12. November 2019 / 10:50 Uhr

Dem Eckernförder SV fehlte in Eichede die Entschlossenheit

Dem Eckernförder SV fehlte in Eichede die Entschlossenheit

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Nicolas Lietz (vorn, im Spiel gegen Inter Türkspor Kiel) und dem Eckernförder SV fehlt die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. In Eichede blieb der ESV zum vierten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer.
Nicolas Lietz (vorn, im Spiel gegen Inter Türkspor Kiel) und dem Eckernförder SV fehlt die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. In Eichede blieb der ESV zum vierten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer. © Kartsten Freese
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Es zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison des Eckernförder SV in der Fußball-Oberliga: Die Schwarz-Weißen vergessen regelmäßig das Toreschießen. Erst 17-mal hat der ESV in 15 Spielen getroffen – der zweitschlechteste Wert der Staffel. Auch gegen den SV Eichede ließen die Mannen vom Bystedtredder die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen.

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Kaltschnäuzigkeit vermissen. Tore? Fehlanzeige. Vorne stand zum vierten Mal in dieser Saison die Null. Da dies aber hinten nicht der Fall war, ging auch das 14. Spiel der Eckernförder verloren: 0:3 beim SVE. „Unser Hauptproblem ist aktuell, dass wir nicht entschlossen genug vor dem gegnerischen Tor agieren“, weiß ESV-Trainer Maik Haberlag.Dabei zeigten seine Schützlinge vor allem in der ersten Halbzeit eine ansehnliche Leistung. Der ESV ließ den Ball gut laufen, spielte mutig und hatte das Geschehen im Griff.

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Haberlag: „Wir waren in diesem Spiel permanent auf Augenhöhe – und das gegen teils gestandene Regionalliga-Akteure.“

„Es ist einfach ärgerlich, dass wir uns für so eine Leistung nicht belohnt haben. Wir haben die nötige Mentalität an den Tag gelegt und waren präsent in den Zweikämpfen“, erklärte Haberlag. Doch sobald es ins letzte Drittel geht, agierten die Eckernförder einmal mehr viel zu ungefährlich. Falsche Laufwege, fehlerhafte Abspiele, zu viele falsche Entscheidungen. Es fehlt die nötige Kaltschnäuzigkeit, aber auch das gewisse Selbstvertrauen, um vor dem Kasten des Gegners entschlossener und voller Überzeugung aufzutreten. Doch woher sollte der ESV dieses Selbstvertrauen auch nehmen? „Wir waren in diesem Spiel permanent auf Augenhöhe – und das gegen teils gestandene Regionalliga-Akteure“, hob Haberlag als positiven Aspekt heraus. „Nur in puncto Torausbeute war Eichede definitiv besser. Mit der Leistung und Einstellung meiner Mannschaft bin ich grundsätzlich aber zufrieden“, betonte der ESV-Coach, der am Wochenende drei A-Jugendspieler Oberliga-Atmosphäre schnuppern ließ.

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Inters Abdullah Ali Kalma (li.) wird von Kevin Benner bewacht. Zur Galerie
Inters Abdullah Ali Kalma (li.) wird von Kevin Benner bewacht. ©

Mattis Voß, Luc-Jonathan Justen und Liam Roman Thierling waren im Kader, saßen auf der Bank. Für einen Einsatz reichte es bei den drei Nachwuchskicker aber noch nicht. „Wichtig ist, dass unsere Jugendspieler sehen, dass es die Chance gibt, bei uns reinzukommen“, erklärte Haberlag. Es sei von großer Bedeutung, den eigenen Nachwuchs spüren zu lassen, dass man sie auf dem Schirm habe. „Auch wenn die drei Jungs nicht gespielt haben – sie waren dabei, haben die Abläufe gesehen und werden davon profitieren“, sagte der 33-Jährige. Schließlich sei und müsse es die Philosophie des Vereins bleiben, mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen erfolgreich zu sein. Größere externe Verpflichtungen mit reichlich Oberliga-Erfahrung – wie es an so vielen anderen Standorten der Staffel der Fall ist – gab es nicht und wird es am Bystedtredder wohl auch in Zukunft nicht geben.