06. Mai 2021 / 13:26 Uhr

Nach Lehmann-Affäre: Ex-Profi Aogo entschuldigt sich selbst für verbalen Fehltritt

Nach Lehmann-Affäre: Ex-Profi Aogo entschuldigt sich selbst für verbalen Fehltritt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dennis Aogo hat sich einen verbalen Fehltritt geleistet.
Dennis Aogo hat sich einen verbalen Fehltritt geleistet. © IMAGO/Joachim Sielski
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Dass der ehemalige Nationaltorhüter Jens Lehmann sich rassistisch über Dennis Aogo geäußert hat, sorgte jüngst für Konsequenzen. Nun musste sich Aogo wenig später selbst für einen verbalen Fehltritt entschuldigen: Er hatte im TV den Ausdruck "Trainieren bis zum Vergasen" gebraucht.

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Ex-Nationalspieler Dennis Aogo hat nur einen Tag nach dem Wirbel um eine rassistische Nachricht von Jens Lehmann an ihn selbst für einen verbalen Fehltritt um Entschuldigung gebeten. Der 34-Jährige bedauerte am Donnerstag, dass er als Experte des TV-Senders Sky am Mittwochabend bei der Übertragung des Champions-League-Spiels zwischen Manchester City und Paris Saint-Germain (2:0) den Ausdruck "Trainieren bis zum Vergasen" gebraucht hatte.

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Aogo: "Dieses Wort darf man in keinem Zusammenhang verwenden"

Der Bild sagte Aogo zu dem Vorfall: "Dieses Wort darf man selbstverständlich in überhaupt keinem Zusammenhang verwenden. Das war ein großer Fehler, ich kann mich dafür nur aufrichtig entschuldigen." Die Nationalsozialisten hatten während ihrer Herrschaft in Konzentrationslagern systematisch Millionen von Menschen in Gaskammern ermordet. Zuvor war Giftgas bereits im Ersten Weltkrieg eingesetzt worden.

In den Sozialen Medien hatte es heftige Kritik an Aogo für den verbalen Fehltritt gegeben. Zuvor war Aogo aber selbst Opfer eines rassistischen Ausrutschers geworden. Er hatte in einer Instagram-Story eine WhatsApp-Nachricht von Lehmann veröffentlicht, in der der ehemalige Nationaltorwart fragte: "Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?" Versehen war der Satz mit einem Lach-Smiley vor dem Fragezeichen. Lehmann hatte daraufhin am Mittwoch seinen Aufsichtsratsposten beim Bundesligisten Hertha BSC verloren. Sky und Sport1 kündigten an, den 51-Jährigen nicht mehr als Gast in ihre Fernsehsendungen einladen zu wollen.