12. Juli 2019 / 11:41 Uhr

Deniz Aytekin nach DFB-Test: "Kann nicht auf Knopfdruck funktionieren"

Deniz Aytekin nach DFB-Test: "Kann nicht auf Knopfdruck funktionieren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Deniz Aytekin wurde gerade erst zum DFB-Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet.
Deniz Aytekin wurde gerade erst zum DFB-Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet. © 2019 Getty Images
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Deniz Aytekin war einer von drei Schiedsrichtern, die am Dienstag beim DFB-Test zur Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison durchgefallen sind. Trotz der nicht bestandenen Prüfung gibt sich der FIFA-Referee gelassen.

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Der Start der Bundesliga kommt für Deniz Aytekin wohl zu früh. Der Grund: Der DFB-Schiedsrichter der Saison 2018/2019 ist beim Leistungstest am Dienstag durchgefallen. Im ersten Sprint über 40 Meter lag er mit 6,07 Sekunden knapp über dem geforderten Maximum von sechs Sekunden. Anschließend verletzte er sich leicht - und brach den Test daraufhin sicherheitshalber ab.

Zunächst hatte der DFB von "Zufreidenheit bei den Unparteiischen" gesprochen und lediglich erwähnt, es habe drei Verletzungen bei dem Test gegeben. Doch ein Bericht der Bild deckte anschließend auf, dass Aytekin ebenso wie seine FIFA-Schiedsrichter-Kollegen Tobias Welz und Marco Fritz wegen nicht erfolgreich absolvierter Lauftests am 8. August in die Nachprüfung gehen müssen. Dies hatte der DFB erst daraufhin bestätigt.

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Aytekin: "Kann nur schmunzeln"

Aytekin reagiert nun gelassen auf den misslungenen Test. "Nicht geschafft ist so eine Sache, ich kann darüber nur schmunzeln", erklärte der 40-Jährige gegenüber Sport1. Schon unmittelbar nach dem Bekanntwerden des nicht bestandenen Tests hatte er der Bild erklärt, wieso er die Prüfung abbrechen musste: „Die Limits waren sonst nie ein Problem für mich. Der Boden war nass, ich bin ausgerutscht“.

Auch DFB-Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich äußerte sich am Donnerstag dazu. "Deniz Aytekin hat beim Leistungstest leichte Probleme in der Oberschenkelmuskulatur bemerkt und diesen daraufhin beendet, um eine schlimmere Verletzung zu vermeiden“, sagte Fröhlich.

Gerade erst wurde Aytekin vom DFB zum Schiedsrichter des Jahres gewählt. Diese Auszeichnung sei aus Sicht des Unparteiischen auch der Grund dafür, dass es "natürlich noch mehr aufgegriffen" wird. "Aber das stört mich nicht, wir sind auch Menschen und können uns auch mal verletzen. Man kann nicht erwarten, dass wir auf Knopfdruck funktionieren", fügte Aytekin hinzu.

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Videokeller statt Stadion?

Da erst am 8. August die Nachprüfung ansteht, könnte es mit einem Einsatz von Aytekin am 1. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison schwierig werden. Das gleiche gilt für die durchgefallenen Fritz und Welz sowie die wegen einer Verletzung nicht angetretenen Bibiana Steinhaus, Manuel Gräfe, Benjamin Brand und Sören Storks.

Entschieden ist aber noch nichts: Sollten die Referees die Nachprüfung erfolgreich absolvieren, ist ein Einsatz noch möglich, obwohl sie eigentlich vorerst in unteren Ligen pfeifen müssten. Nach Angaben eines DFB-Sprechers wäre es jedpch kein Problem für einen Unparteiischen, direkt in die 1. Liga einzusteigen. Möglich wäre auch, dass Aytekin und Co. zunächst im Videokeller in Köln als Videoschiedsrichter eingesetzt werden.

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