muss den Saisonstart erneut verschieben - diesmal auf unbestimmte Zeit. Bis spätestens Mitte November sollen weitere Entscheidungen zum Saisonablauf getroffen werden.

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Es kam wie erwartet: Die DEL startet nicht wie geplant am 13. November, das Eishockey-Oberhaus verschiebt seinen Start (ursprünglich sollte es am 18. September losgehen) wegen Corona erneut. Anvisiert wird nun ein Start in der zweiten Dezemberhälfte. Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf hatte sich für einen früheren Beginn stark gemacht, doch dafür gab es am Freitag offenbar keine Mehrheit. Nach Sportbuzzer-Informationen wäre Freitag, der 18. Dezember, der neue Starttermin.

Die Mitteilung der DEL:

Die PENNY DEL kann am 13. November nicht in die neue Spielzeit starten. Das wurde am heutigen Freitag (02.10.) von den Clubs nach einer mehrstündigen Videokonferenz beschlossen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind die nach wie vor fehlendePlanungssicherheit für die Clubs im Zusammenhang mit den Vorgaben der Politik, maximal 20 Prozent der Zuschauerkapazität zuzulassen sowie die dadurch bedingten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die einen Saisonstart in rund 6 Wochen nicht möglich machen. „Wir haben stets sehr deutlich und transparent kommuniziert, dass wir unter den aktuellen Vorgaben sowie mit der Unsicherheit, ob und in welchem Umfang die nötige finanzielle Unterstützung für die Clubs kommt, nicht in die Saison starten können. Daran hat sich bis heute leider nichts geändert. Von daher war diese Entscheidung alternativlos, auch wenn sie uns sehr schwer fällt“, sagt Gernot Tripcke, Geschäftsführer der PENNY DEL.

Die Clubs haben sich ebenso darauf verständigt, dass bis spätestens Mitte November weitere Entscheidungen zum Saisonablauf getroffen werden. Erklärtes Ziel ist, unter bis dahin hoffentlich positiveren wirtschaftlichen Bedingungen, einen Saisonstart in der zweiten Hälfte des Dezembers zu realisieren. „Alle Beteiligten sind sich über diese außergewöhnlich schwierige Situation bewusst. Wir werden weiterhin alles dafür tun, dass wir in die neue Saison starten können. Es gilt nach wie vor, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Clubs in die Lage zu bringen, dass sie verantwortungsbewusst Eishockey spielen können“, so Tripcke weiter.

Die erneute Verschiebung könnte dazu führen, dass der Meister 2021 erstmals seit 41 Jahren ohne Playoffs gekürt wird. Zu einem möglichen Saisonmodus mit deutlich weniger Zeit als geplant konnten die 14 Clubs am Freitag aber noch keine Prognose abgeben.

Nach eigener Aussage fehlen der Liga aktuell 60 Millionen Euro, um sorgenfrei trotz der Corona-Krise und aktuell maximal nur 20 Prozent an Zuschauern der jeweiligen Hallen-Kapazität in die Saison starten zu können. Deshalb hatte die DEL zuletzt finanzielle Hilfen oder Zusagen von der Politik gefordert. Diese blieben indes aus.

Die vergangene Saison hatte die DEL im März bereits nach dem Ende der Hauptrunde abgebrochen, ohne einen Meister zu küren. Seit der Saison 1980/1981 wird der Eishockey-Titel nach nordamerikanischem Vorbild im Playoff-Modus ermittelt.