14. Februar 2020 / 17:49 Uhr

Dennis Falinski vom Bovender SV ist der Held der Bezirksliga-Hinrunde

Dennis Falinski vom Bovender SV ist der Held der Bezirksliga-Hinrunde

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Dennis Falinski jubelt
Dennis Falinski jubelt © Helge Schneemann
Anzeige

Er ist ein Rechtsfuß, aber das linke Bein hat er auch nicht nur zum stehen: Dennis Falinski vom Fußball-Bezirksligisten Bovender SV hat das SPORTBUZZER-Voting zum besten Bezirksligaspieler der Hinrunde mit 28,6 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich entschieden.

Anzeige
Anzeige

Zehn Tore hat der Offensivspieler des BSV in der bisherigen Saison bereits erzielt, aber eigentlich ist er als Vorbereiter bekannt: „Ich habe in der letzten Saison 36 Vorlagen gegeben und in der laufenden Spielzeit zehn“, berichtet der 21-Jährige. „Mich kennt man eher wegen meiner Scorer-Punkte.“

Das ist die Top-Elf der Trainer, am Ende siegt Dennis Falinski.
Das ist die Top-Elf der Trainer, am Ende siegt Dennis Falinski. © Montage: Tater / Fotos: Comauthor - Fotolia; jakgree - Fotolia; iStock.com/ChrisGorgio
Anzeige

Dabei fühlt sich Falinski sowohl im Sturm als auch auf dem rechten Flügel zu Hause. „Ich bin offensiv flexibel einsetzbar“, sagt der Fußballer, dessen Verein weiß, was er an ihm hat, seit Falinski vor etwas mehr als zwei Jahren von der Northeimer Eintracht zum Bovender SV gewechselt ist.

„Seine Beidfüßigkeit ist schon seine Stärke“, sagt BSV-Abteilungsleiter Daniel Vollbrecht. Dabei sei der 21-Jährige „gar nicht unbedingt derjenige, der die Tore vorlegt, sondern einer, der den vorletzten Ball spielt“. Zudem sei Falinski ballsicher und sorge damit in gegnerischen Drangphasen für Entlastung. Nicht zuletzt schätzt Vollbrecht am Stürmer dessen Durchschlagskraft und Unberechnbarkeit.

Top-Elf der Bezirksliga-Hinrunde (es fehlt Lukas Niesmann)

Marc-André Strzalla (r.), hier noch als Spieler der SVG Einbeck. Zur Galerie
Marc-André Strzalla (r.), hier noch als Spieler der SVG Einbeck. ©

Falinski sei, findet der ehemalige BSV-Defensivakteur und heutige Abteilungsleiter, sei „das komplette Gegenteil“ von ihm: „Er hat eine gute Technik, ist abschlussstark und auch deutlich jünger als ich.“ Müsse er einen Profi-Vergleich ziehen, würde er den Bovender Sturmtank am ehesten mit Julian Brandt vergleichen: „Er ist sehr flexibel einsetzbar, auf allen offensiven Positionen zu Hause und sorgt manchmal für den besonderen Moment.“

Dennis Falinski
Dennis Falinski © R

Bis auf ein zweijähriges Intermezzo bei den A-Junioren der JSG Sülbeck/Edemissen hat Falinski seine Jugend beim FC Eintracht Northeim gespielt, zuletzt bei der U23 des Klubs unter Trainer Thomas Hellmich. Die mehrmonatige Sperre, die der Wechsel zum BSV in der Winterpause mit sich brachte, saß er laut Vollbrecht geduldig ab und gab im Training trotzdem Vollgas.

So ging das SPORTBUZZER-Voting aus:

Dennis Falinski ist euer Held der Hinrunde: ​Der Spieler des Bovender SV vereinigte 199 der abgegebenen Stimmen auf sich, was einem Stimmenanteil von 28,6 Prozent entspricht. Insgesamt nahmen 696 User am SPORTBUZZER-Voting zum besten Spieler der Hinserie teil.

Grundlage war eine Umfrage bei den Bezirksligatrainern: Jene Spieler, auf die die meisten Nennungen entfielen, wurden für die Top-Elf der Hinrunde nominiert. Die Top-Elf wiederum bildete die Grundlage für das SPORTBUZZER-Voting. Folgende Spieler folgten hinter Falinski auf den Plätzen: 2. Lucas Duymelinck (Nörten/17,2 Prozent), 3. Florian Ringling (Bergdörfer/16,2), 4. Dominik Diedrich (Bergdörfer/10,8), 5. Rinor Murati (Sparta/6,3), 6. Dennis Zeibig (Nörten/5,6), 7. Dominik Hillemann (Nörten/4,3), 8. Lukas Niesmann (Sülbeck/3,6), 9. Marco Akcay (Sparta/3,0), 10. Philipp Papenberg (Sülbeck/2,6), 11. Marc-André Strzalla (Sülbeck/1,7).

Falinskis Heimat ist Northeim, wo er nach wie vor wohnt. Noch bis zum Frühjahr 2021 absolviert er beim Einbecker Unternehmen KWS Saat eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Dem Bovender SV hat er bereits für die kommende Saison zugesagt – Vollbrecht: „Er ist für uns nicht nur ein Synonym dafür, jungen Spielern aus der Region eine Chane zu geben, sondern für uns auch ein Schlüsselspieler.“ Ist der 21-Jährige aber mit seiner Ausbildung fertig, kann er sich zur übernächsten Saison vorstellen, noch mal ein, zwei Ligen höher zu spielen.

Der Lieblingsklub von Falinski ist die Dortmunder Borussia, deren Entwicklung er mit gemischten Gefühlen verfolgt: „Der BVB spielt offensiv stark, ist defensiv aber überlastet“, findet er. Hat der BSVer ein Vorbild? Da fällt ihm Miroslav Klose ein, „ein geiler Typ“, der ihm in einem Punkt allerdings so gar nicht ähnelt: Klose war kopfballstark.

Mehr aktuelle Themen in Göttingen

Am Bovender SV schätzt Falinski den Zusammenhalt auch außerhalb des Platzes. Er sagt: „Unser Ziel ist ein Platz unter den ersten Fünf, und das schaffen wir auch.“ Dem BSV wurde der 21-Jährige übrigens vom heutigen Sturmpartner und ehemaligen Sülbecker Mitspieler Julien Hain empfohlen. Wie er denn so sei, wollte Vollbrecht vor dem ersten Gespräch von Hain wissen. Man müsse sich rantasten, habe die Antwort gelautet. „Nach zwei Jahren ist unsere Beziehung langsam aufgetaut“, witzelt Vollbrecht.