08. August 2019 / 11:30 Uhr

Bornaer SV kann das Landesklasse-Team des VfB Zwenkau besiegen

Bornaer SV kann das Landesklasse-Team des VfB Zwenkau besiegen

Ingo Dießner
SPORTBUZZER-Nutzer
Einen Schritt schneller: Bornas Tom Haase (gelbes Trikot) enteilt dem Delitzscher Kapitän und Patrick Döhler. USER-BEITRAG
Bornas Tom Haase (hier in einem früheren Spiel) konnte gegen den VfB Zwenkau das Siegtor erzielen. © Alexander Prautzsch
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Der Bornaer SV absolvierte am Sonnabend gegen den VfB Zwenkau sein zweites als auch letztes Testspiel vor der neuen Saison in der Kreisoberliga Muldental/Leipziger Land.

Muldental/Leipziger Land. Wie im ersten Vergleich mit dem FC Bad Lausick konnte mit dem VfB Zwenkau auch dieses Mal ein Vertreter der Landesklasse zu einem Vorbereitungsspiel ins Bornaer Stadion geladen werden. Die Rahmenbedingungen waren perfekt: Ein wunderbar hergerichteter Rasenplatz und für ein Testspiel viele Zuschauer. Der BSV hatte mit seiner Leistung gegen die Kurstädter Lust auf mehr gemacht. Fraglich war nur, ob die Leistungssteigerung gegen Bad Lausick insbesondere in der zweiten Spielhälfte in die Partie gegen Zwenkau mitgenommen werden konnte. Um diese Frage von vornherein zu beantworten: Das zufriedene, zustimmende Nicken der BSV-Treuen ist Antwort genug. Denn am Ende stimmte nicht nur das Ergebnis, sondern auch die gezeigte Leistung, die die Vorfreude auf die neue Saison im schwarz-gelben Lager nicht verkleinert.

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Die Abwehr des BSV wirkt immer sicherer

Wie gegen Bad Lausick legte der BSV fulminant los. Borna besaß leichte optischen Vorteile und wirkte schon eingespielter. Doch der Gast aus Zwenkau hielt forsch dagegen, er brauchte zwar ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden, trotzdem gehörte die erste offensive Aktion dem VfB. Kevin Kutzner konnte noch in letzter Not retten. Dann auf der Gegenseite ein schneller Angriff – von Torhüter Ralph Bräutigam zu Tom Haase eingeleitet, der mit einem schicken Ball Etienne Wangermann auf die Reise schickte. Der hatte dann den Blick für den im Zentrum mitgelaufenen Majd Almoussa, der letztendlich nur noch einschieben musste. 1:0 in der 12. Minute.

Nach dem Rückstand wachte der VfB Zwenkau vollends auf, wurde in seinen Angriffsbemühungen noch forscher, aber irgendwie fehlte den offensiven Bemühungen der allerletzte Punch. Zu sehen war schon, dass Zwenkau der eigentliche Favorit war, zumal es Borna dem Gegner zu einfach machte. Denn viele Abspielfehler brachten Zwenkau immer wieder in Position. In den Aktionen des BSV steckte viel Hektik und Nervosität, da fehlte die Abgeklärtheit. Doch entgegen dem letzten Spiel stand dieses Mal die Abwehr des BSV sicher, das Gefüge scheint langsam zu harmonisieren und funktionieren, die bisherige Achillessehne zu heilen. Zwar hatte Zwenkau mit teils wütenden Angriffen in dieser Phase mehr vom Spiel, doch echte Großchancen sprangen nicht heraus. Einzig ein schöner Flachschuss von Robert Kratz, der knapp am Pfosten vorbei strich, sei erwähnt.

Es passierte nichts Schlimmes

Nach dem Seitenwechsel versuchte Zwenkau noch eine Schippe drauf zu legen. Der BSV wurde in der Abwehr gebunden und schaffte offensiv nur wenig Entlastung. Erste Ausgleichchance für Zwenkau in der 50. Minute: Die Gäste wurden durch einem kapitalen Abwehrfehler eingeladen, einen Treffer zu erzielen, doch der in der Pause eingewechselte Max Welz verhinderte mit einer tollen Parade den Gleichstand. Wenn allerdings der BSV in der Abwehr fehlerfrei war, sah es eigentlich richtig gut aus. Zwenkau rannte weiterhin an, aber wirklich Schlimmes passierte nicht.

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Nach über einer Stunde Spielzeit entwickelte schließlich der Gastgeber wieder offensiven Mut, Wangermann versuchte in Erinnerung an das Pokalfinale einen Schlenzer aus dem Mittelfeld über den Torhüter, doch Patrick Kutzner konnte das Leder zur Ecke klären. Daraus entwickelte sich der Gegenangriff, es ging ganz schnell, die unsortierte Abwehr des BSV wurde einfach überlaufen, Ferdinand Wieser sah den mittig stehenden Kenny Justin, der lediglich zum 1:1 einzuschieben brauchte (64. Minute).

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Der VfB Zwenkau vergaß aber, den berühmten Deckel auf die Partie zu machen, und Borna wollte sowieso nicht klein beigeben. Es blieb eine wirklich unterhaltsame Partie am Dienstagabend. Auch wenn es keine Torchancen im Minutentakt gab, Die3 Begegnung war kurzweilig und spannend bis zum Schluss. Nach einer kurzen Findungsphase wurde der BSV wieder offensiver. Es folgte ein langer Ball auf den zuvor eingewechselten Fabian Vogel, der Neuzugang legte sich das Leder zwar etwas weit vor, doch setzte energisch nach. Dieser Einsatz brachte wieder den Ballbesitz. Dann wurde Haase angespielt, der das Leder mit seiner Brust super mitnehmen und perfekt auf seinen linken Schlappen legen konnte. Der brachte die Nülle mit der Pieke unhaltbar im langen Eck zur erneuten Führung unter (81. Minute).

In der Schlussphase gab Zwenkau noch mal alles, griff wütend an, doch für den Landesklassevertreter sprang einzig ein Kopfball von Kratz, der knapp das Tor verfehlte, heraus. So stand letztendlich der zweite Sieg des BSV gegen einen höherklassigen Gegner fest. Wenn das Trainerteam die aufkommende Euphorie einfangen und die Mannschaft das Gezeigte konservieren kann, steht einer schönen und spannenden und unterhaltsamen Saison nicht mehr viel im Wege.

Bornaer SV gegen VfB Zwenkau 2:1 (1:0)
Bornaer SV: Bräutigam (46. Welz), Almoussa, Mäder (Forst), Preiß (Azizaev), Günther (Vogel), Wangermann, Haase, Kutzner, Baetge, Burkhardt, Vorwerk
VfB Zwenkau: Kutzner, Baierlein, Hinz, Schaffranke, Fritzsching, Arteaga, Kratz, Gläßer, Wieser, Rosta, Palme
Tore: 1:0 Majd Almoussa (11.), 1:1 Kenny Justin (65.), 2:1 Tom Haase (81.)
Schiedsrichter: Florian Thomas, Ronald Dorn, Erik Bretschneider

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