26. November 2019 / 11:37 Uhr

Dem Eckernförder SV fehlte vor dem PSV-Tor Mut, Kaltschnäuzigkeit und wohl auch Qualität

Dem Eckernförder SV fehlte vor dem PSV-Tor Mut, Kaltschnäuzigkeit und wohl auch Qualität

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Eckernfördes Abwehr um Julian Zülsdorff (rechts, hier gegen Eutins Fatlind Zymberi) bot in der ersten Halbzeit eine überzeugende Vorstellung, ehe nach dem Wiederanpfiff alle Dämme brachen.
Eckernfördes Abwehr um Julian Zülsdorff (rechts, hier gegen Eutins Fatlind Zymberi) bot in der ersten Halbzeit eine überzeugende Vorstellung, ehe nach dem Wiederanpfiff alle Dämme brachen. © Jan-Phillip Wottge
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Der Eckernförder SV spielt und spielt und spielt. Doch das Toreschießen klappt einfach nicht. Einzig Lars Puphal hat in den letzten drei Spielen zweimal getroffen – die beiden einzigen Treffer der Schwarz-Weißen in den vergangenen drei Auftritten. Und das auch nur per Elfmeter.

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Anders scheint es beim ESV aktuell nicht zu klappen. Das war auch bei der 1:5-Niederlage am 18. Spieltag der Fußball-Oberliga beim PSV Neumünster zu sehen. Es ist das große Manko der Eckernförder, dass in den Phasen, in denen die Mannschaft von Trainer Maik Haberlag am Drücker sowie überlegen ist, dieses nicht in Zählbares ummünzt. „Es würde uns stark befreien, wenn wir die Tore erzielen. Wir haben uns abermals nicht für eine gute Leistung belohnt. Leider schlägt sich diese gute Leistung wieder nicht im Ergebnis nieder“, haderte der ESV-Coach.

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Die Balance stimmte einfach nicht

Nachdem Lars Puphal den Strafstoß in der 58. Minute verwandelt hatte, stand es 1:2 aus Sicht der Schwarz-Weißen – eigentlich war noch genug Zeit, um den Rückstand zu egalisieren. „Wir haben gesehen, was so ein Tor bewirken kann. Jede Mannschaft – so auch der PSV – ist verunsichert, wenn wir ein Tor erzielen. Doch wir schaffen es nicht, auf diese Verunsicherung noch einmal draufzuhauen“, ärgerte sich Haberlag, der gute Ansätze seiner Mannschaft sah. Doch vor dem gegnerischen Tor fehlte den Eckernfördern der nötige Mut, die Kaltschnäuzigkeit und vielleicht auch einfach die Qualität. „Dennoch sind wir gerade in der zweiten Halbzeit deutlich torgefährlicher, bekommen aber eben auch mehr Gegentore“, resümierte der ESV-Coach. Die Balance stimmte einfach nicht.

Im ersten Durchgang lag das Hauptaugenmerk des Tabellenschlusslichts dagegen auf der Defensive. Der Matchplan des ESV sah vor, gegen den Ball gut und aggressiv zu arbeiten sowie den Gegner immer wieder zu Fehlern zu zwingen. Das gelang, bis auf einmal: Die eine Unachtsamkeit der Gäste nutzte der PSV eiskalt zur Führung. Ansonsten konnte Haberlag mit dem Defensivverhalten seiner Truppe durchaus zufrieden sein. „Der Fokus lag ganz klar auf der Arbeit gegen den Ball. Das haben wir gut umgesetzt“, wusste der Eckernförder Chefcoach, der seine Mannschaft nach der Pause offensiver agieren ließ.



Haberlag: „Einfache Fehler werden eiskalt bestraft."

Doch dann hatte der Eckernföder SV vor allem Probleme, die schnellen Umschaltaktionen der Gastgeber konsequent und sauber zu verteidigen. Davor hatte Haberlag noch vor der Partie gewarnt. „Einfache Fehler werden eiskalt bestraft“, monierte er. Und so war ein Spielverlauf zu erkennen, der in dieser Saison schon viel zu oft das Geschehen bestimmte: In der Eckernförder Drangphase nach Lars Puphals Anschlusstreffer konnte der ESV keinen Ertrag vorweisen. Stattdessen machte der Gegner in der Schlussviertelstunde die Tore und den Deckel drauf. Das Spiel entglitt den Schwarz-Weißen. Die Konsequenz? Die nächste Schlappe – mit 1:5.

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