11. Juni 2020 / 15:38 Uhr

Snapchat-Video mit Folgen: Tottenham-Star Dele Alli vor Premier-League-Neustart für ein Spiel gesperrt

Snapchat-Video mit Folgen: Tottenham-Star Dele Alli vor Premier-League-Neustart für ein Spiel gesperrt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dele Alli von Tottenham Hotspur ist wegen eines als rassistisch eingestuften Snapchat-Videos für ein Premier-League-Spiel gesperrt worden.
Dele Alli von Tottenham Hotspur ist wegen eines als rassistisch eingestuften Snapchat-Videos für ein Premier-League-Spiel gesperrt worden. © imago images/Sven Simon
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Dele Alli von den Tottenham Hotspur ist wegen eines als rassistisch eingestuften Snapchat-Videos für ein Spiel in der Premier League gesperrt worden. Englands Verband FA stellte jedoch klar, sie wolle Alli mit dem Urteil nicht als Rassisten darstellen.

Der englische Nationalspieler Dele Alli wird den Wiederanpfiff in der englischen Premier League in der kommenden Woche verpassen. Alli ist wegen eines als rassistisch eingestuften Videos in sozialen Medien vom englischen Fußballverband (FA) für ein Spiel gesperrt worden. Damit fehlt er seinen Spurs am nächsten Freitag beim ersten Heimspiel nach der Corona-Pause gegen Manchester United. Außerdem muss der Profi von Tottenham Hotspur eine Geldstrafe von 50.000 Pfund (ca. 56.000 Euro) bezahlen und an einem Aufklärungskurs teilnehmen.

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Der 24-Jährige hatte Anfang Februar auf der Plattform Snapchat einen kurzen Videoclip vom Flughafen veröffentlicht, in dem er einen Scherz mit Bezug zum Coronavirus über einen asiatisch aussehenden Mann machte. Alli hatte den Clip nach kurzer Zeit gelöscht und sich dafür entschuldigt. Eine unabhängige Kommission kam nun allerdings zu dem Entschluss, der Mittelfeldspieler habe dem Ansehen des Fußballs geschadet und gegen FA-Regeln verstoßen, weil er sich in seinem Video auf die Hautfarbe oder ethnische Herkunft bezog.

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Alli hatte einen rassistischen Hintergrund abgestritten und argumentiert, er bezöge sich nur darauf, dass der Mann gehustet habe. In dem Video war laut der Untersuchungskommission aber kein Husten zu hören. In der Urteilsbegründung stellte die FA klar, dass es nicht darum gegangen sei, Alli als Rassist darzustellen. Vielmehr habe er „ohne ausreichend nachzudenken“ einen missglückten Scherz gemacht und dabei einen „inakzeptablen rassistischen Stereotyp“ bedient.

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