08. Oktober 2019 / 13:08 Uhr

Dem TSV Bordesholm fehlte gegen Phönix Lübeck der Biss

Dem TSV Bordesholm fehlte gegen Phönix Lübeck der Biss

Reinhard Gusner
Kieler Nachrichten
Der zweifache Lübecker Torschütze Marco Pajonk (links) hatte zu viele Freiheiten und kommt auch in dieser Szene vor dem Bordesholmer Malte Petersen (re.) ungehindert zum Schuss.
Der zweifache Lübecker Torschütze Marco Pajonk (links) hatte zu viele Freiheiten und kommt auch in dieser Szene vor dem Bordesholmer Malte Petersen (re.) ungehindert zum Schuss. © Reinhard Gusner
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Beim TSV Bordesholm hatte man sich im Vorfeld auf einen mitspielenden Gegner gefreut. Allerdings überließen die Bordesholmer den spielgestaltenden Part überwiegend ihren Gästen. So gab es beim 0:3 gegen den 1. FC Phönix Lübeck in der Fußball-Oberliga eine verdiente Heimniederlage.

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Dass es gegen die Lübecker, in deren Kader nicht weniger als 13 Akteure des letztjährigen Landesmeisters NTSV Strand 08 stehen, kein einfacher Kick werden würde, darüber war man sich im Bordesholmer Lager klar. Nicht von ungefähr war Phönix wegen der für einen Aufsteiger nominell starken personellen Besetzung als Titelanwärter eingestuft worden. War deshalb bei den Bordesholmern der Respekt zu groß?

Sörensen:„Bei beiden Gegentoren vor der Pause haben wir kräftig mitgeholfen.“

Jedenfalls wirkten sie nach dem frühen Rückstand (6.) gehemmt und ließen die Lübecker im ersten Durchgang fast nach Belieben schalten und walten. „Phönix war dominant“, musste auch der Bordesholmer Coach Björn Sörensen erkennen. Und noch mehr: „Solche individuellen Fehler wie bei uns darf man sich nicht erlauben. Bei beiden Gegentoren vor der Pause haben wir kräftig mitgeholfen.“

Bordesholmer Offensive fand überhaupt nicht statt

Doch nicht nur die Bordesholmer Defensive stand zuweilen Spalier bei den gegnerischen Angriffen und leistete sich damit einfache Fehler. Bis zur Halbzeit fand die Offensive überhaupt nicht statt. Wenn der Lübecker Keeper Yilmaz Caglar am Ball war, dann ließen seine eigenen Teamkollegen ihn mit Rückgaben mitwirken. Langweilig für ihn? „Nein, denn noch haben wir eine zweite Halbzeit“, rechnete er mit Beschäftigung. Die hielt sich aber in ganz engen Grenzen, und Björn Sörensen wusste bei seiner Analyse auch, warum. „Wir hatten in der zweiten Spielhälfte zwar mehr Mut, aber keinen, der unsere Bemühungen vorne vollenden konnte.“ Daran hatten auch die Lübecker ihren Anteil, die sich in Halbzeit zwei zurücknahmen, wodurch die Bordesholmer optisch besser ins Bild kamen.

Luca Aouci trifft zum 3:0

„Da fehlte bei uns der Schwung der ersten Hälfte. Bordesholm hat sich Mühe gegeben, aber wir mussten nicht mehr tun“, fand Phönix-Sportchef Frank Salomon milde Worte, „deshalb haben wir auch noch drei Youngster eingesetzt.“ Einer von ihnen, der Ex-Eidertaler Luca Aouci, empfahl sich mit seinem Tor zum 3:0 für weitere Einsätze. Das Fazit von Björn Sörensen war bezeichnend: „Das 0:3 spricht eine deutliche Sprache, auch wenn ich Phönix nicht als Übermannschaft der Liga sehe.“

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Klickt euch durch die Fotos zur Oberliga-Begegnung zwischen dem TSV Bordesholm und dem 1. FC Phoenix Lübeck:

Lübecks Tomislav Blazheski (re.) beobachtet, wie sein Teamkollege Noor Al Mortada Al-Tamemy (Nr. 7) nach einem Foulspiel am Bordesholmer Luca Groth (am Boden) von Schiedsrichterin Susann Kunkel die gelbe Karte erhält. Groths Teamkollege Felix Schlagelambers (Nr. 10) protestiert wegen des Foulspiels. Zur Galerie
Lübecks Tomislav Blazheski (re.) beobachtet, wie sein Teamkollege Noor Al Mortada Al-Tamemy (Nr. 7) nach einem Foulspiel am Bordesholmer Luca Groth (am Boden) von Schiedsrichterin Susann Kunkel die gelbe Karte erhält. Groths Teamkollege Felix Schlagelambers (Nr. 10) protestiert wegen des Foulspiels. ©
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