03. Oktober 2021 / 13:25 Uhr

Gladbach-Sportdirektor Eberl spricht über Vertrags-Poker um Zakaria: "Glaube, wir sind nicht chancenlos"

Gladbach-Sportdirektor Eberl spricht über Vertrags-Poker um Zakaria: "Glaube, wir sind nicht chancenlos"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sportdirektor Max Eberl (links) hält eine Vertragsverlängerung von Denis Zakaria bei Borussia Mönchengladbach für möglich.
Sportdirektor Max Eberl (links) hält eine Vertragsverlängerung von Denis Zakaria bei Borussia Mönchengladbach für möglich. © IMAGO/Neis/Eibner-Pressefoto/Laci Perenyi (Montage)
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Borussia Mönchengladbach kämpft weiter um einen Verbleib von Mittelfeldspieler Denis Zakaria, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. "Ich glaube, wir sind nicht chancenlos bei der Verlängerung", mutmaßte Gladbach-Sportdirektor Max Eberl am Sonntag im "Sport1"-Doppelpass.

Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach setzt sich weiter für einen Verbleib von Denis Zakaria am Niederrhein ein. "Wir versuchen zu verlängern, das ist ja klar", betonte Eberl am Tag nach dem 3:1-Erfolg beim VfL Wolfsburg in der Sendung "Doppelpass" bei Sport1 mit Blick auf den Mittelfeldspieler, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft: "Ich glaube, wir sind nicht chancenlos bei der Verlängerung."

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Allerdings weiß Eberl auch um die Schwierigkeiten in den Gesprächen mit dem 24-Jährigen, der im vergangenen Sommer den Wunsch geäußert hatte, die Borussia vorzeitig zu verlassen. "Er hätte gern einen Vereinswechsel gemacht, das hat aus unterschiedlichen Gründen nicht funktioniert", so Eberl, der in den vergangenen Jahren immer wieder Leistungsträger aus dem Gladbacher Kader hatte ersetzen müssen, nachdem diese sich vermeintlich namhafteren Klubs anschlossen - allerdings in der Regel gegen lukrative Ablösesummen. "Jetzt wäre es das erste Mal ohne Ablöse. Aber selbst dann würden wir wieder neue Spieler finden", meinte Eberl, der die bisherigen Gespräche mit Zakaria auch im Zuge des Wechselwunsches als "offen und fair" bezeichnete: "Ich bin ihm nicht böse, weil das Gedanken sind, die man zulassen soll und darf."

Hoffnung macht Eberl unter anderem, dass der neue Gladbach-Trainer Adi Hütter Zakaria bereits aus gemeinsamen Zeiten bei Young Boys Bern kennt. Hütter habe "einen guten Zugang" zu dem Schweizer. Zugleich sieht Eberl einige europäische Top-Ligen wohl auch durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wirtschaftlich stark eingeschränkt. "Nach Frankreich, Spanien oder Italien brauchst du heute nicht unbedingt hinzugehen. Da weißt du nicht, bekommst du dein Geld jeden Monat", führte der Sportdirektor aus. Zudem wies Eberl auf die Gefahr der sportlichen Abwertung von Spielern in einem größeren Klub hin. "Du kannst woanders hingehen und vielleicht die Nummer 25 sein. Oder du kannst einer der Top-Spieler und dafür verantwortlich sein, dass du nach Europa kommst", sagte Eberl.

Neben dem Kontrakt von Zakaria läuft 2022 auch das Arbeitspapier von Nationalspieler Matthias Ginter bei den "Fohlen" aus. Eberl bekräftigte am Sonntag erneut, dass der Verein bislang aus finanziellen Gründen darauf verzichtete, Ginter einen neuen Vertrag vorzulegen. "Ein Angebot wäre nicht adäquat gewesen, weil wir zu dem Zeitpunkt die finanziellen Mittel hatten", so Eberl, der aber andeutete, dass die Perspektive bald günstiger sein könnte. "Wir haben jetzt eine andere Situation, können wieder 45.000 Zuschauer haben. Jetzt kommt wieder mehr Geld rein und wir werden versuchen, das sinnvoll zu investieren." Ginter hatte im SPORTBUZZER-Interview jüngst gesagt, sich auch einen Verbleib bei der Borussia vorstellen zu können.