04. April 2022 / 15:58 Uhr

Energie-Coach „Pele“ Wollitz singt eine Lobeshymne auf den FC Eilenburg

Energie-Coach „Pele“ Wollitz singt eine Lobeshymne auf den FC Eilenburg

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Claus-Dieter Wollitz ist von der Arbeit beim FC Eilenburg und dem Einsatz der Mannschaft begeistert.
Claus-Dieter Wollitz ist von der Arbeit beim FC Eilenburg und dem Einsatz der Mannschaft begeistert. © imago images
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Energie Cottbus' Trainer Claus-Dieter Wollitz ist begeistert vom Kleinstadt-Club. Am eigenen Team lässt er dagegen kein gutes Haar. Am Mittwoch (19 Uhr) empfängt der FC Eilenburg mit Chemnitz das nächste gewaltige Kaliber.

Eilenburg. Derart inbrünstig hat wohl selten ein gegnerischer Trainer dem FC Eilenburg gehuldigt, wie es Claus-Dieter, genannt „Pele“, Wollitz am frühen Sonntagabend tat. Dabei standen die Umstände denkbar schlecht. Gerade musste er mit seinem FC Energie Cottbus ein gallebitteres 1:1 in der Nachspielzeit verdauen. Trotzdem fand der Übungsleiter herzerwärmende Worte und steigerte sich in eine regelrechte Lobes-Arie auf die Gastgeber hinein.

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Allein die Attribute, mit denen der einstige Bundesligaspieler die Kickern von den Mulde adelte, sprechen Bände: „Moral, Leidenschaft, Zusammenhalt, Herz, Liebe zum Fußball, Körpersprache.“ Wer da noch nicht Gänsehaut hatte, für den legte „Pele“ noch eine zuckersüße Zugabe obendrauf: „Das ist Fußball, wie man ihn sich wünscht. Riesen-Respekt, dass es so etwas noch gibt – Werte im Leben.“

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Der FC Eilenburg ergattert durch einen Treffer in der Nachspielzeit einen Punkt gegen den favorisierten FC Energie Cottbus. Zur Galerie
Der FC Eilenburg ergattert durch einen Treffer in der Nachspielzeit einen Punkt gegen den favorisierten FC Energie Cottbus. ©

Dann wechselte der Zampano für einen kurzen Moment von der emotionalen zur Sach-Ebene. Er sei für eine Beibehaltung der 20er Staffelgröße und gegen die vom Verband vorgesehenen bis zu fünf Absteiger. „Ich wünsche mir, dass das belohnt wird, was sie hier in Eilenburg machen“, erklärte der 56-Jährige und erntete Applaus – während einer Pressekonferenz. Nico Knaubel zog verbal seine Mütze angesichts der unerwarteten Meriten. „Es ist nicht einfach, wenn du kurz vor Schluss das Tor kriegst, solche Worte zu finden“, befand Eilenburgs Coach.

Mit dem eigenen Team ging Wollitz derweil hart ins Gericht. „Ich ärgere mich maßlos über die Art und Weise, wie hier gewisse Sachen entstehen“, sagte er mit Blick auf die diversen Eilenburger Chancen und den letztlich nicht unverdienten Ausgleich. Am Mittwoch (19 Uhr) schaut übrigens der Chemnitzer FC im Ilburg-Stadion vorbei. Abwarten, ob deren Trainer Christian Tiffert, ebenfalls langjähriger Bundesligaspieler, anschließend auch die FCE-Arie anstimmt...

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